Roboter-Gyms: NEURA baut zehn High-Tech-Fitnesszentren bis Ende 2026
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 16:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die deutsche Sportwelt erlebt einen technologischen Wandel: Künstliche Intelligenz, Robotik und Digitalisierung halten Einzug in Fitnessstudios, Hochschulen und öffentliche Sportstätten. Das Training wird automatisierter und datengesteuerter.
Physical AI: Roboter-Gyms an Unis entstehen
Ein zentraler Treiber der Entwicklung ist die sogenannte Physical AI – die Verbindung von körperlicher Aktivität mit Künstlicher Intelligenz. Das Unternehmen NEURA Robotics baut dafür ein globales Trainingsnetzwerk auf.
Das NEURA Gym an der RWTH Aachen soll Ende 2026 auf dem Hightech Campus Melaten eröffnen. Die Fläche: rund 3.000 Quadratmeter. Parallel entsteht am Münchner Flughafen das TUM RoboGym – ebenfalls mit NEURA-Unterstützung. Die Investition liegt bei 17 Millionen Euro, die Eröffnung ist für das vierte Quartal 2026 geplant.
Insgesamt sind zehn solcher Zentren vorgesehen. FĂĽnf davon sollen bis Ende 2026 in Europa, den USA und China den Betrieb aufnehmen. Finanziert wird die Expansion unter anderem durch eine Series-C-Runde mit bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar.
Fit+ setzt auf Automatisierung
Doch nicht nur die Forschung setzt auf die neue Technik. Auch klassische Fitnessketten digitalisieren ihre Konzepte. Mitte Juli 2026 eröffnete Fit+ ein neues Studio in Neubrandenburg-Broda.
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Das Besondere: Der Betrieb läuft weitgehend automatisiert. Neben 24-Stunden-Öffnungszeiten gibt es digitale Trainingspläne und eine automatisierte Getränkeversorgung. Geschäftsführer Christian Rohloff will so den Personalaufwand minimieren und die zeitliche Flexibilität für Kunden maximieren. Es ist der zweite Standort der Kette in der Region – nach Altentreptow.
Sportstätten: Modernisierung und neue Wege
Auch die öffentliche Hand investiert. Die Sportschule „Friedrich Ludwig Jahn“ in Potsdam-Luftschiffhafen hat im Sommer 2026 die Halbzeit ihrer Erweiterung erreicht. Seit Baubeginn 2025 entstanden rund 2.000 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche, darunter ein Lerncluster und eine Aula. Fertigstellung und Einzug in die barrierefreien Gebäude sind für das Schuljahr 2027/2028 geplant.
Im Freiluftsport tut sich ebenfalls etwas: In Lindenberg beschloss der Stadtrat die Errichtung einer neuen Calisthenics-Anlage. Der genaue Standort steht noch nicht fest. In Neubrandenburg wiederum wurde im Juli 2026 eine neue Wegeverbindung nach der Schriftstellerin Brigitte Reimann benannt. Sie verbindet den Friedrich-Engels-Ring mit einem Sportplatz am Weidenweg.
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Kommunen vor Herausforderungen
Doch der Ausbau der Infrastruktur bringt auch Probleme mit sich. In Neubrandenburg wird die geplante, per App steuerbare Verschattung des Marktplatzes neu bewertet – Fördermittel wurden abgelehnt. Und eine demografische Analyse aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte zeigt sinkende Kinderzahlen. Das könnte langfristig die Auslastung lokaler Sport- und Bildungseinrichtungen beeinträchtigen.
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