Phishing-Welle, E-Mails

Phishing-Welle: Über eine Million E-Mails mit Text-Salting seit April

Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 13:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Betrüger erbeuten mit Schockanrufen hohe Bargeldsummen. Polizei gelingt Festnahme eines mutmaßlichen Täters.

Schockanrufe: Polizei fasst Tatverdächtigen in Rheinland-Pfalz
Eine ältere Hand hält ein klingelndes Smartphone, im Hintergrund verschwommen die Silhouette eines Polizisten. Dramatische Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

In mehreren Bundesländern haben Kriminelle mit Schockanrufen Bargeld im vier- und fünfstelligen Bereich erbeutet. Einen Erfolg meldet die Polizei aus Rheinland-Pfalz: Dort konnten Ermittler einen Tatverdächtigen festnehmen.

Seniorin in Magdeburg übergibt Bargeld

Mitte Juli schlug ein Betrüger in Magdeburg zu. Eine 76-jährige Frau erhielt am 17. Juli 2026 gegen 11:00 Uhr einen Anruf. Der angebliche Polizist behauptete, ein Familienmitglied brauche dringend Geld für eine medizinische Behandlung.

Die Seniorin übergab rund eineinhalb Stunden später in der Wolfenbütteler Straße einen mittleren vierstelligen Betrag an einen Unbekannten. Der Abholer trug ein graues T-Shirt und hatte kurze graue Haare.

Thüringen: 14.280 Euro erbeutet – ein Fall scheitert

Auch in Thüringen hatten die Betrüger Erfolg. Im Landkreis Gotha lockten sie einer 75-jährigen Frau in Tambach-Dietharz stolze 14.280 Euro aus der Tasche. Ein weiterer Versuch in Nesse-Apfelstädt scheiterte dagegen: Eine 89-jährige Bewohnerin durchschaute die Masche rechtzeitig.

Forderung von 50.000 Euro – Tochter vereitelt Betrug

Im Kreis Kaiserslautern kam es anders. Eine 60-jährige Frau erhielt am 18. Juli 2026 einen Schockanruf. Die Täter forderten 50.000 Euro. Doch die Tochter der Angerufenen war zufällig im selben Haus – die Frau erkannte den Betrug sofort.

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In Absprache mit der Polizei spielte die Betroffene das Spiel mit. Sie vereinbarte einen Übergabetermin. Als der Abholer das Geld holen wollte, griffen die Beamten zu. Sie nahmen einen 32-jährigen Verdächtigen fest. Gegen ihn läuft ein Verfahren wegen gewerbsmäßigen Betrugs.

Phishing-Welle mit „Text-Salting“-Masche

Doch nicht nur am Telefon lauern Gefahren. Parallel zu den Schockanrufen warnen Sicherheitsexperten vor einer massiven Phishing-Welle. Seit dem Frühjahr 2026 registrieren sie einen Anstieg von Angriffen mit einer Technik namens „Text-Salting“. Die Methode soll Spam-Filter umgehen.

Schätzungen zufolge wurden seit April über eine Million solcher E-Mails versendet. Besonders im Visier: Nutzer von Gmail und Google Workspace. Analysten beobachten zunehmend komplexe Methoden wie Browser-im-Browser-Angriffe oder den Einsatz von Shadow Tokens.

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So schützen Sie sich vor Betrügern

Die Polizei rät eindringlich: Geben Sie am Telefon niemals Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Die echte Polizei fordert niemals Bargeld oder Wertsachen – weder am Telefon noch an der Haustür.

Juristen empfehlen: Legen Sie bei verdächtigen Anrufen sofort auf. Kontaktieren Sie Ihre Angehörigen unter den Ihnen bekannten Nummern selbst. Und informieren Sie die örtliche Polizeidienststelle über den Notruf.

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