QR-Code-Betrug explodiert: 146 Prozent mehr Angriffe weltweit
Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 14:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die gefĂ€lschten Aufkleber klebten unter anderem in der Allmendstrasse. Ziel der als âQuishingâ bekannten Betrugsmasche ist es, sensible Zahlungsdaten von Autofahrern zu stehlen.
So funktioniert die Betrugsmasche
Quishing setzt sich aus QR-Code und Phishing zusammen. Kriminelle platzieren gefĂ€lschte Codes ĂŒber den Originalen oder dort, wo Nutzer eine Zahlung erwarten. In Zug leiteten die manipulierten Codes auf betrĂŒgerische Webseiten weiter. Dort sollten Opfer ihre Kreditkarten- oder Bankdaten eingeben â angeblich fĂŒr ParkgebĂŒhren. Die Daten landeten direkt bei den BetrĂŒgern.
Die Polizei hat die Kontrollen im Stadtgebiet verstÀrkt. Experten warnen: Solche gefÀlschten Codes tauchen nicht nur an Parkuhren auf, sondern auch an E-LadesÀulen, auf Briefen oder gefÀlschten Strafzetteln.
QR-Code-KriminalitÀt explodiert
Der Vorfall in Zug ist kein Einzelfall. Laut dem Zimperium Mobile Phishing Report 2024 stiegen Quishing-Angriffe weltweit um 146 Prozent. Besonders betroffen sind Japan mit 17 Prozent und die USA mit 15 Prozent der globalen VorfÀlle. Allein im MÀrz 2026 wurden rund 18,7 Millionen Quishing-Angriffe registriert. Mittlerweile enthÀlt jede neunte Phishing-E-Mail einen bösartigen QR-Code.
Ob manipulierte QR-Codes oder gefĂ€lschte Webseiten â Millionen Smartphone-Nutzer sind tĂ€glich Hackern ausgesetzt, die es auf sensible Bankdaten abgesehen haben. Dieser kostenlose PDF-Ratgeber zeigt Ihnen 5 einfache Schritte, mit denen Sie Ihr GerĂ€t sofort gegen Malware und Datenklau absichern. 5 SchutzmaĂnahmen jetzt entdecken
Der Grund: QR-Codes sind im Alltag allgegenwÀrtig. Da die Ziel-URL beim Scannen nicht sofort sichtbar ist, sinkt die Vorsicht der Nutzer.
Was Opfer tun sollten
Ein Urteil des Bundesgerichtshofs vom Juli 2025 stĂ€rkt die Position der Bankkunden: Finanzinstitute mĂŒssen grobe FahrlĂ€ssigkeit nachweisen, um EntschĂ€digungen zu verweigern.
Da Quishing-Angriffe und Datenmissbrauch rasant zunehmen, empfehlen IT-Experten heute proaktive SicherheitsmaĂnahmen fĂŒr jedes mobile GerĂ€t. Erfahren Sie in diesem gratis Leitfaden, wie Sie WhatsApp, PayPal und Online-Banking auf Ihrem Smartphone wirksam vor dem Zugriff Krimineller schĂŒtzen. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber herunterladen
Die Polizei rĂ€t: QR-Codes nur aus vertrauenswĂŒrdigen Quellen scannen und vor der Dateneingabe die Webadresse im Browser prĂŒfen. Bei Zweifeln an der Echtheit eines Aufklebers â etwa durch Unebenheiten oder abweichende Optik â lieber ĂŒber alternative Wege oder offizielle Apps zahlen.
Wer bereits Daten auf einer verdĂ€chtigen Seite eingegeben hat, sollte sofort die Bank kontaktieren und die Karten ĂŒber den Sperr-Notruf 116116 sperren lassen. Jeder Betrugsfall gehört zur Anzeige gebracht.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Ănderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.
