Phishing-Mail ELSTER: BetrĂŒger fordern 729 Euro bis 7. September
Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 12:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) hat am Donnerstag vor einer Zunahme vielfĂ€ltiger Betrugsversuche gewarnt, die gezielt auf Rentnerinnen und Rentner ausgerichtet sind. Die Maschen reichen von digitalem Phishing ĂŒber Telefonbetrug bis hin zu gefĂ€lschten Briefen und kriminellen Hausbesuchen. Die Behörde sowie Ermittlungsbehörden und VerbraucherschĂŒtzer berichten aktuell von mehreren FĂ€llen mit teilweise massiven finanziellen SchĂ€den.
PrÀventionshinweise der Rentenversicherung
Die Deutsche Rentenversicherung stellte klar, dass offizielle Zahlungsaufforderungen des TrĂ€gers grundsĂ€tzlich ausschlieĂlich in schriftlicher Form per Post erfolgen. Angebote fĂŒr angebliche Zusatzrenten, die eine vorherige Registrierung erfordern, seien nicht rechtmĂ€Ăig und als Betrugsversuch zu werten.
In Bezug auf persönliche Kontakte wies die Behörde darauf hin, dass echte Hausbesuche durch Mitarbeiter der Rentenversicherung nur nach vorheriger schriftlicher Terminvereinbarung stattfinden. Zudem mĂŒssen sich die AuĂendienstmitarbeiter stets durch einen Dienstausweis legitimieren können.
Hohe finanzielle Verluste und rechtliche Konsequenzen
Wie aktuelle Berichte zeigen, fĂŒhren die kriminellen AktivitĂ€ten bei den Opfern zu erheblichen Vermögensverlusten. In Beeskow erstattete ein 66-jĂ€hriger Mann am 3. September 2026 Anzeige, nachdem er seit Juli in rund einem Dutzend EinzelĂŒberweisungen insgesamt etwa 200.000 Euro an mutmaĂliche BetrĂŒger gezahlt hatte.
Auch im Landkreis Regensburg kam es zu einem schwerwiegenden Vorfall. Ein Ehepaar verlor im Zeitraum zwischen dem 20. Juli 2025 und dem 25. August 2026 rund 100.000 Euro. Die GeschĂ€digten waren auf Werbung fĂŒr eine angebliche Finanzanlage eines Unternehmens namens âWalens AGâ aufmerksam geworden.
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Nach der Ăberweisung des Kapitals brach der Kontakt zu den HintermĂ€nnern ab, und der genutzte Link zur Plattform war nicht mehr erreichbar. Die Kriminalpolizei Regensburg hat die Ermittlungen aufgenommen und mahnt zu kritischer PrĂŒfung bei hohen Gewinnversprechen.
In Lindau wurde eine 77-jÀhrige Rentnerin am 3. September 2026 vom Amtsgericht wegen GeldwÀsche in sechs FÀllen verurteilt. Die Frau hatte in den Jahren 2024 und 2025 knapp 10.000 Euro ins Ausland weitergeleitet.
Die zustÀndige Richterin verhÀngte eine Geldstrafe von 1.200 Euro (80 TagessÀtze zu je 15 Euro). Das Gericht wertete das Handeln der Seniorin als mindestens leichtfertig, da sie zuvor bereits mehrfach selbst Opfer sogenannter Love-Scams geworden war.
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Warnung vor Anlagebetrug und Phishing-Kampagnen
Ein weiterer Fall aus Bad Saulgau illustriert die psychologische Vorgehensweise bei Anlagebetrug. Ein 63-jÀhriger Mann investierte zunÀchst 300 Euro auf ein auslÀndisches Konto. Auf einer gefÀlschten Plattform wurde ihm daraufhin ein Anwachsen seines Guthabens auf das 16-Fache vorgetÀuscht.
Als er versuchte, sich die Summe auszahlen zu lassen, scheiterte dies, wodurch er insgesamt mehrere tausend Euro verlor. Die Polizei Bad Saulgau warnt in diesem Kontext ausdrĂŒcklich vor unrealistischen Renditeversprechen und dem Einsatz von KI-generierten Werbeanzeigen, in denen oft unautorisiert mit Prominenten geworben wird.
ZusĂ€tzlich warnen VerbraucherschĂŒtzer vor aktuellen Phishing-Mails. Eine gefĂ€lschte Nachricht im Namen von âELSTERâ fordert unter dem Betreff âZahlungsaufforderung zu Ihrer SteuererklĂ€rung 2025â eine angebliche Nachzahlung von 729 Euro bis zum 7. September 2026. Eine weitere Kampagne nutzt den Namen der Santander-Bank, um Nutzer unter dem Vorwand einer Kontodaten-Aktualisierung auf betrĂŒgerische Webseiten zu locken. Experten raten dringend davon ab, Links in solchen E-Mails anzuklicken, und empfehlen, diese als Spam zu markieren.
