Reisebetrug: Kaspersky warnt vor KI-gefÀlschten Mobilfunk-Seiten
Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 11:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Sicherheitsexperten schlagen Alarm: Kriminelle nutzen KI, um tĂ€uschend echte Kopien von Telekommunikationsseiten zu erstellen. Ihr Ziel: Reisende, die kurzfristig mobile Datentarife oder eSIM-Karten fĂŒr den Urlaub kaufen wollen.
KI macht Betrug perfekt
Wie das Sicherheitsunternehmen Kaspersky in einer aktuellen Analyse mitteilt, imitieren die TĂ€ter die Webauftritte bekannter Provider. Sie wollen Telefonnummern, Adressen und vor allem Kreditkartendaten abgreifen. Besonders in der Hauptreisesaison steigt die Zahl solcher Angriffe â viele Urlauber suchen dann nach gĂŒnstigen Datenoptionen fĂŒrs Ausland.
Die Masche beschrĂ€nkt sich nicht auf gefĂ€lschte Webseiten. BetrĂŒger schalten auch Werbebanner in sozialen Netzwerken, die mit ungewöhnlich niedrigen Preisen locken. In manchen FĂ€llen kontaktieren sie Opfer sogar ĂŒber kompromittierte Buchungsplattform-Konten oder per WhatsApp â und nutzen dabei korrekte Buchungsdaten, um seriös zu wirken.
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Deutschland im Visier der Cyberkriminellen
Die Warnungen passen zu alarmierenden Marktzahlen. Der Gen Threat Report fĂŒr das erste Halbjahr 2026 zeigt: Der Betrug in deutschen Online-Shops ist um 134 Prozent gestiegen. Auch andere Bereiche legten massiv zu: Dropper-Verbreitung (+160 Prozent), Trojaner (+145 Prozent) und Phishing-Versuche (+47 Prozent).
Weltweit blockierten Sicherheitsforscher rund 114 Millionen Angriffe ĂŒber gefĂ€lschte Online-Shops. Deutschland liegt mit 2,3 Millionen abgewehrten VorfĂ€llen auf Platz drei der globalen Statistik zum Tech-Support-Betrug.
Auch Vignetten-KĂ€ufer in Gefahr
Nicht nur Mobilfunkkunden sind betroffen. Die Polizei Trostberg warnte am 23. Juli vor betrĂŒgerischen Shops fĂŒr Autobahnvignetten. Die Masche: Angebote zum halben Preis als Lockmittel. Opfer erhalten nach der Zahlung wertlose Dokumente oder gar nichts â und merken es oft erst bei der Mautkontrolle.
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So schĂŒtzen Sie sich
Sicherheitsexperten und Behörden raten zu erhöhter Vorsicht:
- Offizielle Apps nutzen: eSIM-Profile und Datentarife direkt ĂŒber die Apps der Mobilfunkanbieter aus den App-Stores kaufen
- Adressen manuell eingeben: URLs bekannter Anbieter wie der ASFINAG in die Browser-Adresszeile tippen â nicht auf Werbelinks klicken
- Skepsis bei Niedrigpreisen: Stark verbilligte Angebote sind oft ein Betrugsindikator
- Sicherheitssoftware einsetzen: Aktuelle Lösungen auf mobilen GerÀten erkennen und blockieren bekannte Phishing-Seiten
Wer bereits Opfer wurde, sollte sofort die Zahlungskarten sperren, die Korrespondenz sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten.
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