Robotaxis, US-Behörde

Robotaxis: US-Behörde fordert Lösungen bis Ende Juli

Veröffentlicht: 19.07.2026 um 03:00 Uhr, Redaktion boerse-global.de

NHTSA fordert von Herstellern autonomer Fahrzeuge bis Monatsende konkrete Lösungen für Sicherheitsprobleme im Einsatz.

US-Behörden erhöhen Druck auf Robotaxi-Hersteller nach Pannenserie
Ein Waymo-Robotaxi auf einer nächtlichen Stadtstraße, mit Blaulicht eines Einsatzfahrzeugs im Hintergrund, symbolisiert Behinderung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) forderte die Unternehmen im Juli 2026 auf, bis Monatsende konkrete Lösungen für die Gefahren durch Robotaxis im Einsatz vorzulegen – andernfalls drohen Zwangsmaßnahmen.

Feuerwehr blockiert, Krankenwagen behindert: Das Protokoll der Pannen

Die Bundesbehörde hat ein wiederkehrendes Muster identifiziert: Autonome Fahrzeuge fahren in aktive Einsatzstellen, blockieren Feuerwehrschläuche und ignorieren Absperrungen. Ein besonders schwerwiegender Fall ereignete sich im März 2026 in Austin: Ein Waymo-Fahrzeug versperrte einem Krankenwagen während eines Amoklaufs den Weg.

NHTSA-Direktor Jonathan Morrison machte deutlich, dass das aktuelle Verhalten der Fahrzeuge an Einsatzorten „inakzeptabel" sei. Besondere Sorge bereitet den Behörden die nächste Fahrzeuggeneration – Robotaxis ohne Lenkrad, die für Rettungskräfte keine manuelle Übersteuerung mehr ermöglichen. Parallel arbeitet die NHTSA an neuen Sicherheitsstandards und Verhaltensanforderungen für autonome Fahrzeuge.

San Francisco: Chaos am Unabhängigkeitstag

Die lokalen Behörden in San Francisco schlagen ebenfalls Alarm. Bürgermeister Daniel Lurie forderte am 17. Juli in einem Brief an die kalifornische Verkehrsministerin neue Standards für autonome Fahrzeuge. Auslöser war ein Verkehrsinfarkt am 4. Juli: Über 100.000 Besucher feierten den Unabhängigkeitstag, während Waymo-Fahrzeuge die Straßen blockierten. Die städtische Einsatzleitung berichtete, dass einige Robotaxis die Batterie entluden und abgeschleppt werden mussten – Passagiere saßen in den frühen Morgenstunden fest.

Anzeige

Die rasanten Entwicklungen im Bereich der autonomen Mobilität zeigen, wie wichtig klare Regeln für neue Technologien sind. Welche konkreten Pflichten und Risikoklassen die EU-KI-Verordnung für Unternehmen vorgibt, erfahren Sie in diesem kompakten Leitfaden. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt

Einen Tag später, am 18. Juli, pausierte Waymo seinen Dienst in San Francisco für etwa eine Stunde. Grund war ein Stromausfall des Versorgers PG&E, der rund 9.400 Kunden in den Bezirken Richmond District und Presidio betraf. Da die Ampeln ausgefallen waren, wollte Waymo eine Wiederholung des Desasters vom Dezember 2025 vermeiden, als bei einem Blackout fast 1.600 Fahrzeuge liegen geblieben waren.

Rückrufaktion: Software-Probleme auf der Baustelle

Waymo leitete kürzlich einen Rückruf von rund 3.900 Robotaxis ein. Grund sind Software-Probleme im Umgang mit Baustellen. Das Sicherheitskomitee des Unternehmens handelte, nachdem über ein Dutzend Vorfälle dokumentiert worden waren, bei denen die Software Baustellenmarkierungen nicht korrekt interpretierte.

Auch andere Hersteller kämpfen mit technischen Hürden. Zoox rief im Juni 2026 eine Software auf 105 Fahrzeugen zurück. Auslöser war ein Vorfall in Las Vegas, bei dem ein Fahrzeug in eine verrauchte Einsatzstelle fuhr – ein Operator musste aus der Ferne eingreifen und den Wagen rückwärts aus der Gefahrenzone manövrieren.

Anzeige

Nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch in der digitalen Infrastruktur von Unternehmen stellen neue KI-Systeme die Compliance vor große Herausforderungen. Dieser kostenlose Report klärt auf, welche rechtlichen Pflichten und Hochrisiko-Einstufungen Sie jetzt kennen müssen, um rechtssicher zu agieren. Welche KI-Systeme gelten als Hochrisiko – und was müssen Unternehmen jetzt konkret tun?

Expansionsstopp: New York und London machen dicht

Waymo feierte zwar im März 2026 einen Meilenstein von 500.000 bezahlten Fahrten pro Woche, doch die expansion stockt. New York City lehnte den Markteintritt des Unternehmens ab. Gouverneurin Kathy Hochul zog ihre Unterstützung zurück, Bürgermeister Zohran Mamdani verwies auf Sicherheitsbedenken und den Widerstand der Taxigewerkschaften.

Auch internationale Tests laufen holprig. Am 15. Juli 2026 war ein Waymo-Testfahrzeug auf der A13 im Osten Londons in einen Unfall verwickelt. Das Fahrzeug befand sich zum Zeitpunkt der Kollision um 2 Uhr morgens im manuellen Modus mit einem Testfahrer am Steuer. Vier Personen wurden verletzt. Ersten Berichten zufolge wurde das Waymo-Fahrzeug von einem anderen Wagen gerammt, der deutlich zu schnell unterwegs war. Das Unternehmen kooperiert mit den örtlichen Ermittlungsbehörden.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69798971 |