Robotaxis, Philadelphia

Robotaxis in Philadelphia: Entwurf sieht 1 Dollar oder 5 Prozent Abgabe vor

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 00:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Stadtratsentwurf sieht Gebühren für autonome Fahrten und Lieferungen vor; die Einnahmen sollen kostenlose SEPTA-Angebote finanzieren.
Eine ruhige, historische Straße mit Backsteinhäusern in Philadelphia während der goldenen Stunde. Illustration mit AI erstellt.

Im Stadtrat von Philadelphia steht eine neue Regulierung für automatisierte Mobilitätsdienste zur Debatte. Ratsmitglied Jim Harrity brachte eine Gesetzesinitiative ein, die eine gezielte Besteuerung von Unternehmen vorsieht, welche autonome Lieferroboter und fahrerlose Taxis einsetzen. Der Entwurf wurde an den zuständigen Ausschuss überwiesen, wo nun die detaillierten Anhörungen beginnen.

Vorgesehene Tarife für Robotaxis und Lieferdienste

Die Vorlage sieht gestaffelte Abgaben für verschiedene Formen autonomer Fahrzeuge im Stadtgebiet vor. Für Fahrten mit sogenannten Robotaxis soll künftig entweder ein Betrag von 1 US-Dollar pro Fahrt oder ein Satz von 5 Prozent der Fahrtkosten anfallen – maßgeblich ist dabei der jeweils höhere Wert.

Für automatisierte Lieferroboter, die auf Gehwegen verkehren, sieht der Entwurf eine Gebühr von 50 Cent pro Zustellung oder alternativ 5 Prozent der Gesamtkosten vor.

Zusätzlich beinhaltet das Gesetzesvorhaben eine dreiprozentige Steuer auf autonome Frachtfahrzeuge, die auf den Straßen Philadelphias unterwegs sind. Harrity wies darauf hin, dass die exakten Gebührensätze während der anstehenden Beratungen im Ausschuss noch angepasst werden könnten.

Der regulatorische Rahmen fasst den Anwendungsbereich weit: Erfasst werden neben Gehweg-Robotern und fahrerlosen Fahrzeugen auch automatisierte Shuttles sowie der fahrerlose Güterverkehr. Die Steuerpflicht würde Eigentümer, Betreiber und gewerbliche Verkäufer der entsprechenden Dienste betreffen, einschließlich der vermittelnden Plattformen und Apps. Eine Ausnahme ist ausschließlich für rein interne Automatisierungsprozesse vorgesehen.

Finanzierung von Sozialtarifen und Schutz von Arbeitsplätzen

Hintergrund der Initiative sind Befürchtungen über Einnahmeausfälle bei der kommunalen Lohnsteuer sowie der Steuer auf Unternehmenserträge und -einnahmen, wenn menschliche Arbeitskräfte durch automatisierte Systeme ersetzt werden.

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Der Entwurf aus dem Stadtrat staffelt die Abgaben fein: 1 Dollar oder 5 Prozent pro Robotaxi-Fahrt, 50 Cent oder 5 Prozent pro Roboterzustellung, 3 Prozent auf autonome Fracht — und die Sätze können in den Ausschussanhörungen noch verschoben werden. Wer seine Flottenkalkulation heute auf diese Bandbreite einstellt, verhandelt später aus einer Position der Stärke. Kostenmodell und Compliance-Fahrplan jetzt anfordern

Harrity erklärte hierzu, im Kern gehe es dem Vorhaben nicht um reine Steuererhebung, sondern um den Erhalt von Arbeitsplätzen. Werde für die Dienstleistung eine Person eingestellt, entfalle die entsprechende Abgabe. Konkrete Zahlen zu den erwarteten Einnahmen konnte der Initiator bislang jedoch nicht beziffern.

Die generierten Erlöse sollen nach den Plänen des Stadtrats zweckgebunden verwendet werden. Vorgesehen ist die dauerhafte Finanzierung des sogenannten Zero-Fare-Programms.

Dieses Projekt ermöglicht Menschen mit geringem Einkommen kostenlose Fahrten beziehungsweise Pässe für das Verkehrsnetz der Nahverkehrsgesellschaft SEPTA. Bislang verfügt die Initiative über keine gesicherte, dauerhafte Finanzierungsgrundlage und soll im kommenden Haushalt fest verankert werden.

Inkrafttreten für 2028 avisiert

Nach dem derzeitigen Zeitplan ist ein Inkrafttreten der Regelungen für Januar 2028 vorgesehen. Vor einem Start müssten sich die entsprechenden Betreiber bei der Stadt registrieren und künftig vierteljährlich Bericht über ihre Fahrten und Lieferungen erstatten.

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Registrierung bei der Stadt, vierteljährliche Berichte über jede Fahrt und jede Zustellung — diese Pflichten treffen Eigentümer, Betreiber und vermittelnde Plattformen gleichermaßen, avisiert für Januar 2028. Dieser Leitfaden führt Sie Schritt für Schritt durch die Berichtspflichten, bevor die ersten Fristen greifen. Compliance-Fahrplan 2028 jetzt sichern

Die Debatte um Abgaben auf Mobilitätsdienste ist im Stadtrat von Philadelphia nicht neu: Im Frühjahr 2026 hatte das Gremium einen Vorschlag abgelehnt, der eine Steuer von 1 US-Dollar pro Fahrt auf konventionelle Fahrdienste mit menschlichen Fahrerinnen und Fahrern vorgesehen hatte.

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