RedHook, StormEncryptor

RedHook und StormEncryptor: Zwei neue Android-Trojaner greifen Bankkonten an

Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 00:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Hanois Polizei meldet zwei neue Schadprogramme: RedHook greift Android-Bankdaten an, StormEncryptor sperrt Dateien und verlangt Lösegeld.

Hanoi warnt vor RedHook und StormEncryptor auf Smartphones
Ein unbenutztes Smartphone auf einem dunklen Schreibtisch vor einer verschwommenen Bankfiliale. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Sicherheitsbehörden in Hanoi haben vor einer neuen Welle von Cyberangriffen gewarnt, die gezielt die Sicherheitsmechanismen beim Online-Banking untergraben. Im Fokus stehen dabei zwei neu entdeckte Schadprogramme, die in der Lage sind, eigenständig Finanztransaktionen einzuleiten und sensible Sicherheitscodes abzugreifen.

Diese Entwicklung stellt eine erhebliche Bedrohung für Nutzer mobiler Endgeräte dar, da herkömmliche Schutzmaßnahmen wie die Zwei-Faktor-Authentisierung durch die Schadsoftware umgangen werden können.

RedHook zielt auf Android-Nutzer und OTP-Verfahren

Eines der identifizierten Schadprogramme trägt die Bezeichnung RedHook. Nach Angaben der Polizei in Hanoi wurde diese Software Anfang August 2026 entdeckt. Die Analyse der Funktionalitäten ergab, dass RedHook speziell für das Betriebssystem Android entwickelt wurde. Das Programm zeichnet sich durch eine hohe Aggressivität bei der Manipulation von Bankprozessen aus.

Anzeige

Millionen Deutsche nutzen täglich Online-Banking per Smartphone – ohne diesen Schutz ist das gefährlich. Experten warnen: Wer diese 5 Maßnahmen nicht kennt, riskiert Datenverlust und finanzielle Schäden. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken

Die Schadsoftware ist darauf programmiert, Einmalpasswörter, sogenannte OTP-Codes (One-Time Password), abzufangen. Diese Codes werden üblicherweise von Banken per SMS oder über spezielle Apps versendet, um eine Transaktion zu autorisieren. RedHook stiehlt diese Informationen unbemerkt im Hintergrund.

Ein besonders kritisches Merkmal dieser Malware ist die Fähigkeit, eigenständig Banküberweisungen auf dem infizierten Gerät auszuführen. Damit entfällt die Notwendigkeit einer manuellen Bestätigung durch den rechtmäßigen Besitzer, was die Entdeckung des Betrugs deutlich erschwert.

Erpressung und Sicherheitslücken durch StormEncryptor

Zusätzlich zu den Angriffen auf Transaktionssysteme warnt die Behörde vor einem zweiten Schadprogramm namens StormEncryptor. Dieses wurde am 11. August 2026 identifiziert und folgt einem anderen Angriffsmuster. Während RedHook primär auf den direkten Diebstahl von Finanzmitteln setzt, fungiert StormEncryptor als Ransomware.

Das Programm verschlüsselt Daten auf den betroffenen Systemen und macht sie für die Nutzer unzugänglich. Im Anschluss fordern die Hintermänner die Zahlung eines Lösegelds für die Freigabe der Daten.

Anzeige

Regelmäßige Software-Updates allein reichen nicht aus, um Ihr Smartphone vor modernen Trojanern zu schützen. Welche fünf weiteren Schritte Experten jetzt empfehlen, erfahren Sie in diesem kostenlosen Leitfaden. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber herunterladen

Technisch nutzt die Software eine spezifische Sicherheitslücke aus, die unter der Kennung CVE-2026-18577 geführt wird. Durch diesen Exploit gelingt es den Angreifern, tiefgreifende Berechtigungen auf den Geräten zu erlangen und die Verschlüsselungsprozesse einzuleiten.

Empfohlene Schutzmaßnahmen bei Verdacht auf Infektion

Die Polizei in Hanoi betont die Notwendigkeit einer schnellen Reaktion im Falle einer vermuteten Kompromittierung. Sollten Nutzer Anzeichen für eine Infektion bemerken – etwa ungewöhnliche Aktivitäten in Banking-Apps oder den Verlust des Zugriffs auf Dateien –, empfiehlt die Behörde, sofort sämtliche Internetverbindungen des Geräts zu trennen.

Dieser Schritt sei essenziell, um die Kommunikation zwischen der Schadsoftware und den Kontrollservern der Angreifer zu unterbrechen und weitere automatisierte Aktionen zu verhindern.

Die Entdeckung von RedHook und StormEncryptor verdeutlicht die fortschreitende Professionalisierung der Cyberkriminalität. Die Kombination aus dem automatisierten Abgreifen von Autorisierungscodes und der Ausnutzung bekannter Sicherheitslücken wie CVE-2026-18577 stellt hohe Anforderungen an die Sicherheitsarchitektur mobiler Geräte und das Gefahrenbewusstsein der Anwender. Experten raten dazu, Betriebssysteme und Anwendungen stets auf dem neuesten Stand zu halten, um bekannte Schwachstellen zu schließen.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70011149 |