Rheumatoide, Arthritis

Rheumatoide Arthritis: Typ-II-Kollagen lindert Gelenkschmerzen

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 23:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Typ-II-Kollagen lindert Rheuma-Beschwerden, während Biologika neue Autoimmunrisiken bergen. Aktuelle Forschungsergebnisse zu PRP und Zelltherapie bei Kniearthrose.

Rheuma-Therapie: Neue Studien zu Kollagen, Biologika und Kniearthrose
Medizinische Laborumgebung mit natürlichen Extrakten und mikroskopischen Strukturen zur Erforschung von Gelenkerkrankungen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Behandlung von rheumatoider Arthritis entwickelt sich stetig weiter. Forscher untersuchen sowohl natürliche Substanzen als auch die Risiken moderner Medikamente.

Typ-II-Kollagen: Hühnerbrust gegen Gelenkschmerzen?

Klinische Studien belegen: Eine tägliche Supplementierung mit Typ-II-Kollagen aus Hühnerbrust kann die Beschwerden von Rheuma-Patienten lindern. Der genaue Wirkmechanismus ist allerdings noch unklar.

Auch Kombinationen aus der Pflanzenheilkunde rücken in den Fokus. Eine Studie von 2022 untersuchte Kurkuma und Ingwer gemeinsam. Beide Substanzen wirken entzündungshemmend und antioxidativ. Die Kombination zeigt synergistische Effekte, die über die Einzelwirkung hinausgehen. Curcumin soll nicht nur schmerzlindernd wirken, sondern auch Blutzucker und Blutdruck regulieren. Fachleute warnen jedoch: Bei hohen Dosierungen drohen Wechselwirkungen mit Blutgerinnungs- oder Diabetes-Medikamenten.

Ein klares Nein gibt es dagegen für Kollagendrinks in der Kosmetik. Die Verbraucherzentrale Berlin stellte im Juli 2026 klar: Für Werbeversprechen zu Hautglättung oder Faltenreduktion gibt es keine belastbaren Belege.

Biologika und neue Autoimmunrisiken

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Neben pflanzlichen Ansätzen bleiben Immunsuppressiva und Biologika die tragende Säule der Rheuma-Therapie. Zu den aktuellen Optionen zählen Tocilizumab (Tyenne), Abatacept (Orencia) und Leflunomid.

Eine im Juli 2026 in ACR Open Rheumatology veröffentlichte Studie liefert neue Erkenntnisse zu Antidiabetika. DPP-4-Inhibitoren zeigen im Vergleich zu GLP-1-Rezeptoragonisten ein niedrigeres Risiko für Psoriasis-Arthritis und autoimmune Thyreoiditis. Dafür steigt das Risiko für Riesenzellarteriitis oder bullöses Pemphigoid. Zwischen GLP-1-Rezeptoragonisten und SGLT-2-Inhibitoren fanden die Forscher keine signifikanten Unterschiede.

Kniearthrose: PRP hilft, Zelltherapie enttäuscht

Bei Kniearthrose zeigen aktuelle Studien unterschiedliche Erfolge. Plättchenreiches Plasma (PRP) senkte die Schmerzwerte über drei Monate signifikant. Auch Polyacrylamid-Hydrogele führten bei den meisten Patienten zu deutlicher Besserung.

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Einen Rückschlag gab es für das Zelltherapeutikum TG-C. Der Hersteller Kolon TissueGene teilte im Juli 2026 mit: Eine Phase-3-Studie verfehlte ihre primären Endpunkte zur Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung. Trotz hoher Sicherheit war der Unterschied zur Placebogruppe statistisch nicht signifikant. Ergebnisse einer Parallelstudie werden für Herbst 2026 erwartet.

Neben neuen Therapien bleiben Lebensstilfaktoren entscheidend. Eine Studie mit US-Veteranen in Arthritis Care & Research unterstrich den Zusammenhang zwischen Gebrechlichkeit, Rauchen und erhöhtem Frakturrisiko. Bei Rheuma-Patienten empfehlen Fachleute zudem regelmäßige Screenings auf Begleiterkrankungen wie interstitielle Lungenerkrankungen.

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