RTX Spark: Nvidias Arm-Grafikkarten kommen Herbst 2026
Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 06:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Hardware-Enthusiasten haben Nvidias GeForce-RTX-Karten auf Windows-11-Arm-Systemen zum Laufen gebracht. Die Experimente zeigen: Die Technik funktioniert – aber richtig schnell ist sie noch nicht.
Modifizierte Treiber machen es möglich
Einem chinesischen Bastler namens VoidTech gelang der Durchbruch. Er brachte eine GeForce RTX 4060 auf einer Huawei-Qingyun-W510-Workstation mit 24-Kern-Kunpeng-920-Arm-Prozessor zum Laufen. Die Grundlage: modifizierte Treiber aus Nvidias „RTX Spark“-Arm64-Entwicklungsumgebung.
Das System erkannte die Grafikkarte und aktivierte DirectX 12, Vulkan und sogar CUDA. Ein Haken blieb: Der direkte Videoausgang funktionierte nicht, alternative Anzeigemethoden waren nötig.
Nur einen Tag später, am 23. Juli, berichteten Tester von einem Snapdragon-X-Elite-Notebook, das eine RTX 4060 als externe GPU über Thunderbolt 5 nutzte. Auch ältere Karten wie die RTX 2080 Ti wurden auf verschiedenen Arm-Plattformen getestet.
Leistung: Noch Lichtjahre vom Optimum entfernt
Die ersten Benchmarks ernüchtern. Auf dem Kunpeng-920-System kämpften Spiele wie Black Myth: Wukong und Genshin Impact mit mageren 20 bis 21 Bildern pro Sekunde bei 1080p.
Die synthetischen Tests zeigen das Dilemma:
* 3DMark Night Raid: 43.530 Punkte
* 3DMark Solar Bay: 32.370 Punkte
* 3DMark Speed Way: 2.252 Punkte
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Die Analyse offenbart: Rund 25 Prozent der CPU-Leistung frisst allein die x86-zu-Arm-Übersetzungsschicht. Zudem bremst der Kunpeng-920-Takt von 2,6 GHz die moderne RTX 4060 massiv aus.
Besser lief es mit dem Snapdragon X Elite: Cyberpunk 2077 erreichte immerhin 44,6 FPS, Forza Horizon 6 sogar 53 FPS.
Nvidias offizielle Antwort: RTX Spark
Die Bastelprojekte fallen zeitlich mit Nvidias Veröffentlichung des GeForce-616.00-Developer-Preview-Treibers für Windows 11 Arm zusammen. Der Treiber bestätigt die Spezifikationen der kommenden „RTX Spark“ N1X-Systeme.
Das Spitzenmodell kombiniert eine Blackwell-GPU mit 6.144 CUDA-Kernen (48 Streaming-Multiprozessoren) mit einem 20-Kern-Arm-Prozessor. Eine zweite Variante bietet 5.120 CUDA-Kerne (40 SMs) und einen 18-Kern-Arm-Chip. Beide unterstützen bis zu 128 GB einheitlichen LPDDR5X-Speicher.
Nvidia verspricht: Die Systeme sollen bis zu eine Petaflop KI-Leistung liefern und aktuelle Spiele in 1440p mit rund 100 FPS schaffen.
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Marktstart: Herbst 2026, Premium-Preise
Die ersten offiziellen RTX-Spark-PCs kommen im Herbst 2026 auf den Markt. ASUS und MSI liefern die erste Welle, später folgen Acer, GIGABYTE, HP und Microsoft.
Die Arm-High-End-Computer kombinieren Nvidias „Grace“-CPU-Architektur mit Blackwell-RTX-GPUs. Der Preis: zwischen 2.500 und 3.000 Euro. Ein klares Signal: Nvidia zielt zunächst auf Workstations und Enthusiasten, nicht auf den Massenmarkt.
Die aktuellen Modding-Erfolge beweisen: Ja, heutige GeForce-Karten laufen auf Arm-Windows. Doch die echte Leistung werden erst die dedizierten Systeme bringen – und die lassen noch bis zum Herbst warten.
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