Phishing-Boom, E-Mail

Phishing-Boom: Jede dritte E-Mail enthÀlt Betrugsversuch

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 15:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
GefĂ€lschte Webseiten locken mit Rabatten, liefern aber wertlose Formulare. Autofahrern drohen Bußgelder und finanzielle Verluste.
Laptop auf einem Schreibtisch mit Kreditkarte als Symbol fĂŒr Online-Zahlungssicherheit und BetrugsprĂ€vention. Illustration mit AI erstellt.

Kriminelle locken mit gefĂ€lschten Webseiten und kassieren fĂŒr wertlose Formulare. Die Polizei Trostberg schlĂ€gt jetzt Alarm.

So tĂ€uschen die BetrĂŒger ihre Opfer

Die Masche sitzt tief in den Suchmaschinen. Über gesponserte Anzeigen platzieren sich die Fake-Portale ganz oben in den Suchergebnissen. Laien erkennen den Unterschied kaum: Die Seiten sehen aus wie die offiziellen Shops der Mautbetreiber.

Besonders dreist: Die Kriminellen locken mit satten Rabatten. „Halbpreis-Angebote“ sollen Vertrauen wecken. Wer darauf klickt, gibt Fahrzeug- und Zahlungsdaten ein. Nach der Überweisung kommt dann nichts – außer wertlosen Dokumenten.

Die gĂŒltige Vignette wird nie aktiviert. Das Kennzeichen fehlt im System der Mautbetreiber.

Teure Folgen fĂŒr Autofahrer

Der Schock kommt an der Kontrollstelle. Weil keine gĂŒltige Vignette hinterlegt ist, drohen Bußgelder. Das verlorene Geld ist dann erst der Anfang.

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Die Polizei rĂ€t: Gebt die Adressen offizieller Anbieter manuell ein – nicht ĂŒber Werbelinks. Ein Beispiel ist das Portal der ASFINAG. Und wer Angebote weit unter den ĂŒblichen GebĂŒhren sieht, sollte skeptisch werden.

CyberkriminalitÀt auf dem Vormarsch

Die Warnung kommt zu einer Zeit, in der Phishing-Angriffe boomen. Laut BSI steckt in jeder dritten unerwĂŒnschten E-Mail ein Betrugsversuch. Über 60 Prozent der Bevölkerung haben schon solche Nachrichten erhalten.

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Erst kĂŒrzlich gelang BKA und FBI ein Schlag gegen die Szene. Sie schalteten die Plattformen Kratos und Tycoon2FA ab – BaukĂ€sten fĂŒr gefĂ€lschte Anmeldeseiten. Allein Kratos soll seit Anfang 2024 einen sechsstelligen Umsatz erzielt haben.

Juristen geben Betroffenen aber Hoffnung: Bei Phishing-Betrug können Bankkunden unter UmstĂ€nden ihr Geld zurĂŒckfordern. Entscheidend ist, ob grobe FahrlĂ€ssigkeit vorlag. Die Beweislast liegt bei den Banken.

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