Refluxkrankheit, Senioren

Refluxkrankheit bei Senioren: Fexuprazan zeigt 95% Wirksamkeit

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 03:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Zwischenanalyse mit 630 Patienten bescheinigt Fexuprazan hohe Wirksamkeit bei Senioren und keine schwerwiegenden Arzneimittelreaktionen.

Daewoong: Fexuprazan zeigt Wirkung bei älteren Refluxpatienten
Ein heller, minimalistischer Behandlungsraum in einer geriatrischen Praxis mit sanftem Tageslicht und leeren Stühlen. Illustration mit AI erstellt.

Die Behandlung der gastroösophagealen Refluxkrankheit bei älteren Patienten gilt als besondere Herausforderung, da Begleiterkrankungen und Mehrfachmedikation das Risiko für Wechselwirkungen erhöhen.

Eine Zwischenanalyse einer Anwendungsbeobachtung (PMS-Studie) zum Wirkstoff Fexuprazan, vermarktet unter dem Namen Fexuclue durch Daewoong Pharmaceutical, liefert nun Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit dieser sogenannten P-CAB-Therapie speziell bei Senioren. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Gut and Liver veröffentlicht, wie medipana.com berichtete.

Studiendesign und Patientenpopulation

Der Zwischenanalyse von Daewoong Pharmaceutical lag eine Studienpopulation von 630 Patienten zugrunde. Darin waren 46,7 Prozent der Teilnehmer 65 Jahre oder älter, 14 Prozent sogar 75 Jahre oder älter. Diese Altersverteilung erlaubte es den Studienautoren, gezielt auf die Wirkung bei älteren Patientengruppen einzugehen, die in der klinischen Praxis häufig unterrepräsentiert sind.

Besonders relevant für die Bewertung der Therapie bei Senioren: Laut der Analyse von Daewoong Pharmaceutical wiesen 71,1 Prozent der Patienten mindestens eine Komorbidität auf, 78,6 Prozent erhielten eine Polypharmazie, also die gleichzeitige Einnahme mehrerer Medikamente. Diese hohe Rate an Mehrfacherkrankungen und Mehrfachmedikation macht die Studienpopulation zu einem realitätsnahen Abbild der älteren Patienten, wie sie in Hausarzt- und Facharztpraxen tatsächlich behandelt werden.

Die Patienten erhielten Fexuprazan in einer Dosierung von 40 mg über einen Zeitraum von 4 bis 8 Wochen.

Wirksamkeit über alle Altersgruppen hinweg

Nach Angaben von Daewoong Pharmaceutical zeigten in der Gesamtpopulation 95,75 Prozent der Patienten eine Symptomverbesserung. Bei Patienten ab 65 Jahren lag die Rate mit 95,32 Prozent nahezu auf demselben Niveau. Dieser geringe Unterschied deutet darauf hin, dass die Wirksamkeit der Therapie bei älteren Patienten trotz höherer Komorbiditätslast nicht wesentlich hinter der jüngerer Patienten zurückbleibt.

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Als objektivierbaren Wirksamkeitsindikator führte die Analyse den GERD-HRQL-Score an, ein Instrument zur Erfassung der reflux-bezogenen Lebensqualität. Dieser Score verbesserte sich laut Daewoong Pharmaceutical im Studienverlauf von 13,3 auf 3,0 – ein statistisch signifikanter Unterschied (p<0,05).

Ein niedrigerer Wert auf dieser Skala steht für eine geringere Symptomlast, sodass der Rückgang auf eine deutliche subjektive Verbesserung der Beschwerden hinweist.

Sicherheitsprofil bei vorbelasteten Patienten

Angesichts der hohen Rate an Komorbiditäten und Polypharmazie in der Studienpopulation kommt dem Sicherheitsprofil besondere Bedeutung zu. Laut der Zwischenanalyse von Daewoong Pharmaceutical traten keine schwerwiegenden unerwünschten Arzneimittelreaktionen auf. Die Gesamtrate unerwünschter Arzneimittelreaktionen lag bei 2,38 Prozent.

Einordnung

Die vorgelegten Zahlen stammen aus einer Zwischenanalyse einer laufenden Anwendungsbeobachtung und nicht aus einer randomisiert-kontrollierten Studie im klassischen Sinne.

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Dennoch liefern sie für die Versorgungspraxis relevante Hinweise: Gerade bei älteren Patienten mit mehreren Vorerkrankungen und komplexer Medikation ist die Frage nach Wirksamkeit und Verträglichkeit neuerer Wirkstoffklassen wie der P-CABs (potassium-competitive acid blockers) von hoher praktischer Relevanz.

Die von Daewoong Pharmaceutical vorgelegten Daten zu Fexuprazan sprechen nach aktuellem Stand für eine vergleichbare Wirksamkeit bei jüngeren und älteren Patienten sowie für ein Sicherheitsprofil ohne schwerwiegende Zwischenfälle in der untersuchten Population.

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