Quantenfehlerkorrektur, Microsoft

Quantenfehlerkorrektur: Microsoft und Quantinuum erzielen 800-fache Verbesserung

13.06.2026 - 20:25:51 | boerse-global.de

Gemeinsame Forschung von Microsoft und Quantinuum senkt Fehlerrate bei Quantencomputern drastisch und erreicht einen neuen Meilenstein.

Microsoft & Quantinuum: 800-fach bessere Quanten-Fehlerkorrektur
Quantenfehlerkorrektur - A glowing quantum processor with intricate light patterns, symbolizing error correction and stability in a dark, futuristic lab. 13.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ein gemeinsames Forschungsteam von Microsoft und Quantinuum hat einen entscheidenden Durchbruch bei der Fehlerkorrektur von Quantencomputern erzielt. Die im Fachjournal Nature veröffentlichte Studie belegt eine bis zu 800-fache Reduzierung der Fehlerrate – ein Meilenstein auf dem Weg zu zuverlässigen Quantensystemen.

Rekordverbesserung bei logischen Qubits

Die am 10. Juni 2026 in Nature dokumentierte Forschung zeigt einen dramatischen Unterschied zwischen physikalischen und logischen Fehlerraten. Während die physikalischen Qubits des H2-Systems von Quantinuum eine Fehlerrate von 0,8 Prozent aufwiesen, sank die logische Schaltungsfehlerrate durch Microsofts Korrekturprotokolle auf 0,001 Prozent. Bei den Tests registrierten die Forscher 14.000 Schaltungsdurchläufe ohne einen einzigen Fehler.

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Die Mitte Juni veröffentlichten Daten belegen, dass die Fehlerkorrektur die Rechenfehler im Vergleich zu den physikalischen Qubit-Baselines um das 11- bis 800-fache reduzierte. Dies ist die größte unabhängig bestätigte Verbesserung zwischen physikalischer und logischer Fehlerleistung, die bisher erreicht wurde.

Zwei Codes, ein Ziel: Fehlerfreies Rechnen

Das Team setzte zwei verschiedene Arten von Fehlerkorrekturcodes ein. Der „Carbon"-Code nutzte zwölf physikalische Qubits, um zwei logische Qubits zu erzeugen, während der „Tesseract"-Code mit 16 physikalischen Qubits vier logische Qubits produzierte. Insgesamt demonstrierten die Forscher bis zu zwölf logische Qubits.

Eine der wichtigsten technischen Errungenschaften: die erstmalige Demonstration einer vorteilhaften Fehlerkorrektur während laufender Berechnungen. Durch wiederholte Korrekturzyklen während einer einzelnen Rechnung erreichte das Team eine Fehlerrate pro Runde, die 51-mal niedriger war als die physikalische Baseline. Diese Fähigkeit gilt als essenziell für die langen, komplexen Algorithmen praktischer Quantenanwendungen.

Open Source für die Forschung

Nach der Validierung der Ergebnisse veröffentlichte Microsoft das Open-Source-Softwarepaket „deq" zur Unterstützung der Quantenfehlerkorrektur. Das Toolkit wurde in das Microsoft Quantum Development Kit integriert, um der Forschungsgemeinschaft die Arbeit mit logischen Qubit-Operationen zu erleichtern.

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Der Durchbruch kommt zu einem strategisch günstigen Zeitpunkt: US-Behörden wie NIST, FBI und CISA haben 2026 zum „Jahr der Quantensicherheit" erklärt. Die Initiative spiegelt das wachsende institutionelle Interesse am Übergang zu quantenresistenten Verschlüsselungsverfahren und der Entwicklung stabiler Quantenhardware wider.

Ausblick: 50 logische Qubits in Sicht

Neben der Zusammenarbeit mit Quantinuum entwickelt Microsoft gemeinsam mit Atom Computing die Plattform „Magne". Dieses Projekt zielt speziell auf die Schaffung eines Systems ab, das 50 logische Qubits unterstützen kann – und baut dabei direkt auf den in der aktuellen Nature-Studie validierten Fehlerkorrekturtechniken auf.

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