PulseRAT-Trojaner: Malware nutzt Google Sheets zur Steuerung
Veröffentlicht am: 08.06.2026 um 09:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Sicherheitsforscher haben eine neue Malware-Kampagne entdeckt, die den PulseRAT-Trojaner über gefälschte Kooperationsthemen zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Indien verbreitet.
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Mehrstufiger Infektionsprozess
Die Angreifer setzen auf eine komplexe Infektionskette, die klassische Sicherheitsmaßnahmen umgehen soll. Alles beginnt mit ISO-Image-Dateien, die vermeintlich Informationen zur Zusammenarbeit zwischen den VAE und Indien enthalten. In diesen Dateien verbirgt sich eine bösartige Verknüpfungsdatei (LNK), die den ersten Angriffsschritt auslöst.
Klickt ein Nutzer auf diese Verknüpfung, startet ein sogenannter .NET-basierter Dropper. Seine Aufgabe: den eigentlichen PulseRAT-Schadcode auf dem Zielsystem zu installieren. PulseRAT ist ein Remote Access Trojaner – er gibt Angreifern die volle Kontrolle über infizierte Rechner.
Google Sheets als Kommandozentrale
Besonders raffiniert: Die Täter nutzen Google Sheets für die Steuerung ihrer Malware. Indem der schädliche Datenverkehr über einen vertrauenswürdigen Dienst läuft, tarnt er sich als normale Internetaktivität. Herkömmliche Sicherheitstools haben so kaum eine Chance, die Kommunikation zu entdecken.
Tarnung als Windows-Dienst
Um dauerhaft auf den Systemen zu bleiben, installiert die Malware einen gefälschten Windows-Dienst. Der trägt den Namen WindowsVaultSyncService – eine Bezeichnung, die bewusst an legitime Systemkomponenten erinnert. Selbst erfahrene Administratoren könnten hier auf den ersten Blick keinen Verdacht schöpfen.
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Wer steckt dahinter?
Die genaue Urheberschaft der Kampagne ist bislang unklar. Die Nutzung geopolitischer Themen als Köder deutet jedoch auf einen gezielten Angriff hin – nicht auf Massen-Malware. Welche Organisationen genau betroffen sind, wird derzeit noch untersucht.
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