RTX Spark N1X: Nvidia bringt 18-Core-Variante mit 6% Leistungsverlust
Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 05:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nvidia bringt offenbar eine abgespeckte Version seines PC-Superchips RTX Spark N1X auf den Markt. Benchmark-Einträge enthüllen die Leistungsdaten des neuen 18-Core-Modells.
Zwei Varianten für unterschiedliche Ansprüche
In der ersten Augustwoche tauchten in der Geekbench-7-Datenbank Benchmarks für zwei Varianten des kommenden Nvidia RTX Spark N1X auf. Die Einträge vom 7. und 8. August zeigen erstmals die Leistungsmerkmale einer bislang nicht angekündigten abgespeckten Version mit 18 Kernen, die für Windows-on-Arm-Systeme gedacht ist.
Der Flaggschiff-Prozessor mit 20 Kernen nutzt eine 10+10-Cluster-Anordnung mit 4,0 GHz Basistakt und 6.144 CUDA-Kernen. Die neue 18-Core-Variante setzt dagegen auf ein 10+8-Cluster-Design mit leicht reduziertem Basistakt von 3,9 GHz und 5.120 GPU-Kernen. Das entspricht einer Reduzierung von rund zehn Prozent bei den CPU-Kernen und fast 17 Prozent bei den Grafik-Kernen.
Beide getesteten Modelle verfügten über 64 GB RAM. Die Plattform unterstützt laut offiziellen Spezifikationen allerdings bis zu 128 GB einheitlichen Speicher. Im Multi-Core-Betrieb liegt die abgespeckte Version rund sechs Prozent hinter dem Flaggschiff.
Leistungsvergleich mit der Konkurrenz
Die Benchmark-Ergebnisse vom Wochenende zeigen: Der 20-Core-RTX-Spark-N1X erreicht 2.570 Punkte im Single-Core- und 23.126 Punkte im Multi-Core-Test. Das 18-Core-Modell folgt mit 2.541 beziehungsweise 21.776 Punkten dicht dahinter.
Damit übertrifft der Nvidia-Chip mehrere aktuelle Wettbewerber bei Multi-Core-Aufgaben deutlich. Gegenüber dem AMD Ryzen AI Max+ 395 mit 16 Zen-5-Kernen liegt der Vorsprung bei etwa zwölf Prozent. Beim Vergleich mit dem Intel Core Ultra X9 388H zeigt sich ein Vorteil von rund 20 Prozent im Multi-Core-Bereich – allerdings behält Intel bei Single-Core-Aufgaben mit etwa sieben Prozent Vorsprung die Nase vorn.
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Gegen Apples High-End-Hardware bleibt Nvidia jedoch zurück: Der Apple M5 Max erzielt im Multi-Core-Test rund 35 Prozent höhere Werte als das Top-Modell des RTX Spark N1X.
Architektur und Verfügbarkeit
Der RTX Spark wurde am 1. Juni 2026 auf der Computex vorgestellt. Entwickelt in Zusammenarbeit mit MediaTek, fertigt TSMC den Chip im 3nm-Verfahren. Die Architektur kombiniert eine Blackwell-basierte RTX-GPU mit einer Vera-CPU. Nvidia verspricht bis zu 1,8-fache Geschwindigkeit gegenüber traditionellen x86-Architekturen bei einer Speicherbandbreite von 1,2 TB/s.
Die Plattform ist für lokale KI-Agenten ausgelegt und bietet bis zu 1 Petaflop KI-Rechenleistung. Sie unterstützt moderne Standards wie PCIe Gen 6 und LPDDR5X-Speicher. Anfang August begann zudem der Ausbau des Ökosystems: Mesa 26.2.0 ergänzte am 5. August Mesh-Shader-Unterstützung und experimentelle DLSS-Funktionen für den NVK-Treiber.
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Erste Consumer-Geräte mit dem RTX Spark sollen im Herbst 2026 erscheinen. Dell, Lenovo, ASUS, HP und Microsoft bereiten Laptops und Desktops vor, darunter auch Geräte der Surface-Reihe. Acer und GIGABYTE sollen mit weiteren Modellen folgen.
