RTX 5090: Straßenpreise doppelt so hoch wie Nvidias UVP
Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 19:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Während Nvidia auf der QuakeCon in Texas ausgewählte RTX-50-Karten zum offiziellen Preis verkauft, schießen die Straßenpreise weltweit in die Höhe. Grund ist eine anhaltende Speicherknappheit, die die gesamte Branche belastet.
Sonderverkauf zum 20. Jubiläum
Vom 6. bis 9. August feiert QuakeCon ihr 20-jähriges Bestehen – und Nvidia nutzt die Bühne im Gaylord Texan Resort in Grapevine, Texas, für eine besondere Aktion. Unter dem Namen „Verified Priority Access IRL“ können Besucher die Founders-Edition-Karten direkt zum Herstellerpreis erwerben. Die RTX 5070 kostet dort 550 Dollar (rund 480 Euro), die RTX 5080 1.000 Dollar und das Flaggschiff RTX 5090 2.000 Dollar.
Was nach einem Schnäppchen klingt, ist in Wahrheit eine Seltenheit. Denn außerhalb der Veranstaltungshallen haben sich die Preise längst vom offiziellen Niveau verabschiedet. In Großbritannien liegt der Straßenpreis der RTX 5090 bei umgerechnet über 3.000 Euro – der offizielle Preis beträgt dort umgerechnet etwa 2.100 Euro. In Nordamerika werden für das Top-Modell vielerorts mehr als 4.000 Dollar verlangt, also das Doppelte des UVP. Selbst die RTX 5080 notiert im US-Einzelhandel rund 18 Prozent über ihrem empfohlenen Preis.
Hersteller erhöhen Preise drastisch
Die Schere zwischen Nvidias Preisempfehlung und der Realität im Handel öffnet sich weiter – maßgeblich vorangetrieben durch die großen Board-Partner. So hat Gigabyte den Preis der RTX 5090D V2 um 592 Dollar angehoben, Asus verlangt für sein Pendant 666 Dollar mehr. Besonders krasse Beispiele finden sich im High-End-Segment: Eine Asus ROG Astral RTX 5090, die ein Kunde ursprünglich für 4.429 Dollar bestellt hatte, wurde storniert und für 4.982 Dollar neu eingestellt.
Doch nicht nur die Oberklasse ist betroffen. Auch Mittel- und Einstiegsklasse werden teurer: Die RTX 5080 verteuert sich um 207 bis 222 Dollar, die RTX 5070 Ti um bis zu 252 Dollar. Selbst die RTX 5060 Ti bleibt nicht verschont – hier liegen die Aufschläge zwischen 74 und 104 Dollar.
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Speicherknappheit als Treiber
Branchenbeobachter sehen die Ursache in einer anhaltenden globalen Knappheit bei Speicherchips. Nvidia-CEO Jensen Huang rechnet damit, dass die Versorgungsengpässe noch mehrere Jahre andauern könnten. Besonders hart trifft es den asiatischen Markt. In Japan kündigte der Distributor CFD Sales an, dass Gigabyte-Grafikkarten ab dem 1. August um 20 bis 40 Prozent teurer werden.
Ähnliche Entwicklungen zeichnen sich in anderen Ländern der Region ab:
- Philippinen: Händler melden Preiserhöhungen von 10 bis 40 Prozent. Die Asus RTX 5050 stieg dort von umgerechnet rund 340 auf 400 Euro.
- Südkorea: Die Preise der RTX-50-Serie sind um bis zu 30 Prozent gestiegen.
- Nebenwirkungen: Wegen der hohen Kosten für neue Komponenten wie DDR5-Speicher setzen Hersteller zunehmend auf ältere Plattformen. Gigabyte brachte etwa die Aorus B550 X-Serie auf Basis des AM4-Sockels auf den Markt, um günstigere Alternativen zu teuren Modern-Builds zu bieten.
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Technik-Highlights trotz Preisschmerz
Ungeachtet der Preisprobleme treibt Nvidia die Software-Integration der RTX-50-Serie voran. Am 6. August startete die Multiplayer-Beta von Gears of War: E-Day – ein Schaufenster für Unreal Engine 5 und die neue DLSS-4.5-Technologie. Der vollständige Release des Titels ist für den 6. Oktober geplant.
Im Rahmen der QuakeCon verlost Nvidia zudem RTX-5070-Founders-Edition-Karten an Gewinner. Ein Modding-Wettbewerb lockt mit einem besonderen Preis: Die besten Teilnehmer erhalten eine Reise zum Nvidia-Hauptsitz.
