Rotlicht im Pilates-Studio: Erste Kurse bei Khanom's starteten am 26. September
Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 15:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In der Fitnessbranche verschmelzen Training und gezielte Erholung zunehmend. Verbraucher orientieren sich nach Beobachtungen von Branchenberichten vermehrt an Aspekten wie Langlebigkeit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden, wodurch Regenerationsphasen als fester Bestandteil von Fitnesseinheiten verstanden werden.
Ein Beispiel für diese Entwicklung ist die Kooperation von STRONG Pilates Oxford und dem Studio Khanom's im Holford Centre in Oxford mit dem Ausrüster BON CHARGE als offiziellem Partner für Rotlicht- und Regenerationstechnologie.
Das Konzept integriert Rotlichttherapie unmittelbar in den Studioalltag von Pilates- und Yoga-Klassen. Die offizielle Eröffnung von Khanom's und die Durchführung erster Kurse dieser Art erfolgten am 26. September 2026.
Kursangebote und Markttrends im Regenerationsbereich
Das Kursformat bei STRONG Pilates Oxford und Khanom's verbindet intensives Training mit geringer Gelenkbelastung mit der Anwendung von Rotlicht. Neben den Kursen steht ein Regenerationsraum zur Verfügung, der mit Rotlichtdecken und Gesichtsmasken ausgestattet ist. Buchungen erfolgen über die App von STRONG Pilates.
Angaben zu zeitlichen Längen der Einheiten, konkreten Preisen oder spezifischen Gesundheitsergebnissen liegen für das Angebot nicht vor. Das Netzwerk von STRONG Pilates verzeichnet international über 57.000 Mitglieder und mehr als 125 Studios in 14 Ländern, wobei 200 weitere Standorte bestätigt sind.
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Die Erweiterung fällt in ein Umfeld veränderter Nutzertrends. Aus dem Global Wellness Tech Trend Report 2026 von BON CHARGE, der auf einer Befragung von 2.000 Erwachsenen im Vereinigten Königreich basiert, geht hervor, dass bislang ein Viertel der britischen Erwachsenen Rotlichtgeräte genutzt hat.
Von diesen Anwendern begannen 87 Prozent innerhalb der letzten zwei Jahre mit der Nutzung. Rund 21 Prozent setzten die Technologie speziell zur Regeneration nach dem Training ein. Zudem stiegen laut dem Bericht im Jahr 2025 die Buchungen im Bereich der Sporterholung um 155 Prozent, während Trainingsformen mit geringer Gelenkbelastung ein Plus von 112 Prozent verzeichneten.
Technische Parameter und Stand der wissenschaftlichen Forschung
Fachbeiträgen zufolge arbeitet die Rotlichttherapie in einem Wellenlängenbereich von 630 bis 850 Nanometern. Untersuchungen verweisen auf Effekte bei der zellulären ATP-Produktion und der Muskelregeneration.
Als Richtwert für wirksame Geräte gilt eine Bestrahlungsstärke von mindestens 20 bis 100 Milliwatt pro Quadratzentimeter an der Körperoberfläche, bei typischen Behandlungsdauern von zehn bis 20 Minuten und einem Abstand von wenigen Zentimetern bis maximal 30 Zentimetern.
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Bei Heimgeräten reichen die Kosten von 80 bis 150 Euro für einfache Lampen bis hin zu 400 bis über 1.000 Euro für professionelle Paneele oder Therapiedecken.
Wissenschaftliche Übersichten zur Photobiomodulation zeichnen ein differenziertes Bild hinsichtlich der Wirksamkeit. Am besten belegt sind Effekte auf das Hautbild, wo kleine bis mittlere kontrollierte Studien positive Resultate bei Textur, Fältchen und Festigkeit zeigen, während Daten zu Akne gemischt ausfallen. Besser belegt ist auch die Wirkung bei erblich bedingtem Haarausfall.
Im Bereich von Knie-Arthrose untersuchte eine Metaanalyse aus dem Jahr 2019 insgesamt 22 randomisierte, placebokontrollierte Studien mit 1.063 Personen. Dabei senkte Low-Level-Lasertherapie den Schmerz im Vergleich zu Placebo um rund 14 Millimeter auf einer 100-Millimeter-Skala, wobei der Effekt über ein bis zwölf Wochen nach Ende der Anwendung anhielt.
Unter Verwendung der von der World Association for Laser Therapy empfohlenen Dosen lag die Verringerung bei etwa 19 Millimetern, bei abweichenden Dosierungen bei etwa 6 Millimetern ohne anhaltenden Nutzen. Zum Einsatz kamen klinische Laser mit vier bis acht Joule bei 785 bis 860 Nanometern beziehungsweise ein bis drei Joule bei 904 Nanometern.
Bezüglich Muskelkater und sportlicher Erholung verweisen Metaanalysen auf gemischte Ergebnisse mit moderaten Effekten bei geringer Evidenzsicherheit. Für Wirkungen auf den Testosteronspiegel, die zelluläre Alterung oder die Fettverbrennung fehlen wissenschaftliche Belege. Zudem gilt der Hinweis, dass eine behördliche Freigabe durch Stellen wie die US-amerikanische FDA nicht mit einer formalen therapeutischen Zulassung gleichzusetzen ist.

