Pixel 11: Google erhöht Preise um 100 Euro, spart RAM
Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 10:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Technologiekonzern Google hat seine neueste Smartphone-Generation vorgestellt und setzt dabei verstärkt auf Funktionen der Künstlichen Intelligenz (KI) sowie eine neue Preisstruktur. Die Modellreihe umfasst das Pixel 11, das Pixel 11 Pro, das Pro XL sowie das faltbare Pixel 11 Pro Fold. Begleitet wird die Markteinführung von einer allgemeinen Preisanhebung, die Google mit gestiegenen Kosten für Speicherkomponenten begründet.
Preisanpassungen und veränderte Speicherkonfigurationen
Die neuen Modelle kommen zu Preisen auf den Markt, die im Vergleich zur Vorgängergeneration um jeweils rund 100 Euro gestiegen sind. Für das Standardmodell Pixel 11 werden je nach Quellenangabe zwischen 899 Euro und 999 Euro aufgerufen, während das Pixel 11 Pro bei mindestens 1099 Euro startet. Das größere Pro XL wird in einem preislichen Rahmen von 1199 Euro bis 1299 Euro geführt, und das faltbare Modell Pixel 11 Pro Fold ist für 1999 Euro gelistet. Auf dem US-Markt liegen die Einstiegspreise bei 899 US-Dollar für das Basismodell und bis zu 1899 US-Dollar für das Fold-Modell.
Eine wesentliche Änderung betrifft die Hardware-Konfiguration: Google verzichtet künftig auf eine 128-Gigabyte-Variante und stattet die Pixel-11-Serie standardmäßig mit 256 Gigabyte Speicher aus.
Gleichzeitig wurde der Arbeitsspeicher bei den Modellen Pixel 11 und Pixel 11 Pro auf 12 Gigabyte reduziert, nachdem die Vorgängermodelle noch über 16 Gigabyte RAM verfügt hatten.
Technische Neuerungen und Integration von Gemini
Im Zentrum der Hardware steht der neue Tensor-G6-Prozessor. Dieser soll laut Herstellerangaben eine um 50 Prozent gesteigerte Leistung der Tensor Processing Unit (TPU) sowie eine um 20 Prozent höhere Rechenleistung (CPU) bieten.
Die Akkulaufzeit wird mit nunmehr 30 Stunden angegeben, was eine Steigerung gegenüber den zuvor üblichen 24 Stunden bedeutet. Auch die Kamerasysteme erhielten Upgrades, darunter eine Hauptkamera mit 1/1.56-Zoll-Sensor und ein Teleobjektiv mit 1/1.95-Zoll-Sensor.
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Softwareseitig stehen KI-Anwendungen im Vordergrund. Der KI-Assistent Gemini übernimmt zunehmend komplexere Aufgaben und wird durch eine spezielle Statusleuchte am Pixel 11 Pro visualisiert.
Neue Funktionen wie „Magic Capture“ für die Fotobearbeitung und „Rambler“ für die Sprachverarbeitung sollen den Nutzwert im Alltag erhöhen. Google plane zudem für die kommenden drei Jahre eine umfassende Überarbeitung des Android-Betriebssystems mit integrierten KI-Agenten.
Marktsituation und Wettbewerbsumfeld
Trotz eines globalen Marktanteils von weniger als zwei Prozent verzeichnet Google in spezifischen Regionen stärkere Positionen. In Deutschland liegt der Marktanteil der Pixel-Geräte bei über fünf Prozent, in Japan sogar bei über zehn Prozent. Passend zu diesem Erfolg eröffnete der Konzern seinen ersten eigenen Store in Tokio.
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Die Preiserhöhungen bei Google stehen im Kontext einer allgemeinen Marktentwicklung. Auch der Wettbewerber Apple hatte bereits im Frühsommer die Preise für MacBook-Air- und iPad-Pro-Modelle angehoben.
Branchenbeobachter rechnen damit, dass auch das kommende iPhone 18 um 100 bis 200 US-Dollar teurer werden könnte, da die Preise für Speicherbausteine voraussichtlich bis zum Jahr 2027 weiter steigen werden. Apple verzeichnete zuletzt ein Umsatzplus von 22 Prozent im iPhone-Segment und plane für die Zukunft ebenfalls eine tiefere Integration von KI-Funktionen.
Ergänzend zur Smartphone-Reihe erweitert Google sein Ökosystem um die Pixel Watch 5, die mit 419 Euro knapp über dem Preis des Vorgängers liegt. Zudem wurde ein neuer Tracker, der Pixel Tag, für eine Veröffentlichung im kommenden November angekündigt.
