Roboter-KI, University

Roboter-KI ??: University of Maryland erzielt 91,7 Prozent bei Greiftests

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 09:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
?? erzielt bei realen Greifaufgaben 91,7 Prozent Erfolg, bildet KrÀfte und Tastsinn jedoch noch nicht ab.
Ein minimalistischer, heller Laborarbeitsplatz mit einer leeren, sauberen ArbeitsflĂ€che und natĂŒrlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Forschende der University of Maryland haben ein KI-Modell namens ?? vorgestellt, das Roboterfertigkeiten unmittelbar aus gewöhnlichen Videos erlernen kann.

Wie forschung-und-wissen.de in einem Bericht vom 05.11.2026 darlegt, erfasst das System rĂ€umliche Bewegungsspuren von HĂ€nden, Werkzeugen sowie GegenstĂ€nden. Ein entscheidender methodischer Unterschied zu bisherigen Verfahren besteht darin, dass ?? fĂŒr den Lernprozess vollstĂ€ndig ohne Daten zu konkreten Gelenkwinkeln auskommt.

Hohe Erfolgsquoten bei physischen Greiftests

In praktischen Versuchsreihen ĂŒberprĂŒften die Wissenschaftler der University of Maryland die LeistungsfĂ€higkeit des Ansatzes an realer Roboterhardware. Dabei kam ein Roboterarm zum Einsatz, der mit einem Zwei-Finger-Greifer ausgestattet war. Das System musste drei unterschiedliche alltĂ€gliche TĂ€tigkeiten bewĂ€ltigen: das Hineinlegen von GegenstĂ€nden in ein SpĂŒlbecken, das kontrollierte AusschĂŒtten von Mandeln sowie das Entfalten eines Tuchs.

Über diese drei praktischen Aufgaben hinweg erreichte das Modell eine durchschnittliche Erfolgsquote von 91,7 %. Im Rahmen der Versuche verglich das Forschungsteam das neue System auch mit zwei alternativen AnsĂ€tzen. Laut Angaben der University of Maryland schnitten diese beiden Vergleichssysteme deutlich schwĂ€cher ab: Ihre Erfolgsquoten lagen um 20 beziehungsweise um 11,7 Prozentpunkte unter den Resultaten, die mit ?? erzielt wurden.

Simulationen und methodische Grenzen des Ansatzes

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Neben den Tests in der physischen RealitĂ€t wurde das Modell zudem in einer virtuellen Umgebung erprobt. Bei insgesamt acht simulierten KĂŒchenaufgaben erreichte ?? im Mittel eine Erfolgsquote von 30,25 %.

Bei diesem Versuchsaufbau ergab sich ein gemischtes Bild gegenĂŒber anderen Technologien: Eines der herangezogenen Vergleichsmodelle lag mit einer Erfolgsquote von 25,25 % hinter ??, wĂ€hrend ein weiteres Vergleichssystem einen höheren Wert von 42 % verzeichnete.

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Trotz der vielversprechenden Resultate bei den realen Greifaufgaben weist das System nach Angaben der Forschenden derzeit noch deutliche Grenzen auf. So werden physische KrĂ€fte und der Tastsinn in der aktuellen Version des Modells nicht modelliert. Dies erschwert Aufgaben, bei denen eine prĂ€zise taktile RĂŒckmeldung oder eine fein dosierte Krafteinwirkung zwingend erforderlich ist.

Zudem bleibt bislang offen, inwieweit sich die gelernten Bewegungsmuster auf andere Robotertypen und mechanische Architekturen ĂŒbertragen lassen und wie sich das System bei wesentlich komplexeren HandlungsablĂ€ufen bewĂ€hrt.

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