Rad-WM, Frauen

Rad-WM der Frauen: Massensturz schickt zwei Fahrerinnen ins Krankenhaus

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 21:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Demi Vollering gewinnt den WM-Titel, während ein Sturz rund 95 Kilometer vor dem Ziel mehrere Favoritinnen aus dem Rennen wirft.

Rad-WM in Montreal: Massensturz prägt Frauenrennen und Favoritinnenfeld
Eine nasse Asphaltstraße auf einem Stadtkurs mit Bremsspuren nach einem Regenschauer. Illustration mit AI erstellt.

Das Straßenrennen der Frauen im Rahmen der Rad-Weltmeisterschaft, das über eine Distanz von 180 km von Brossard nach Montreal führte, war von schweren Stürzen und einem hohen fahrerischen Risiko geprägt.

Während sportliche Spitzenleistungen das Finale bestimmten, wurde der Rennverlauf maßgeblich durch einen Massensturz rund 94 bis 95 km vor dem Ziel beeinflusst, der das Feld der Favoritinnen dezimierte und zu mehreren Krankenhausaufenthalten führte.

Die gesundheitlichen Folgen des Massensturzes

Bei dem zentralen Sturzereignis des Rennens kamen etwa 15 Fahrerinnen zu Fall. Besonders schwer traf es die Schwedin Caroline Andersson und die Australierin Lauretta Hanson. Beide Sportlerinnen wurden zur weiteren Beobachtung in ein Krankenhaus transportiert.

Zum Zeitpunkt der ersten medizinischen Versorgung war die Schwere der Verletzungen noch unklar. Laut Thomas Backteman, dem Präsidenten des schwedischen Radsportverbands, gab es jedoch erste Signale der Entwarnung bezüglich Andersson: Die 25-Jährige sei ansprechbar gewesen und habe ihre Arme und Beine bewegen können.

Eine weitere beteiligte Fahrerin, Daniela Campos, prallte während des Vorfalls gegen einen Zaun. Die Dynamik des Sturzes sorgte dafür, dass zahlreiche Teams ihre taktische Marschroute frühzeitig anpassen mussten, da Schlüsselspielerinnen entweder den Anschluss verloren oder das Rennen gänzlich beenden mussten.

Auswirkungen auf das Favoritenfeld und Kritik am Rundkurs

Der Massensturz forderte prominente Opfer unter den Titelanwärterinnen. Die amtierende Titelverteidigerin Magdeleine Vallières versuchte zwar zunächst, das Rennen fortzusetzen, verlor jedoch den Anschluss an die Spitze und gab rund 62 km vor dem Ziel auf.

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Auch Niamh Fisher-Black, die als WM-Zweite zum Kreis der Favoritinnen gehörte, war in den Sturz verwickelt. Sie verlor dadurch alle Chancen auf eine vordere Platzierung und beendete das Rennen vorzeitig. Kim Le Court, die ebenfalls in den Massensturz involviert war, entschied sich hingegen für eine Fortsetzung des Rennens, konnte jedoch nicht mehr in den Kampf um die Medaillen eingreifen.

Bereits vor dem großen Massensturz kam es zu Unfällen. Die deutsche Fahrerin Paula Blasi stürzte in einer früheren Phase des Rennens und gab etwa 90 km vor dem Ziel auf. Sie kritisierte im Anschluss die Bedingungen auf dem Rundkurs in Montreal und gab an, dass dort ein viel zu hohes Risiko eingegangen worden sei.

Sportliche Einordnung und Ergebnisse

Trotz der Unruhe im Feld gelang es einigen Favoritinnen, sich im Finale zu behaupten. Das Schweizer Team wurde durch den Massensturz zunächst auseinandergerissen, doch Marlen Reusser konnte sich nach einer Aufholjagd zurück an die Spitze kämpfen. Sie belegte schließlich den vierten Rang mit einem Rückstand von 8 Sekunden auf die Siegerin.

Den Weltmeistertitel sicherte sich die Niederländerin Demi Vollering, die den Zielsprint gegen Katarzyna Niewiadoma-Phinney aus Polen für sich entschied. Die Bronzemedaille ging an Elisa Longo Borghini aus Italien, die mit 4 Sekunden Rückstand das Ziel erreichte.

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Die deutsche Fahrerin Paula Blasi kritisierte nach ihrem Sturz den Montrealer Rundkurs: Es sei „viel zu hohes Risiko“ gegangen worden. Auch Hobbyfahrer stehen vor der Frage, wie sie anspruchsvolle Strecken sicher meistern. Unser kostenloser Guide zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Verletzungsrisiko senken und sich im Feld richtig positionieren. Sicherheits-Checkliste jetzt herunterladen

Die deutschen Starterinnen blieben von dem großen Massensturz verschont. Franziska Koch erreichte als beste deutsche Fahrerin den zehnten Platz mit einem Rückstand von 5:51 Minuten.

Ihre Teamkollegin Liane Lippert beendete das Rennen auf Rang 14. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass neben der physischen Verfassung vor allem die Positionierung im Feld und das Vermeiden von Kollisionen entscheidende Faktoren für die finale Platzierung in Montreal waren.

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