RobCo wird zum Einhorn: Bewertung steigt auf mehr als 1 Milliarde Dollar
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 03:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das MĂŒnchner Industrierobotik-Startup RobCo hat eine Bewertung von mehr als 1 Milliarde US-Dollar erreicht und damit seinen Marktwert innerhalb von neun Monaten verdoppelt. Wie aus Berichten vom 5. Oktober 2026 hervorgeht, stieg das Unternehmen damit zum sogenannten Einhorn auf. Die Neubewertung, die umgerechnet 892,4 Millionen Euro entspricht, geht auf einen SekundĂ€rverkauf von Unternehmensanteilen zurĂŒck.
SekundÀrmarkt-Transaktion und neue Geldgeber
Die Transaktion umfasste einen Aktienverkauf in Höhe von 40 Millionen US-Dollar, der sich ĂŒberwiegend aus Anteilen aktueller sowie ehemaliger Mitarbeiter zusammensetzte. Insgesamt belĂ€uft sich das von RobCo aufgenommene Kapital damit auf fast 200 Millionen US-Dollar.
Das 2020 aus Forschern der Technischen UniversitĂ€t MĂŒnchen hervorgegangene Unternehmen wurde von Roman Hölzl, Maroldt und Dresel gegrĂŒndet. Neben bestehenden Kapitalgebern wie Sequoia, Lightspeed, Greenfield, Kindred, Lingotto, Promus Ventures und dem VW-finanzierten Investor Leitmotif schlossen sich im Zuge der Transaktion weitere Geldgeber an.
Neu investiert haben Cherry Ventures sowie das European Tech Collective, zu dem unter anderem die GrĂŒnder des Sicherheitsunternehmens Wiz und der Zahlungsdienstleister Adyen gehören. Luciana Lixandru von Sequoia erklĂ€rte in diesem Zusammenhang, KĂŒnstliche Intelligenz solle kĂŒnftig in der physischen Welt eigenstĂ€ndig handeln.
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US-PrÀsenz wÀchst bei starker europÀischer Basis
Parallel zur jĂŒngsten Transaktion vollzieht das Unternehmen operative VerĂ€nderungen an der FĂŒhrungsspitze: Firmenchef Roman Hölzl ist in die USA umgezogen, um die dortigen AktivitĂ€ten weiter voranzutreiben. Trotz der internationalen Schritte entfallen derzeit rund 70 Prozent des operativen GeschĂ€fts auf Europa.
Die US-Expansion lÀuft seit 2025. Inzwischen betreut RobCo Kunden in mehr als 12 US-Bundesstaaten, unterhÀlt eine Fertigung und Montage in Austin im Bundesstaat Texas und betreibt ein eigenes Forschungslabor in San Francisco. Das Unternehmen setzt auf das Modell Robotics-as-a-Service und hat bereits mehr als 1.000 Roboter verkauft. Zu den Kunden des Startups zÀhlt unter anderem der Automobilhersteller BMW.
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Modulare Robotik und Ausblick auf 2027
Das Produktangebot von RobCo stĂŒtzt sich auf modulare Industrielösungen, darunter der Roboter XL, der Lasten von bis zu 88 Pfund heben und ĂŒber eine Reichweite von mehr als 8 FuĂ agieren kann. Softwareseitig entwickelt das Startup die KI-Engine RobVision sowie die Steuerungstools RobFlow und RobCo Studio.
Zudem arbeitet RobCo an seinem Flaggschiffmodell Alfie, einem zweiarmigen, mobilen und autonomen Industrieroboter. Ein Prototyp des Systems ist bereits bei mehreren Kunden installiert und im Einsatz. Der offizielle kommerzielle Launch von Alfie soll am 4. MĂ€rz 2027 im Rahmen des RobCoN-Summits in MĂŒnchen stattfinden.
