Resilienz, PERMA-Modell

Resilienz: PERMA-Modell stÀrkt psychische Widerstandskraft systematisch

Veröffentlicht am: 23.08.2026 um 15:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das PERMA-Modell von Seligman bietet einen strukturierten Ansatz zur Resilienzsteigerung. Studien belegen Wirksamkeit auch bei Hochbelastungsgruppen wie MilitÀrkadern.

PERMA-Modell: FĂŒnf SĂ€ulen zur StĂ€rkung der psychischen Resilienz im Berufsalltag
Eine Person sitzt nachdenklich in einem sonnendurchfluteten Raum und blickt aus dem Fenster, was innere Ruhe symbolisiert. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der psychischen Widerstandskraft hat in den vergangenen Jahren Konzepte hervorgebracht, die über die reine Krisenbewältigung hinausgehen.

Ein zentraler Ansatz in diesem Bereich ist das im Jahr 2011 von Martin Seligman entwickelte PERMA-Modell. Es fungiert als strukturierter Fünf-Schritte-Plan, der darauf abzielt, die persönliche Resilienz im Alltag aktiv zu festigen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.

Die fünf Säulen der mentalen Widerstandsfähigkeit

Das Akronym PERMA beschreibt fünf wesentliche Bereiche, die laut dem Modell für eine stabile psychische Verfassung und ein erfülltes Leben verantwortlich sind. Eine Psychologin erläutert in diesem Zusammenhang, dass die gezielte Arbeit an diesen Säulen dazu beitragen kann, die eigene Belastbarkeit gegenüber externen Stressfaktoren zu erhöhen.

Die erste Säule umfasst positive Emotionen (Positive Emotions). Hierbei geht es nicht um eine dauerhafte Euphorie, sondern um die bewusste Wahrnehmung und Kultivierung von Gefühlen wie Dankbarkeit, Hoffnung oder Zuversicht.

Die zweite Säule, das Engagement, beschreibt den Zustand des völligen Aufgehens in einer Tätigkeit, oft auch als Flow-Zustand bezeichnet. Dies wird erreicht, wenn die eigenen Fähigkeiten und die Anforderungen einer Aufgabe in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.

Als dritter Faktor werden zwischenmenschliche Beziehungen (Relationships) definiert. Tragfähige soziale Bindungen und das Gefühl der Zugehörigkeit gelten als wesentliche Schutzfaktoren für die psychische Gesundheit. Die vierte Säule betrifft die Sinnhaftigkeit (Meaning).

Die Einordnung des eigenen Handelns in einen größeren Kontext oder das Verfolgen von Zielen, die über die eigenen Bedürfnisse hinausgehen, stärke die innere Stabilität. Die fünfte Säule ist das Erreichen von Zielen (Accomplishment). Das Erleben von Selbstwirksamkeit durch erfolgreich abgeschlossene Vorhaben und die Anerkennung der eigenen Leistungen bilden den Abschluss des Modells.

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Praktische Anwendung und Potenzial in Hochbelastungssituationen

Die Umsetzung des PERMA-Modells erfordert eine aktive Auseinandersetzung mit den eigenen Lebensumständen. Experten raten dazu, konkrete Tipps zur Stärkung der einzelnen Säulen in den Alltag zu integrieren, um langfristige Effekte zu erzielen. Dass solche Ansätze zur Resilienzsteigerung messbare Erfolge erzielen können, verdeutlichen auch Untersuchungen im beruflichen Kontext.

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Berufsgruppen, die regelmäßig hohen Belastungen ausgesetzt sind. Eine Studie der ETH Zürich untersuchte in diesem Rahmen die Resilienz von Offiziersanwärtern. Die Ergebnisse der Forscher zeigen auf, dass insbesondere beim Militärkader ein deutliches Potenzial zur Steigerung der Resilienz gegeben ist.

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Die Analyse des Resilienztrainings für diese Zielgruppe verdeutlicht, dass strukturierte Förderprogramme die Fähigkeit verbessern können, auch unter extremen Bedingungen handlungsfähig und psychisch stabil zu bleiben.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Resilienz keine statische Eigenschaft ist, sondern durch gezielte Interventionen und die Anwendung psychologischer Modelle wie dem PERMA-Ansatz systematisch ausgebaut werden kann. Dies gewinnt vor allem in einer Arbeitswelt an Bedeutung, die durch zunehmende Komplexität und psychische Anforderungen geprägt ist.

Die Integration dieser fünf Säulen in das persönliche und berufliche Umfeld bietet somit eine fundierte Basis für eine präventive Gesundheitsförderung.

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