RemoveMacAI: Open-Source-Tool soll Apple Intelligence auf Macs stoppen
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 05:55 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Auf Macs mit Apple-Silicon-Prozessoren beanspruchen die integrierten KI-Funktionen von Apple Intelligence zunehmend lokalen Speicherplatz. Da Apple in neueren Systemversionen keine einfachen Optionen zur Abschaltung mehr anbietet, greifen Anwender vermehrt zu alternativen Lösungen, um Speicherressourcen freizugeben. Ein quelloffenes Programm namens RemoveMacAI rückt dabei in den Mittelpunkt der Betatze um Systemkontrolle und Speicherverwaltung.
Funktionsweise und Eingriffe von RemoveMacAI
Das unter der MIT-Lizenz veröffentlichte Open-Source-Werkzeug RemoveMacAI zielt darauf ab, Apple-Intelligence-Funktionen auf Apple-Silicon-Rechnern zu deaktivieren. Die Software entfernt bereits heruntergeladene KI-Modelle über Apples internen Asset-Service und richtet ein Konfigurationsprofil ein, das erneute Downloads verhindern soll.
Die erste Veröffentlichung des Projekts fand am 29. September 2026 statt; Entwickler Om Lahore stellte zudem die Version 0.2.4 bereit. Nach Angaben des Entwicklers belief sich die Größe der entfernbaren Modelle auf seinem eigenen Mac auf rund 12 GB, wobei eine unabhängige Messung dieser Ersparnis bisher nicht vorliegt.
Zu den blockierten Komponenten zählen unter anderem die KI-Funktionen von Siri, Writing Tools, Genmoji, Image Playground, die ChatGPT-Integration sowie Zusammenfassungen. Ebenfalls betroffen sind Photos Clean Up, Spatial-Photos-Modelle und die Codevervollständigung in Xcode. Die herkömmliche Diktierfunktion bleibt laut Lahore weiterhin einsatzfähig.
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Um die Änderungen rückgängig zu machen, bietet das Tool einen Wiederherstellungsbefehl, und auch das manuelle Löschen des Konfigurationsprofils soll die Standardeinstellungen wiederherstellen. Die System Integrity Protection (SIP) bleibt während des Vorgangs aktiviert, allerdings kann macOS die Freigabe des Festplattenspeichers zeitlich verzögert anzeigen.
Hinsichtlich der Systemkompatibilität bestehen derzeit widersprüchliche Angaben: Während die Dokumentation macOS 27 als unterstützt aufführt, akzeptieren der Programmcode und die Versionshinweise teilweise macOS 26.
Wachsender Speicherbedarf und Reaktionen von Nutzern
Der Bedarf an lokalem Speicher für KI-Dienste ist seit der Einführung von Apple Intelligence im Jahr 2024 unter macOS Sequoia 15.1 kontinuierlich gewachsen. Apple nannte damals einen Richtwert von ungefähr 7 GB.
Für macOS 26 bezifferte das Unternehmen den Bedarf ebenfalls auf bis zu 7 GB. Unter macOS 27 stieg dieser Wert auf neueren Macs mit M3-Chip oder neuer und mindestens 12 GB Unified Memory auf bis zu 14 GB. Für andere kompatible Modelle gibt Apple bis zu 8 GB an.
In der Praxis weichen die Belegungen jedoch häufig von diesen Richtwerten ab, ohne dass Apple die Diskrepanzen öffentlich erklärt. Ein Berichterstatter von The Verge stellte auf einem MacBook Air eine Speicherbelegung von 35,05 GB für Apple Intelligence fest. Bereits am 23. September 2026 meldete MacRumors einen Wert von 20,67 GB auf einem Mac mini mit M4 Pro.
Bei Messungen von Ars Technica wurden laut MacRumors 22,42 GB auf einem MacBook Air mit M3-Chip und etwa 14 GB auf einem M1-Modell ermittelt. In Internetforen wie Reddit berichteten Anwender sogar von mehr als 30 GB. Nach dem Einsatz von RemoveMacAI gaben einzelne Nutzer an, über 20 GB Speicherplatz zurückgewonnen zu haben.
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Risiken inoffizieller Systemeingriffe
Zusätzliche Brisanz erhält das Thema durch Eingriffe in die Benutzeroberfläche: Laut MacRumors entfernte Apple mit macOS 27 Golden Gate den regulären Schalter zur Deaktivierung von Apple Intelligence.
Da Apple den exakten Speicherbedarf nicht detailliert aufschlüsselt, birgt der Einsatz von Drittanbieter-Skripten jedoch Risiken. Das Tool RemoveMacAI stammt nicht von Apple und könnte durch künftige Betriebssystem-Updates in seiner Funktion beeinträchtigt werden.
Fachpublikationen verweisen darauf, dass Apple die genutzten Restriktionsschlüssel jederzeit modifizieren könnte, und raten dazu, den Quellcode vor der Ausführung genau zu prüfen. Auch sollten Nutzer davon absehen, nicht eindeutig identifizierte Systemdateien manuell zu löschen.
Mehr zum Thema bei The Verge: „An open-source tool lets you delete 12GB of Apple Intelligence data on macOS“
