USA, International

US-Firmen: Mitarbeiter mit H-1B-Visum sollen im Land bleiben

20.09.2025 - 14:54:22 | dpa.de

Plötzlich 100.000 Dollar pro Jahr für ein Arbeitsvisum? Die Ankündigung von Präsident Trump hat US-Konzerne in Alarm versetzt. Für deren ausländische Mitarbeiter hat das drastische Folgen.

Die plötzliche Änderung bei den Gebühren für ein Arbeitsvisum haben US-Konzerne aufgeschreckt. (Archivbild) - Foto: Yuki Iwamura/FR171758 AP/dpa
Die plötzliche Änderung bei den Gebühren für ein Arbeitsvisum haben US-Konzerne aufgeschreckt. (Archivbild) - Foto: Yuki Iwamura/FR171758 AP/dpa

Nach der neuen Visa-Order der US-Regierung haben große Unternehmen laut einem Bericht ihre ausländischen Mitarbeiter dringend dazu aufgerufen, in den USA zu bleiben. Angestellte mit einem sogenannten H-1B-Visum, die gerade außer Landes seien, sollten innerhalb von 24 Stunden in die USA zurückkehren, schrieb der «Business Insider» unter Berufung auf Angestellte und interne Kommunikation in den Tech-Konzernen Amazon, Meta, Microsoft sowie der Bank JP Morgan.

Von der US-Regierung kam derweil die Klarstellung, dass die von Präsident Donald Trump am Vortag angeordnete Gebühr von 100.000 Dollar pro Jahr für die H-1B-Kategorie nur für neue Visa gelten solle. Für Personen, die bereits ein H-1B-Visum haben oder es verlängern, werde sie nicht bezahlt werden müssen, berichtete der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf einen Vertreter des Weißen Hauses. Auch wenn ein neues Visum der Kategorie vor dem 1. Oktober in Kraft trete, müsse die neue Gebühr nicht bezahlt werden, hieß es.

Schlechte Nachricht für US-Techfirmen

Das H-1B-Visum nutzen vor allem große, international tätige US-Firmen, um qualifizierte Beschäftigte aus dem Ausland anzustellen. Ein großer Teil kommt etwa aus Indien. Von der «New York Times» zitierten Regierungsdaten zufolge arbeiteten im Juni allein bei Amazon mehr als 10.000 Menschen auf einem H-1B-Visum in den USA. Etwa halb so viele waren es demnach bei den Konzernen Microsoft und Meta.

Mit der angekündigten Änderung soll es sich laut US-Handelsminister Howard Lutnick für US-Unternehmen nicht mehr rechnen, unerfahrene Mitarbeiter ins Land zu holen und auszubilden. Die Firmen müssten abwägen, ob ein Jobkandidat wertvoll genug sei, um für ihn zusätzlich 100.000 Dollar an die Regierung zu zahlen, und stattdessen eher amerikanische Arbeitnehmer einstellen, sagte der Minister.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
wissenschaft | 68207273 |

Weitere Meldungen

WM-Test im Aztekenstadion von Todesfall überschattet. Überschattet wird der WM-Test von einem tragischen Unfall. Bei der Wiedereröffnung des Aztekenstadions bekommen die Fans weder Cristiano Ronaldo noch Tore zu sehen. (Sport, 29.03.2026 - 08:01) weiterlesen...

«Faschisten im Weißen Haus» - Große US-Proteste gegen Trump. Die Gründe dafür sind vielfältig. Unter dem Motto «No Kings» - keine Könige - gingen am Wochenende zahlreiche Menschen gegen die Politik von US-Präsident Trump auf die Straße. (Ausland, 29.03.2026 - 04:15) weiterlesen...

«Faschisten im Weißen Haus» – Große US-Proteste gegen Trump. In Washington zeigt sich: Die Gründe dafür sind vielfältig. Unter dem Motto «No Kings» - keine Könige - wollen Millionen Menschen gegen die Politik von US-Präsident Trump auf die Straße gehen. (Ausland, 28.03.2026 - 19:20) weiterlesen...

Huthi-Miliz greift Israel an - Hoffnung auf Iran-Gespräche. Die US-Regierung stellt baldige Gespräche in Aussicht. Mit Beginn der fünften Woche des Iran-Kriegs dauern die gegenseitigen Angriffe an, die Huthi-Miliz schießt eine Rakete auf Israel. (Ausland, 28.03.2026 - 13:53) weiterlesen...

Iran-Gespräche noch diese Woche? - US-Einsatzkräfte verletzt. Derweil setzt sich Kanzler Merz von US-Präsident Trump ab. Der US-Sondergesandte rechnet damit, dass noch in dieser Woche Gespräche für ein Ende des Iran-Kriegs geführt werden können. (Ausland, 28.03.2026 - 05:38) weiterlesen...

Trump stellt Unterstützung für Nato-Partner infrage. Jetzt geht er noch einen Schritt weiter. US-Präsident Trump teilt nahezu täglich gegen die Nato-Partner aus. (Ausland, 28.03.2026 - 00:25) weiterlesen...