Profisport, Spitzensportler

Profisport: Spitzensportler pausieren wegen psychischer Probleme

27.06.2026 - 00:30:32 | boerse-global.de

Matthias Schwab und Laura Philipp legen Karrierepausen ein. Auch im DFB-Team wird ĂŒber mentale StĂ€rke diskutiert.

Profi-Sportler pausieren: Psychische Gesundheit wird zum Thema
Profisport - Ein einsamer Golfer steht auf einem weitlĂ€ufigen Golfplatz bei Sonnenuntergang, nachdenklich und mit locker gehaltenem GolfschlĂ€ger. 27.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Die jĂŒngsten Beispiele zeigen einen klaren Trend.

Matthias Schwab nimmt Auszeit vom Golf

Der österreichische Profigolfer Matthias Schwab pausiert. Der 31-JĂ€hrige gab am 26. Juni via Social Media bekannt, dass er sich wegen psychischer und emotionaler Probleme zurĂŒckzieht. „Auf absehbare Zeit“ werde er an keinen Turnieren teilnehmen.

Schwab ist seit 2017 Profi, spielte auf der PGA Tour und der European Tour und stand bei drei Major-Turnieren am Abschlag. Seine Entscheidung folgt einem Muster: Sportler stellen ihre mentale IntegritĂ€t ĂŒber den Wettbewerbserfolg.

Laura Philipp sagt Start in Roth ab

Auch im Triathlon gibt es personelle Konsequenzen. Laura Philipp verzichtet auf den Start beim Challenge Roth 2026. Die Entscheidung fiel am 25. Juni – ihr Gesundheitszustand lĂ€sst keinen Start auf Top-Niveau zu.

Ein krĂ€ftezehrendes FrĂŒhjahr mit Krankenhausaufenthalt forderte seinen Tribut. Philipp erklĂ€rte auf Instagram, dass ein zu frĂŒher Wiedereinstieg nach gesundheitlichen Problemen die Situation verschĂ€rft habe. Vor Ort sein will sie trotzdem – um andere Athleten zu unterstĂŒtzen.

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MentalitÀtsdebatte nach DFB-Niederlage

Die Diskussion um psychische Belastung beschrĂ€nkt sich nicht auf Einzelsportler. Nach der 1:2-Niederlage der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador am 25. Juni entbrannte eine interne Debatte ĂŒber die MentalitĂ€t des Teams.

Bundestrainer Julian Nagelsmann sah keine grundsĂ€tzlichen Probleme. Spieler wie Joshua Kimmich und Deniz Undav kritisierten dagegen einen mangelnden Siegeswillen. Die unterschiedlichen Wahrnehmungen zeigen: Psychologische Faktoren sind eng mit sportlichem Erfolg verknĂŒpft – selbst wenn der Gruppensieg bereits sicher ist.

Karriereenden und schwere Verletzungen

Neben Auszeiten prĂ€gen auch endgĂŒltige RĂŒcktritte die Sportlandschaft. Patrik Schick beendete am 25. Juni seine Karriere in der tschechischen Nationalmannschaft. Der 30-JĂ€hrige zieht sich nach 56 LĂ€nderspielen und 26 Toren zurĂŒck.

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Auch die mexikanische Torwart-Legende Guillermo Ochoa deutete nach seinem Auftritt am 24. Juni gegen Tschechien das Karriereende nach der WM an. Und Handball-Nationalspieler Nils Lichtlein von den FĂŒchsen Berlin fĂ€llt nach einer Fußoperation auf unbestimmte Zeit aus.

Die Botschaft ist klar: Psychische Gesundheit ist im Profisport kein Tabu mehr. Athleten wie Schwab und Philipp zeigen, dass der Mensch vor dem Sportler kommt.

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