Robotaxis, Shenzhen

Robotaxis in Shenzhen: Ab 1. Juli fahren erste autonome Taxis kommerziell

29.06.2026 - 23:39:49 | boerse-global.de

Volkswagen trennt sich von Bosch bei autonomen Fahrsystemen. Ein neuer Technologiepartner soll im dritten Quartal 2026 präsentiert werden.

VW beendet Milliarden-Projekt mit Bosch: Neuer Partner gesucht
Robotaxis - Futuristisches selbstfahrendes Auto auf einer Autobahn in der Dämmerung, mit digitalen Interface-Elementen über der Szene. 29.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ein neuer Partner soll bis September gefunden sein.

Volkswagen zieht die Reißleine: Der Konzern beendet seine milliardenschwere Zusammenarbeit mit Bosch bei autonomen Fahrsystemen. Rund 1,5 Milliarden Euro hatte VW in das Gemeinschaftsprojekt gesteckt – doch die Ergebnisse enttäuschen. Die entwickelte Technologie gilt Branchenkreisen zufolge als nicht konkurrenzfähig.

Neuanfang im September

Die Wolfsburger wollen noch im dritten Quartal 2026 einen neuen Technologiepartner präsentieren. Der Schritt ist Teil einer grundlegenden Neuausrichtung. Traditionelle Autobauer wie VW suchen zunehmend das Bündnis mit agilen Software-Schmieden, um im Wettlauf mit spezialisierten Start-ups und den Tech-Giganten aus dem Silicon Valley nicht den Anschluss zu verlieren.

Tesla legt nach – und kassiert Rückenwind

Während die deutschen Hersteller umdenken, treibt Tesla die Entwicklung weiter voran. Am heutigen Montag veröffentlichte der US-Konzern die Version FSD v14 Lite für Fahrzeuge mit der älteren Hardware-Generation AI3. Das Update bringt Funktionen der leistungsstärkeren AI4-Systeme auf ältere Modelle – darunter das Anfahren aus dem Parkzustand sowie neue Park- und Ankunftsoptionen.

Parallel bereitet Tesla den Marktstart des Cybercab vor. Der Zweckbau kommt ohne Lenkrad und Pedale aus – er ist für das autonome Fahren der Stufe 4 (SAE) konzipiert. In Las Vegas entsteht derzeit eine spezielle Service-Station mit Waschanlage und Reifenservice für die künftige Flotte.

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An der Börse gab es gute Nachrichten: Die Tesla-Aktie legte am Montag um 6,26 Prozent zu. Grund war die Einstellung einer Untersuchung der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA zu Lenkungsproblemen an über 376.000 Fahrzeugen. Analysten hoben zudem ihre Auslieferungsprognosen für das zweite Quartal auf über 406.000 Einheiten an.

Doch die Schattenseite bleibt: Die NHTSA prüft derzeit einen tödlichen Unfall in Texas. Die Behörde will klären, ob zum Zeitpunkt des Unglücks autonome Systeme aktiv waren.

Neue Allianzen fordern die Spitze heraus

Während Volkswagen sich von Bosch trennt, schmieden andere neue Bündnisse. Das britische Start-up Wayve kündigte eine Partnerschaft mit Stellantis und Uber an. Ziel ist die globale Entwicklung und Einführung von Robotaxis der Stufe 4. Das Bündnis positioniert sich damit als ernstzunehmender Herausforderer von Tesla und Waymo.

Bereits im Frühjahr 2026 hatte Mobileye für 900 Millionen US-Dollar das Unternehmen Mentee Robotics übernommen. Der Deal, der von Intel abgesegnet wurde, zielt auf Synergien zwischen autonomem Fahren und humanoider Robotik ab. Erste Industrieroboter sollen bis 2028 auf den Markt kommen.

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Shenzhen öffnet den Markt für Robotaxis

Auch die regulatorischen Weichen stellen sich neu – vor allem in China. Ab dem 1. Juli 2026 erlaubt die Tech-Metropole Shenzhen den kommerziellen Betrieb von Robotaxis. Die Entscheidung dürfte den lokalen Verkehrsmarkt massiv verändern. Rund 400.000 Taxi- und Fahrdienstfahrer sind dort aktuell unterwegs – im Schnitt absolvieren sie 13 Fahrten pro Tag.

Anleger beobachten die Entwicklung genau. Besonders Zulieferer von Sensoren und Automatisierungskomponenten könnten von der Öffnung profitieren. Die Kehrseite: Die wirtschaftliche Existenz Tausender Fahrer gerät zunehmend unter Druck.

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