RAMpocalypse, PC-Preise

RAMpocalypse: PC-Preise explodieren, Speicher kostet 400 Dollar

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 05:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Aufgrund massiver Preissteigerungen bei RAM und SSDs verschiebt sich das Preis-Leistungs-Verhältnis hin zu Fertig-PCs.

RAM-Krise: Neue PC-Bau-Leitfäden für Einsteiger veröffentlicht
Ein moderner Gaming-PC auf einem Schreibtisch mit stimmungsvoller Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Branchenexperten haben am 28. Juli 2026 aktualisierte Leitfäden für kosteneffiziente Hardware-Konfigurationen veröffentlicht, um auf die massiven Preissteigerungen im PC-Markt zu reagieren. Die neuen Richtlinien richten sich primär an Einsteiger und zeigen Wege auf, wie trotz der aktuellen Marktsituation leistungsfähige Gaming-Systeme zusammengestellt werden können.

Die „RAMpocalypse“ und ihre Auswirkungen auf den Markt

Hintergrund der aktualisierten Empfehlungen ist eine als „RAMpocalypse“ bezeichnete Marktentwicklung, die zu einer drastischen Verteuerung von Arbeitsspeicher (RAM) und SSD-Laufwerken geführt hat. Marktbeobachter führen diese Entwicklung auf die enorme Nachfrage nach Hardware für künstliche Intelligenz in Rechenzentren zurück, welche die Halbleiterkosten in die Höhe treibe.

Die Auswirkungen auf Endkundenprodukte sind erheblich. So wird berichtet, dass der Preis für eine Samsung 870 EVO 2TB SATA SSD von ursprünglich 79,99 US-Dollar auf etwa 400 US-Dollar gestiegen ist. Auch bei Arbeitsspeichermodulen werden Preissteigerungen im Bereich von mehreren hundert Prozent verzeichnet. In der Folge kosten PC-Systeme, die zuvor für weniger als 1.000 Britische Pfund realisierbar waren, nun hunderte Pfund mehr. Besonders betroffen sind Konfigurationen mit 32 GB DDR5-RAM oder 2 TB NVMe-Speicher, die derzeit als besonders preisintensiv gelten.

Anzeige

Während die enorme Nachfrage nach KI-Hardware die Hardware-Preise weltweit in die Höhe treibt, schafft die neue EU-Gesetzgebung gleichzeitig einen verbindlichen Rahmen für den Einsatz dieser Technologien. Dieser kostenlose Download verschafft Ihnen den Überblick über Fristen, Pflichten und Risikoklassen, den Ihre Rechts- und IT-Abteilung jetzt dringend braucht. EU AI Act in 5 Schritten verstehen

Fertig-PCs als preisliche Alternative zum Eigenbau

Eine zentrale Erkenntnis der aktuellen Leitfäden ist die Verschiebung des Preis-Leistungs-Verhältnisses zwischen Eigenbau-Systemen und Fertig-PCs. Während der Selbstbau traditionell als kostengünstigste Option galt, könnten Komplettsysteme derzeit ein besseres Angebot darstellen. Dies liege vor allem daran, dass Systemintegratoren teilweise noch Zugriff auf Komponenten zu anderen Konditionen haben oder Preissteigerungen anders kalkulieren können.

Experten empfehlen derzeit gezielt den Blick auf Fertig-Gaming-PCs in den Preisklassen unter 1.000 US-Dollar sowie im Segment zwischen 1.000 und 1.500 US-Dollar. Ein wesentlicher Vorteil dieser Systeme sei neben dem Preis die inkludierte Garantie, während der Eigenbau zwar theoretisch Flexibilität bietet, aber durch die hohen Einzelpreise der Komponenten finanziell unattraktiver geworden ist.

Spezifische Hardware-Empfehlungen und Preisentwicklungen

Trotz der Krise bei den Speicherbausteinen gibt es in anderen Bereichen Preisnachlässe. So sind laut Marktanalysen bestimmte Mainboards derzeit rabattiert erhältlich. Ein Beispiel ist das Z890-Mainboard, dessen Preis von 460 US-Dollar auf etwa 200 US-Dollar gesunken sei.

Anzeige

Die rasante Entwicklung bei der künstlichen Intelligenz stellt Unternehmen nicht nur vor Hardware-Herausforderungen, sondern auch vor neue rechtliche Compliance-Aufgaben. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche KI-Systeme als Hochrisiko gelten und welche neuen Regeln die EU-KI-Verordnung konkret für Anwender aufstellt. Kostenlosen Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act sichern

Für Budget-Konfigurationen, die eine Leistung auf dem Niveau einer PlayStation 5 anstreben, wird weiterhin die AMD RX 6700 als Grafikkarte (GPU) vorgeschlagen. Im Bereich der Mittel- und Oberklasse wird der Videospeicher (VRAM) als entscheidender Faktor für die Zukunftssicherheit hervorgehoben. Hier werden Modelle wie die RTX 5070 mit 12 GB, die 5070 Ti mit 16 GB sowie die RX 9070 XT mit 16 GB genannt. Auch die Arc B580 mit 12 GB wird als Option aufgeführt.

Konkrete Marktangebote spiegeln dieses neue Preisgefüge wider: Ein Komplettsystem von Andromeda Insights, ausgestattet mit einem Ryzen 5 9600X, einer RX 9070 XT, 16 GB DDR5 (6000 MHz) und einer 1 TB NVMe Gen4 SSD, wird derzeit für 1.699,99 US-Dollar geführt. Die darin verbaute RX 9070 XT ist separat für 699,99 US-Dollar erhältlich. Experten raten Käufern dringend dazu, die Gesamtsystemkosten genau zu kalkulieren und dabei insbesondere die Volatilität der DRAM- und NAND-Preise zu berücksichtigen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69894729 |