Paystand, Finance

Paystand Finance Suite: KI-Agenten automatisieren Buchhaltung um 78%

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 19:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Paystand stellt eine KI-Plattform für Buchhaltung und Ausgaben vor. Forderungsmanagement soll später folgen, ERP-Anbindungen sind bereits vorhanden.

Paystand startet KI-Suite für automatisierte Finanzprozesse
Ein minimalistisch gestalteter, moderner und leerer Büroraum mit großen Fenstern und einfallendem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Der Finanztechnologie-Anbieter Paystand hat die allgemeine Verfügbarkeit seiner neuen „agentic Finance Suite“ bekannt gegeben. Wie aus Berichten vom 8. September 2026 hervorgeht, markiert dieser Schritt die Einführung einer neuen Generation von KI-gestützten Werkzeugen, die darauf ausgelegt sind, Kernprozesse in der Unternehmensbuchhaltung durch den Einsatz spezialisierter digitaler Agenten zu automatisieren.

Das Angebot umfasst zum Start Funktionen für das Berichtswesen und das Ausgabenmanagement, während weitere Komponenten für das Forderungsmanagement in Kürze folgen sollen.

Automatisierung durch spezialisierte Agenten-Technologie

Die neu vorgestellte Suite setzt auf das Konzept der sogenannten „Agentic Finance“. Dabei übernehmen spezialisierte digitale Assistenten, die als Agenten bezeichnet werden, definierte Aufgabenbereiche innerhalb der Finanzabteilung. Aktuell stehen den Nutzern der Reporting Agent sowie der Spend Agent zur Verfügung.

Der Reporting-Agent ist laut Unternehmensangaben primär für die Analyse von Forderungen zuständig. Er bereitet Daten auf und liefert Einblicke in die Liquiditätssituation, um Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Der Spend-Agent hingegen konzentriert sich auf die Verwaltung und Kontrolle von Unternehmensausgaben.

Eine Besonderheit stellt hierbei die Integration in gängige Kommunikationsplattformen dar: Mitarbeiter können Ausgaben direkt über Schnittstellen zu Slack oder Microsoft Teams verwalten, was den Administrationsaufwand im Arbeitsalltag reduzieren soll.

Ein dritter Bestandteil der Suite, der Collections Agent, befindet sich derzeit in einer privaten Beta-Phase. Dessen Einführung ist laut den vorliegenden Informationen für einen späteren Zeitpunkt im laufenden Quartal geplant. Dieser Agent soll künftig Prozesse rund um das Inkasso und die Beitreibung offener Rechnungen unterstützen.

Technologische Basis und Effizienzziele

Technisch fußt die Suite auf einer Infrastruktur, die den hauseigenen USDb-Stablecoin sowie ein sogenanntes Zero-Fee-Netzwerk nutzt. Durch die Verwendung dieser Blockchain-basierten Basis zielt Paystand darauf ab, Transaktionsgebühren zu eliminieren und den Geldfluss zwischen Unternehmen effizienter zu gestalten.

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Die mit der Einführung verbundenen wirtschaftlichen Ziele sind ambitioniert. Das Unternehmen strebt durch den Einsatz der automatisierten Agenten signifikante Verbesserungen bei zentralen Finanzkennzahlen an. Demnach soll die Zeit für den monatlichen Buchhaltungsabschluss um 78% gesenkt werden.

Im Bereich des Forderungsmanagements wird eine Reduzierung der Außenstandsdauer (Days Sales Outstanding, DSO) um 62% anvisiert. Zudem sollen die Ausgaben, die außerhalb der festgelegten Unternehmensrichtlinien getätigt werden (Out-of-Policy-Ausgaben), um 5% zurückgehen.

Integration in bestehende ERP-Landschaften

Um eine nahtlose Einbindung in die bestehende IT-Infrastruktur von Unternehmen zu gewährleisten, ist die Finance Suite mit verschiedenen marktführenden Enterprise-Resource-Planning-Systemen (ERP) kompatibel. Den Berichten zufolge bestehen Integrationen für Oracle NetSuite, Sage Intacct, Microsoft Dynamics sowie Acumatica.

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Durch diese Anbindung können Finanzdaten direkt zwischen den KI-Agenten und der zentralen Unternehmenssoftware synchronisiert werden. Dies ermöglicht es Finanzverantwortlichen, die neuen Automatisierungswerkzeuge ohne einen kompletten Systemwechsel in ihre bestehenden Arbeitsabläufe zu integrieren.

Die Suite richtet sich damit an Unternehmen, die ihre Finanzprozesse durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz modernisieren und gleichzeitig manuelle Fehlerquellen minimieren möchten.

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