PayPal-Übernahmegerüchte: Aktie steigt nach Berichten um rund 5 Prozent
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 22:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Wertpapiere des Zahlungsdienstleisters PayPal sind nach Berichten über ein mögliches Übernahmeinteresse durch einen US-Technologiekonzern deutlich gestiegen. Marktbeobachter verwiesen auf unbestätigte Informationen, wonach ein an der US-Westküste ansässiges Unternehmen eine Übernahme auf Aktienbasis prüfe. Ein formelles Angebot liegt bislang nicht vor, und weder PayPal noch potenzielle Bieter haben die Gespräche bestätigt.
Unbestätigte Berichte über All-Stock-Transaktion
Am 25. September 2026 reagierte der Aktienkurs von PayPal mit einem Anstieg von rund 5 Prozent auf Berichte über ein erneutes Übernahmeinteresse. Laut Marktberichten, die sich auf unbestätigte Hinweise aus Branchenkreisen berufen, soll ein namentlich nicht genanntes Technologieunternehmen von der Westküste der USA eine vollständige Übernahme gegen Aktientausch in Erwägung ziehen.
In Branchenmeldungen hieß es dazu, dass der Verwaltungsrat von PayPal im Falle eines Verkaufs jedoch eine Bartransaktion bevorzugen würde. Diese Spekulationen folgen auf das Ende früherer Verhandlungen zwischen PayPal und dem Konsortium aus Stripe und Advent, die im vergangenen Monat nach Unstimmigkeiten über die Dealstruktur und eine mögliche Auflösungsgebühr in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar beendet worden waren.
Kursreaktionen und Analysteneinschätzungen
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Im Zuge der Gerüchte stieg der Aktienkurs von PayPal zeitweise auf 55,13 US-Dollar. Berichte vom 25. September 2026 bezifferten das Plus auf Werte zwischen 4,62 Prozent und 4,80 Prozent. Die Tagesspanne des Titels bewegte sich demnach zwischen 53,07 US-Dollar und 56,50 US-Dollar.
Trotz der kurzfristigen Gewinne lag der Kurs der Aktie im bisherigen Jahresverlauf rund 8 Prozent unter dem Niveau vom Jahresanfang. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens belief sich zuletzt auf etwa 45 Milliarden US-Dollar.
Analysten reagierten unterschiedlich auf die Entwicklungen. Die Deutsche Bank erhöhte am 25. September 2026 ihr Kursziel für PayPal von 50 auf 55 US-Dollar, behielt jedoch die Einstufung auf „Hold“ bei. Der Analystenkonsens wird derzeit ebenfalls mehrheitlich mit „Hold“ angegeben, wobei die Kursziele in einer weiten Spanne zwischen 32 und 80 US-Dollar liegen.
Unabhängig von den konkreten Gerüchten hatte Thomas Hayes, Chairman von Great Hill Capital, die Einschätzung geäußert, dass eine Übernahme durch Meta für rund 90 Milliarden US-Dollar strategisch sinnvoll sein könnte. Dabei handelt es sich jedoch um eine persönliche Einschätzung und nicht um Informationen über einen konkret bevorstehenden Deal.
Hintergrund früherer Verhandlungen und aktuelle Geschäftszahlen
Die aktuellen Spekulationen treten in einen Kontext früherer Übernahmebemühungen ein. Berichten zufolge hatten Stripe und Advent zuvor eine Bewertung von über 50 Milliarden US-Dollar beziehungsweise etwa 68 US-Dollar je Aktie geprüft. Diese Gespräche scheiterten jedoch Ende August 2026. Frühere Verhandlungswerte wurden zudem mit rund 60,50 US-Dollar je Aktie oder einer Gesamtsumme von 53 Milliarden US-Dollar beziffert.
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Operativ zeigte PayPal im zweiten Quartal 2026 ein moderates Wachstum. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent auf 8,68 Milliarden US-Dollar, während das gesamte Zahlungsvolumen um 10 Prozent auf 486,4 Milliarden US-Dollar kletterte.
Der bereinigte Gewinn pro Aktie (Non-GAAP EPS) lag bei 1,38 US-Dollar, was einem Rückgang von einem Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach. Die Zahl der aktiven Konten blieb mit 439 Millionen stabil.
PayPal-CEO Enrique Lores hatte bereits Anfang September erklärt, dass externe Angebote parallel zum laufenden Turnaround-Plan des Unternehmens geprüft würden.
Für das dritte Quartal 2026, dessen Ergebnisse für den 27. Oktober 2026 erwartet werden, prognostizierte das Management zuletzt ein Wachstum im Bereich des Branded Checkout von ein bis zwei Prozent. Zudem plant das Unternehmen ab 2026 die Ausschüttung einer Quartalsdividende von 0,14 US-Dollar je Aktie.
