Quadrobics, Ryusei

Quadrobics: Ryusei Yonee sprintet auf allen vieren in 14,55 Sekunden

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 07:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Vierfüßlerbewegung kann Balance und Rumpfstabilität fördern; langfristige Wirkungen sind bislang kaum untersucht.

Quadrobics im Trend: Rekorde, mögliche Effekte und Trainingshinweise
Ein leerer, sonnendurchfluteter Sporthallenboden aus hellem Holz mit sanften Schattenwürfen. Illustration mit AI erstellt.

Auf Social-Media-Plattformen sorgt eine ungewöhnliche Fortbewegungsart für wachsende Aufmerksamkeit: Bei der sogenannten Quadrobics bewegen sich Ausübende krabbelnd, robbend oder springend auf allen vieren fort und teilen Aufnahmen dieser Praxis im Netz.

Das Phänomen findet besonders unter jüngeren Nutzern in den sozialen Netzwerken Anklang. Während die dynamischen Bewegungsabläufe optisch an Tierbewegungen erinnern, verknüpft die Praxis turnerische Elemente mit akrobatischen Sprüngen.

Vom Rekordsprint zum viralen Phänomen

Obwohl Quadrobics erst in jüngerer Zeit als Breitensport- und Online-Phänomen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde, besitzt die Fortbewegung auf allen vieren eine sportliche Vorgeschichte. Der japanische Sprinter Kenichi Ito erregte im Jahr 2008 internationale Aufmerksamkeit, als er die Fortbewegungsart mit einem Guinness-Rekord über die 100-Meter-Distanz etablierte.

In den Folgejahren traten weitere Athleten an, um die Bestmarken über die Kurzdistanz zu unterbieten. Im Jahr 2022 absolvierte Collin McClure die 100-Meter-Strecke in einer Zeit von 15,66 Sekunden.

Eine weitere Steigerung gelang schließlich Ryusei Yonee, der den Rekord auf 14,55 Sekunden verbesserte. Die sportlichen Spitzenleistungen veranschaulichen die beachtliche Geschwindigkeit und Körperkontrolle, die durch ein spezialisiertes Training auf allen vier Gliedmaßen erreicht werden kann.

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Sportwissenschaftliche Einordnung von Nutzen und Grenzen

Aus sportwissenschaftlicher Sicht existieren bislang nur begrenzte Untersuchungen zu den Auswirkungen dieser speziellen Bewegungsform. Vorliegende wissenschaftliche Hinweise deuten darauf hin, dass Quadrobics das Gleichgewicht, die Beweglichkeit sowie die Rumpfstabilität positiv beeinflussen kann.

Da der gesamte Bewegungsapparat koordinativ gefordert wird, müssen Arme, Beine und Körpermitte eng zusammenarbeiten. Langfristige gesundheitliche Vorteile sowie potenzielle Risiken einer dauerhaften Ausübung sind bisher jedoch nicht wissenschaftlich erforscht.

Als Form des Körpergewichtstrainings stößt die Methode zudem an physiologische Grenzen. Im Hinblick auf den gezielten Muskelkraftaufbau und die Steigerung der Knochendichte gilt Quadrobics als vermutlich weniger wirksam im Vergleich zum klassischen Gewichtheben mit externen Widerständen. Das allgemeine Verletzungsrisiko bei der Ausführung wird demgegenüber als wahrscheinlich gering eingestuft, sofern die Übungen kontrolliert erfolgen.

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Hinweise für die Trainingspraxis

Fachleute verweisen bei der Aufnahme entsprechender Bewegungsmuster auf eine schrittweise Heranführung. Da der menschliche Körper im Alltag nicht an eine permanente Lastverteilung auf den oberen Gliedmaßen angepasst ist, wird ein langsamer Einstieg empfohlen. Insbesondere die Hände, Handgelenke und beteiligten Gelenkstrukturen sollten behutsam an die ungewohnte Druck- und Stützbelastung gewöhnt werden, um Überlastungen vorzubeugen.

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