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Phone Link: Microsoft-Dienst frisst bis zu 30 Gigabyte RAM

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 02:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft veröffentlicht Updates gegen extreme RAM-Auslastung durch Phone Link und behebt kritische Logdatei-Fehler im Capability Access Manager.

Windows 11 Updates: Microsoft behebt Speicherlecks und Performance-Probleme
Ein Laptop-Bildschirm zeigt Systemressourcen-Monitor-Diagramme mit hoher Speicherauslastung in einem professionellen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft hat eine Reihe von Updates für Windows 11 veröffentlicht, die Systemstabilität und Funktionsumfang verbessern sollen. Der Schritt kommt nicht von ungefähr: In den vergangenen Wochen stand das Betriebssystem wegen extremem Speicherverbrauch und Performance-Problemen auf schwächerer Hardware massiv in der Kritik.

Speicherfresser Phone Link: Bis zu 30 Gigabyte RAM belegt

Besonders brisant: Der Dienst Phone Link, der Smartphones mit dem PC verbindet, hat sich als regelrechter Speicher-Vielfraß entpuppt. Nutzer berichteten Mitte Juli von alarmierenden Werten: Der Cross Device Service belegte während aktiver Gaming-Sessions zwischen 25 und 30 Gigabyte Arbeitsspeicher.

Microsoft hatte zwar Anfang Juli angekündigt, die Smartphone-Integration im Startmenü zu verbessern. Ob die aktuellen Updates das Speicherleck tatsächlich stopfen, bleibt allerdings unklar. Klar ist dagegen die Wirkung: Wer parallel zockt und arbeitet, erlebt massive Einbrüche.

Hardware-Debakel: 8 Gigabyte reichen kaum noch

Doch nicht nur der Phone Link bereitet Kopfzerbrechen. Auch die Performance auf Einsteiger-Hardware sorgt für Unmut. Tests mit dem 13-Zoll Surface Laptop – ausgestattet mit 8 Gigabyte RAM und einem Preis von rund 950 Euro – offenbarten ein ernüchterndes Bild.

Das Problem: Bereits nach einem Neustart waren 4,2 der 8 Gigabyte RAM belegt. Bei alltäglichen Aufgaben wie Microsoft Teams, Google Docs und mehreren Browser-Tabs kam es regelmäßig zu Systemeinfrierungen. Branchenbeobachter sehen einen Trend: Microsoft justiert die Ressourcenverwaltung offenbar zunehmend auf KI-Rechenzentren aus – zu Lasten von Geräten mit wenig Arbeitsspeicher.

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Update-Paket: Was sich konkret ändert

Zwischen dem 21. und 22. Juli 2024 hat Microsoft mehrere Release-Preview-Builds und Notfall-Patches ausgerollt. Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

Build 28000.2597 (21. Juli)

  • Phone Link: Ausgehende Anrufe bleiben auf dem Handy, bis sie am PC angenommen werden
  • Update-Pause: Nutzer können Updates jetzt per Kalenderfunktion bis zu 35 Tage verschieben
  • Sprachsteuerung: Voice Access unterstützt nun auch Deutsch, Französisch und Spanisch

Notfall-Update KB5121767 (21. Juli)

Ein spezieller Patch für Dell-Geräte behebt eine Inkompatibilität mit Intel-IPF-Treibern. Die Fehlfunktion hatte nach früheren Juli-Updates zu unerwarteten Abstürzen, Neustarts und Überhitzung geführt.

KB5101650 und Build 26100.8968 (22. Juli)

Ein kritischer Bugfix adressiert einen Logdatei-Fehler im Capability Access Manager. In Extremfällen waren Systemdateien auf bis zu 500 Gigabyte angewachsen – das Update reduziert sie auf wenige Megabyte.

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Datei-Explorer und Suche

  • Dateigrößen werden jetzt in lesbaren Formaten (MB/GB) angezeigt
  • Mittelklick öffnet Ordner in neuen Tabs
  • Die Windows-Suche verarbeitet nun auch zweistellige Dateinamen und Tippfehler zuverlässiger

KI-Integration und Grafik-Management

Die aktuellen Insider-Preview-Builds aus der dritten Juliwoche zielen zudem auf lokale KI-Anwendungen ab. Eine grundlegende Änderung des Grafik-Kernels ermöglicht verbessertes Speichermanagement für Systeme mit mehr als 32 Gigabyte RAM – speziell für größere lokale KI-Modelle.

Für Besitzer von Copilot+-PCs gibt es mehr Kontrolle über KI-Funktionen, inklusive der Möglichkeit, die Bildgenerierungs-KI zu entfernen. Weitere Verbesserungen betreffen die Bluetooth-Kompatibilität für High-End-Peripherie wie AirPods und Beats Studio Pro sowie die Wiederherstellung benutzerdefinierter Energiesparschwellen.

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