Rastatt-Plittersdorf, Dorfladen

Rastatt-Plittersdorf: Dorfladen soll als automatisierter Smart-Store neu starten

Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 12:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

CBRE zufolge setzen 52 Prozent der HĂ€ndler bereits KI ein; zugleich planen 65 Prozent eine Filialexpansion.

Rastatt-Plittersdorf plant Smart-Store: Automatisierung prÀgt den Handel
Ein ruhiges, traditionelles DorfgeschÀft mit dezenter Beleuchtung in einer deutschen Kleinstadt bei DÀmmerung. Illustration mit AI erstellt.

Der Dorfladen im badischen Rastatt-Plittersdorf steht vor einem grundlegenden Wandel: Das GeschĂ€ft soll kĂŒnftig als automatisierter Smart-Store wiedereröffnen. Wie aus einem Bericht vom 3. Oktober 2026 hervorgeht, wird das Vorhaben in der Region mit großem Interesse verfolgt.

Sollte der Neustart erfolgreich verlaufen, könnte das Modell auch fĂŒr die Nahversorgung in anderen Stadtteilen wie Rheinau-Nord als Vorbild dienen. Das Projekt spiegelt einen wachsenden Trend im Einzelhandel wider, bei dem Technologie genutzt wird, um Verkaufsstellen wirtschaftlich tragfĂ€hig zu halten.

Wachsende Bedeutung von Automatisierung und Expansion

Dass der stationĂ€re Handel trotz digitaler Konkurrenz eine zentrale Rolle behĂ€lt, untermauert der CBRE European Retail Occupier Survey 2026. FĂŒr die Untersuchung wurden mehr als 70 Handelsunternehmen befragt, die weltweit rund 150.000 Filialen betreiben.

Demnach betrachten 91 Prozent der befragten HĂ€ndler das stationĂ€re GeschĂ€ft als festen Kern ihrer Strategie, und 93 Prozent beabsichtigen, ihre FilialflĂ€chen mindestens beizubehalten oder zu vergrĂ¶ĂŸern. Insgesamt planen 65 Prozent der Unternehmen eine Filialexpansion.

Nach Berechnungen von CBRE könnten in Europa nach Abzug von Schließungen bis zu 8.000 zusĂ€tzliche GeschĂ€fte entstehen. Bei den Standorttypen bevorzugen 72 Prozent regionale Einkaufszentren, 53 Prozent Fachmarktzentren und 52 Prozent innerstĂ€dtische Einkaufsstraßen.

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Gleichzeitig investieren Handelskonzerne zunehmend in neue Technologien. Laut CBRE setzen 52 Prozent der befragten HĂ€ndler bereits KĂŒnstliche Intelligenz ein – im Jahr 2024 lag dieser Wert noch bei 25 Prozent. Weitere 43 Prozent der Unternehmen prĂŒfen derzeit entsprechende Implementierungen. Zu den am weitesten verbreiteten KI-Anwendungen gehören Systeme fĂŒr Produktempfehlungen mit 69 Prozent sowie Chatbots fĂŒr den Kundenservice mit 63 Prozent.

Internationale und regionale Testmodelle fĂŒr autonome Formate

WÀhrend Rastatt-Plittersdorf auf ein modernes Smart-Store-Konzept setzt, gehen Betreiber weltweit noch weiter in Richtung vollstÀndiger Automation. Am 1. Oktober 2026 nahm in Jiaxing ein erster Roboter-Convenience-Store an zwei Standorten den Betrieb auf: am Nanhu Tiandi und im Zicheng-Ruinenpark.

Das GeschĂ€ft in Nanhu Tiandi fĂŒhrt 150 Artikel und öffnet tĂ€glich von 10 bis 22 Uhr. Nach Betreiberangaben liegen die Preise etwa auf dem Niveau umliegender MĂ€rkte.

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Der eingesetzte Roboter nimmt Kundenbestellungen entgegen, holt die gewĂŒnschten Waren selbststĂ€ndig aus den Regalen und analysiert Verkaufsdaten. Das modulare Containerladen-Modell kann auch nicht standardisierte Waren aufnehmen und verursacht laut den Betreibern geringere Kosten als ein klassisches Ladenlokal. Im Umfeld der Nanhu-Straße haben sich mittlerweile 13 KI-Unternehmen angesiedelt.

Auch im europĂ€ischen Lebensmitteleinzelhandel greifen Ketten vermehrt auf Selbstbedienungssysteme zurĂŒck, um EinkĂ€ufe zu beschleunigen. So testet die Kette Billa das sogenannte Scan-&-Go-Verfahren in einem modernisierten Markt in der Bergmillergasse 7 in Wien-Penzing.

Kundinnen und Kunden können dort mit 30 bereitgestellten Handscannern Artikel wÀhrend des Rundgangs ohne vorherige Registrierung oder mobile App erfassen. Der Bezahlvorgang erfolgt nach dem Scannen eines QR-Codes an Expresskassen, wÀhrend klassische Kassen und Selbstbedienungsterminals weiterhin parallel bestehen.

Neben Wien-Penzing und einer weiteren Filiale in der Wiener Lassallestraße soll Ende Oktober 2026 ein Markt in Stockerau mit dem System ausgestattet werden. Fallen die RĂŒckmeldungen positiv aus, fasst das Unternehmen weitere Standorte ins Auge. Konzepte wie jenes in Rastatt-Plittersdorf reihen sich damit in eine breite Palette automatisierter Vertriebsformen ein.

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