Roboter, Lightning

Roboter Lightning: Honor unterbietet Bolts Sprintrekord um 0,26 Sekunden

Veröffentlicht am: 22.08.2026 um 17:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der humanoide Roboter Lightning von Honor lief in Peking schneller als Usain Bolt, wurde jedoch nach dem Zieleinlauf durch eine Kollision zerstört.

Honor-Roboter Lightning: 9,32 Sekunden auf 100 Meter – Rekordlauf endet im Desaster
Ein humanoider Roboter beim Sprint auf einer Leichtathletikbahn in einem Stadion. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

In einem technologischen Meilenstein hat der humanoide Roboter „Lightning“ des Herstellers Honor am 22. August 2026 die 100-Meter-Sprintstrecke in einer Zeit von 9,32 Sekunden absolviert. Damit unterbot die Maschine den seit dem Jahr 2009 bestehenden menschlichen Weltrekord von Usain Bolt, der bei 9,58 Sekunden liegt, um deutliche 0,26 Sekunden. Die Demonstration fand im Rahmen der 2. World Humanoid Robot Games in der chinesischen Hauptstadt Peking statt.

Technische Spitzenwerte und gezielte Modifikationen

Während des Testlaufs erreichte Lightning eine Spitzengeschwindigkeit von 14,5 m/s. Obwohl die Zeit die bisherigen menschlichen Bestmarken unterbietet, wird sie nicht als offizieller sportlicher Weltrekord gewertet, da es sich um einen Testlauf innerhalb eines Roboter-Wettkampfs und nicht um ein offizielles Leichtathletik-Event handelte.

Um diese kinetische Leistung zu ermöglichen, wurden im Vorfeld der Spiele gezielte konstruktive Veränderungen an der Hardware vorgenommen. Berichten zufolge wurden die Beine von Lightning speziell für die World Humanoid Robot Games um 10 cm verlängert, sodass sie eine Gesamtlänge von 1,05 m erreichten.

Diese Anpassung zielte darauf ab, die Schrittlänge und die Effizienz bei hohen Geschwindigkeiten zu optimieren. Der Roboter war ursprünglich für den Einsatz in verschiedenen Laufdisziplinen vorgesehen, wobei das Programm für die laufende Veranstaltung Starts über 100 Meter, 400 Meter und 1500 Meter vorsah.

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Kollision beendet Einsatz vorzeitig

Trotz des sportlichen Erfolgs endete der Rekordlauf mit einem schweren technischen Zwischenfall. Unmittelbar nach dem Erreichen der Ziellinie kollidierte der Roboter mit einer Sicherheitswand.

Die Wucht des Aufpralls bei der hohen Auslaufgeschwindigkeit war so massiv, dass die Struktur des Roboters zerstört wurde. Branchenbeobachter bezeichneten den Schaden als irreparabel und sprachen davon, dass der Aufprall stark genug gewesen sei, um den Roboter vollständig zu zerstören.

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Dies ist ein Rückschlag für Honor, da Lightning bereits zuvor seine Leistungsfähigkeit auf längeren Distanzen unter Beweis gestellt hatte. Im April dieses Jahres gewann die Maschine den Peking-Halbmarathon (Beijing E-Town-Halbmarathon). Für die Strecke von 21 km benötigte der Roboter damals 50 Minuten und 26 Sekunden.

Die World Humanoid Robot Games als globaler Branchentreff

Die 2. World Humanoid Robot Games, die vom 22. bis zum 26. August in Peking ausgetragen werden, gelten als eine der bedeutendsten Plattformen für die Demonstration humanoider Robotik. An der diesjährigen Veranstaltung nehmen insgesamt 2.056 Roboter teil. Diese stammen von 666 verschiedenen Teams aus 16 Ländern.

Der Wettbewerb dient nicht nur dem sportlichen Vergleich, sondern auch der Erprobung von Hochleistungskomponenten wie Aktoren, Sensoren und Gleichgewichtsalgorithmen unter Extrembedingungen.

Die enorme Teilnehmerzahl unterstreicht das wachsende Interesse an der kommerziellen und technischen Entwicklung humanoider Systeme weltweit. Ob Honor nach dem Verlust von Lightning ein Ersatzmodell für die verbleibenden Disziplinen der Spiele stellen kann, blieb zunächst unklar.

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