Plank-Training: Zwei Sätze à 30 Sekunden können die Körpermitte stärken
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 11:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In der Fitnessbranche lässt sich ein verstärktes Augenmerk auf die funktionelle Stärkung der Körpermitte sowie strukturierte Trainingsanleitungen für das Krafttraining beobachten. Aktuelle Ratgeber und Trainingskonzepte rücken dabei zunehmend die Aktivierung der Rumpfmuskulatur in den Fokus, um sowohl die allgemeine Stabilität als auch den gezielten Muskelaufbau zu fördern.
Neue Studio-Konzepte und technologische Ansätze
Ein wesentlicher Trend zeigt sich in der Spezialisierung auf gerätegestütztes Training, das langsame und kontrollierte Bewegungsabläufe nutzt. In Wien wurde im neunten Bezirk mit dem MOVEHAUS ein Studio eröffnet, das auf das sogenannte Lagree-Konzept setzt.
Auf speziellen Trainingsgeräten, den Megaformern, trainieren maximal sechs Personen gleichzeitig unter anhaltendem Widerstand und hoher Muskelspannung. Ergänzt wird dieses Angebot durch eine Mikronährstoffberatung sowie einen spezialisierten Health Concept Store.
Auch klassisches Reformer-Pilates verzeichnet einen deutlichen Zulauf. Daten des Urban Sports Club belegen, dass sich die Zahl der männlichen Mitglieder, die innerhalb eines Jahres mindestens einmal an einem Reformer-Training teilnahmen, seit 2023 verzwanzigfacht hat.
Ein Fachmann eines beteiligten Anbieters ordnete jedoch ein, dass dieses Training zwar Koordination, Beweglichkeit und Rumpfkraft fördere, jedoch kein Ersatz für spezifisches Training zur Maximalkraft oder für massiven Muskelaufbau darstelle.
Methoden für den Trainingsalltag und spezifische Zielgruppen
Für die Umsetzung im Alltag empfehlen Fachpublikationen einfache, aber effektive Übungen. Das Online-Portal CHIP rät beispielsweise zum täglichen Halten des Unterarmstützes (Plank). Bereits zwei Sätze à 30 Sekunden könnten positive Effekte erzielen. Einsteiger sollten laut den Empfehlungen mit 10 bis 15 Sekunden beginnen und Varianten wie den Side Plank oder das Anheben eines Beins integrieren.
Zusätzlich gewinnen zeiteffiziente Einheiten an Bedeutung. Ein 20-minütiges Workout für mehr Körperspannung und Kraft wurde als effektives Ganzkörpertraining konzipiert, das speziell die Körpermitte anspricht. Auch das Spa Resort Geinberg bietet mit dem Kurs „Core & Strength“ ein gezieltes Training für die tiefe Stabilisationsmuskulatur an, das für maximal 15 Teilnehmende ausgelegt ist.
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Für die Zielgruppe der über 60-Jährigen empfiehlt eine zertifizierte Trainerin funktionelle Übungen mit einem Stuhl. Dazu gehören das Aufstehen und Hinsetzen, sitzendes Marschieren sowie die Hüftabduktion. Diese Übungen sollen die Hüftstabilität fördern und Alltagsbewegungen sichern. Der Einstieg könne mit ein bis zwei Runden erfolgen, die später durch Widerstandsbänder intensiviert werden können.
Prominente Einflüsse und Marktentwicklung
Bekannte Persönlichkeiten tragen zur Popularität funktioneller Methoden bei. Jennifer Aniston beschrieb in einer Kooperation mit dem Anbieter Pvolve ihren Wechsel von reinem Ausdauertraining hin zu funktionellem Krafttraining, das auf Balance und Beweglichkeit setzt. Ihr Trainingsplan umfasst über 20 Einheiten.
Ein Motivationstipp der Schauspielerin sieht vor, jedes Workout zunächst für fünf Minuten zu beginnen und nur bei anhaltendem Unwohlsein abzubrechen. Auch Dua Lipa setzt laut Berichten auf tägliches Mattentraining wie Yoga oder Pilates. Ein für sie entwickeltes 20-minütiges Programm nutzt Hilfsmittel wie Pilates-Bälle und leichte Gewichte zwischen 0,5 und 1 kg.
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Die Relevanz des Krafttrainings wird durch statistische Erhebungen untermauert. Daten von Sport England zeigen für den Zeitraum von 2016/17 bis 2024/25 eine Verschiebung bei den 16- bis 34-Jährigen.
Während der Anteil der Läufer von 23,4 auf 20,9 % sank, stieg die Beteiligung an Gewichtstraining (von 7,2 auf 8,5 %) und Gerätetraining (von 11,1 auf 13,1 %) an. Laut UK Active räumten im Jahr 2026 etwa 27 % dieser Altersgruppe der Fitnessmitgliedschaft eine hohe Priorität bei den Ausgaben ein, verglichen mit 21 % im Jahr 2024.
Als ergänzende Methode wird das Indoor-Rudern hervorgehoben. Es beansprucht rund 85 % der Muskulatur und verbindet Kraft- mit Ausdauerelementen. Bereits 20 bis 30 Minuten gelten hierbei als ausreichender Trainingsreiz, wobei Parameter wie Herzfrequenz, Schlagfrequenz und Watt zur Leistungssteuerung dienen.
