Neue Ausgabe der MilitĂ€rgeschichte / Zeitschrift fĂŒr historische Bildung 4 / 2024
09.10.2024 - 12:58:24KrÀftevergleich
Immer wieder tauchen in aktuellen sicherheitspolitischen Debatten Fragen auf, nach der militĂ€rischen StĂ€rke der NATO im Vergleich zu Russland oder der Notwendigkeit der militĂ€rischen Auf- oder NachrĂŒstung der Bundeswehr. Schon wĂ€hrend des Kalten Krieges schien die konventionelle militĂ€rische Ăberlegenheit des Warschauer Paktes stets wie ein Damoklesschwert ĂŒber der NATO und vor allem der Bundesrepublik zu schweben. Doch inwieweit entsprach dieses allgegenwĂ€rtige Narrativ tatsĂ€chlich den militĂ€rischen KrĂ€fteverhĂ€ltnissen?
Klaus Storkmann vergleicht anhand eines konkreten Beispiels, des westdeutschen III. Korps und der gegnerischen VerbÀnde der NVA und der Sowjetarmee, die militÀrischen Dispositive in der Mitte Europas und unterzieht diese Frage somit einem "RealitÀtscheck".
Die KreuzzĂŒge
Einen ĂŒber mehrere Jahrhunderte andauernden "Clash of Civilizations" erlebte das Mittelalter. WĂ€hrend der KreuzzĂŒge, die zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert stattfanden, versuchten die christlichen Reiche die eigene Herrschaft ĂŒber die heiligen StĂ€tten des Nahen Ostens zurĂŒck zu gewinnen. Zuvor hatte das Aufstreben des Islams und der muslimischen Bewegung arabisch-muslimischen Völkern der Region ermöglicht, weite Teile des Mittelmeerraums zu erobern. Den in diesem Zusammenhang entstehenden Auseinandersetzungen zwischen Herrschern, KĂ€mpfenden und Religionen widmet sich Martin Hofbauer in seinem Beitrag.
Römische Auxiliareinheiten
Fragen nach einer gelungenen Integration stellen sich tatsĂ€chlich nicht erst seit der Neuzeit. Bereits im Römischen Reich war dieses Thema von groĂer Bedeutung, da der römische Machtbereich mit zunehmender GröĂe immer mehr unterschiedliche Ethnien und Volksgruppen umfasste. Diese konnten in sogenannten Auxiliareinheiten auch im römischen Heer dienen. Lucas Michaelis beleuchtet in seinem Beitrag, inwiefern die römische "Integrationspolitik" diesen Soldaten ermöglichte, römische BĂŒrgerrechte und Privilegien zu erwerben.
Barmherzige Schwestern und "Wald der Erinnerung"
Kriege fĂŒhren unweigerlich zu Tod und Verwundung. FĂŒr die Versorgung von Verwundeten entstanden wĂ€hrend des 19. Jahrhunderts aufgrund von bedeutenden Weiterentwicklungen in der Medizin neue Behandlungsweisen und damit bessere Möglichkeiten fĂŒr die Soldaten, einen Krieg zu ĂŒberleben. Ein Beispiel, das zugleich ein Schlaglicht auf den ethischen Wandel in Bezug auf das Frauenbild in Kriegen wirft, ist die Organisation der "Barmherzigen Schwestern", denen Helene Heldt sich in ihrem Beitrag fĂŒr die aktuelle Ausgabe widmet.
Nicht immer kann jedoch noch Hilfe geleistet werden. Der Tod fĂŒhrt zum unwiederbringlichen Verlust eines geliebten Menschen. Mit diesem Thema musste sich die Bundeswehr seit dem eigenen Engagement in AuslandseinsĂ€tzen vermehrt auseinandersetzen. Alsbald wurde klar, dass es einen Ort braucht, an dem die Menschen um die ihnen Nahestehenden trauern und ihrer gedenken können. So entstand die Idee zum "Wald der Erinnerung". Auf die mittlerweile zehnjĂ€hrige Geschichte dieser GedenkstĂ€tte blicken Celine Ofenito und Martin Schulz.
Kongokonferenz
Vielen Herrschern erschien die Welt im 19. Jahrhundert als eine Art Spielwiese fĂŒr die eigenen GroĂmachtphantasien. Welche Region "gehörte" noch keinem? Wo könnte man den gröĂten eigenen Vorteil, die meisten Rohstoffe oder besten AbsatzmĂ€rkte fĂŒr sich beanspruchen? Diese Vorstellungen einer vermeintlich aufteilbaren Welt analysiert Christian Jentzsch in seinem Beitrag zur Kongokonferenz. Denn auch einige Zeitgenossen bewerteten dieses globale Machtstreben durchaus bereits kritisch.
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