Perplexity, Mac

Perplexity auf dem Mac: Computer-Agent läuft mit Version 26.42.0 lokal

Veröffentlicht am: 08.11.2026 um 05:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Perplexity führt automatisierte Teammates im Web ein und ermöglicht Abonnenten lokale Agenten auf Macs mit Apple Silicon.
Ein minimalistisch eingerichteter, ruhiger Arbeitsbereich in einem modernen Büro bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt.

Das KI-Unternehmen Perplexity erweitert sein Angebot um zwei neue Werkzeuge zur Automatisierung digitaler Arbeitsabläufe. Neben sogenannten Teammates, die als kontinuierlich agierende Software-Agenten eigenständig wiederkehrende Aufgaben übernehmen, stellte das Unternehmen einen Modus vor, der Computer-Agenten vollständig lokal auf Macs mit Apple-Silicon-Prozessoren ausführt.

Kontinuierlich arbeitende Agenten in isolierter Umgebung

Die neu eingeführten Teammates lösen das Prinzip punktueller Texteingaben ab und setzen stattdessen auf dauerhafte Aufgabenbearbeitung. Die Agenten bauen technisch auf der cloudbasierten Infrastruktur des Perplexity Computer auf. Jeder Teammate erhält eine spezifische Rolle und arbeitet parallel zu weiteren Instanzen. Zudem können die Agenten andere Teammates verwalten, zusätzliche Agenten hinzuziehen und deren Aufgabenplanung strukturieren.

Das System läuft rund um die Uhr im Hintergrund und schaltet sich ein, sobald menschliche Entscheidungen erforderlich sind. Vorgänge lassen sich über Tage oder Wochen hinweg planen und überwachen, bevor Zwischen- oder Endergebnisse zur Prüfung vorgelegt werden.

Zur Ausführung nutzt jeder Teammate eine isolierte Umgebung mit eigenem virtuellem Desktop, separater Browser-Sitzung, individuellen Cookies und verschlüsselten Anmeldedaten. Bei Bedarf können Nutzer den Desktop jederzeit manuell übernehmen.

Als technisches Standardmodell greift Perplexity bei den Teammates auf Claude Opus 5.5 zurück. Über Schnittstellen lassen sich die Agenten an Dienste wie Slack, Gmail, Linear und GitHub anbinden, wobei der Code-Zugriff auf bestimmte Repositorien beschränkt werden kann.

Zu den typischen Einsatzfeldern zählen die tägliche Überprüfung von Posteingang und Kalender, Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen inklusive wöchentlicher Berichte, Vorlagen für Kundensupport-Antworten mit Prüfstufe vor Rückerstattungen sowie Marketing- und Vertriebsaufgaben. Innerhalb von Slack können Teammates auch direkt mit Mitarbeitern kommunizieren.

Verfügbarkeit und interne Nutzungserfahrungen

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Der Start der Teammates erfolgt zunächst als Testversion im Web für individuelle Abonnenten des Max-Tarifs. Versionen für iOS sowie native Desktop- und Mobilanwendungen sollen später folgen. In den Unternehmenstarifen Enterprise Pro und Enterprise Max ist der Zugang vorerst nicht standardmäßig enthalten, sondern bedarf einer Freischaltung durch Administratoren.

Das Max-Abonnement beläuft sich auf 200 US-Dollar pro Monat oder 2.000 US-Dollar pro Jahr. Während einer Einführungsphase ist die Teammate-Nutzung kostenlos; anschließend erfolgt die Abrechnung über das monatliche Guthaben des Tarifs. Faktoren wie parallel betriebene Agenten, umfangreiche Code-Dateien und häufige Automatisierungsdurchläufe steigern den Verbrauch.

Ein festes maximales Nutzungsvolumen wurde nicht publiziert. Das Unternehmen empfiehlt für den Einstieg, zunächst einzelne wiederkehrende Aufgaben mit menschlicher Freigabestufe zu delegieren – insbesondere bei Finanz- oder Datenänderungen.

Laut Perplexity-Chef Aravind Srinivas waren im internen Arbeitsbereich des Unternehmens in den vorangegangenen 30 Tagen rund 10.000 Teammates im Einsatz, davon etwa 1.000 an einem einzelnen Tag.

Die wöchentlichen Agent-Stunden der Mitarbeiter hätten im Median das Siebenfache des September-Niveaus erreicht; ein Fünftel der Belegschaft verzeichne mindestens 40 Agent-Stunden pro Woche. Srinivas ordnete diesen Wert als reines Aktivitätssignal und nicht als Maß für eingesparte Arbeitszeit ein.

Lokale Agenten-Ausführung auf dem Mac

Unabhängig von den cloudbasierten Teammates hat Perplexity die Details zum lokalen Ausführungsmodus für macOS bekanntgegeben, der bereits am 20. Oktober angekündigt worden war. Das Feature ist ab Version 26.42.0 der Mac-App verfügbar und steht Abonnenten der Stufen Pro, Max und Enterprise offen. Empfohlen wird eine Konfiguration mit mindestens 36 GB Unified Memory.

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Im lokalen Modus laufen das Sprachmodell, das Agenten-Framework und die Ausführung ohne Cloud-Verbindung direkt auf dem Mac. Zum Einsatz kommen die Modelle Qwen 3.6 und PPLX Pro, eine von Perplexity nachtrainierte Variante von Qwen.

Ein ergänzender Hybrid-Modus erlaubt es, lokale Modelle für sensible Dateien mit Cloud-Ressourcen zu kombinieren, um auf aktuelle Recherchen oder mehr als 15 externe Spitzenmodelle zuzugreifen. Für den vollen Funktionsumfang kann die Anwendung erweiterte Systemberechtigungen wie Bedienungshilfen, Bildschirm- und Audioaufzeichnung sowie vollen Festplattenzugriff anfordern.

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