Samsung Galaxy Watch Ultra 2: 35% mehr Akku, 5.000 Nits Display
Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 08:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In der Entwicklung von Wearables bleibt die Integration einer direkten, nicht-invasiven Blutzuckermessung eine der größten technologischen Herausforderungen. Ein aktueller Vergleich marktführender Modelle verdeutlicht den gegenwärtigen Stand der Technik: Weder die Apple Watch noch die Samsung Galaxy Watch oder die Google Pixel Watch verfügen derzeit über Sensoren zur direkten Glukosemessung im Körper. Stattdessen setzen die Hersteller auf die Einbindung von Drittanbieter-Anwendungen und externen kontinuierlichen Glukosemesssystemen (CGM).
Aktuelle Strategien führender Smartwatch-Hersteller
Apple fokussiert sich bei der Apple Watch vor allem auf die Systemintegration bestehender medizinischer Hardware. So ermöglicht das Modell Ultra durch eine direkte Integration des Dexcom G7-Sensors die Anzeige von Blutzuckerwerten direkt am Handgelenk. Ergänzt wird dies durch Sicherheitsfunktionen und eine Akkulaufzeit von etwa 42 Stunden bei der Ultra-Variante.
Samsung verfolgt mit seinen neuesten Modellen einen ganzheitlichen Ansatz in der Gesundheitsüberwachung. Die im Juli 2026 vorgestellten Modelle Galaxy Watch Ultra 2 und Galaxy Watch 9 verknüpfen Glukosedaten mit Faktoren wie Ernährung und Stress. Während die Galaxy Watch Ultra 2 für einen Preis von 699,99 US-Dollar positioniert wird, ist die Galaxy Watch 9 ab 379,99 US-Dollar erhältlich. Beide Modelle nutzen den Snapdragon Wear Elite Prozessor sowie 2 GB Arbeitsspeicher und bieten Speicheroptionen von 32 GB bis 64 GB.
Google setzt bei der Pixel Watch primär auf die Fitbit-Integration, um Parameter wie Schlafqualität und Stressbelastung zu tracken, was indirekte Rückschlüsse auf die metabolische Gesundheit zulassen soll.
Technologische Spezifikationen der neuen Hardware-Generation
Die Hardware-Entwicklung im Bereich der Wearables zeigt im Sommer 2026 deutliche Sprünge bei der Leistungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit. Die Samsung Galaxy Watch Ultra 2 weist folgende Merkmale auf:
- Ein Gehäuse aus 47mm Titan, das mit 10,7 mm Dicke um 12 Prozent dünner ausfällt als beim Vorgängermodell.
- Ein Display mit einer Spitzenhelligkeit von 5.000 Nits.
- Einen 800 mAh starken Akku, was einer Kapazitätserhöhung von 35 Prozent entspricht und im Energiesparmodus bis zu 100 Stunden Laufzeit ermöglichen soll.
- Zertifizierungen nach EN13319 und IP69K sowie eine Wasserdichtigkeit von 10 ATM.
Die Galaxy Watch 9 wird in den Größen 40 mm und 44 mm angeboten. Sie verfügt über eine Helligkeit von 3.000 Nits sowie Akku-Kapazitäten von 390 mAh bzw. 445 mAh. Neue Software-Funktionen wie ein Heart Health Score und ein Fitness Index sollen die gesundheitliche Einordnung der gesammelten Daten verbessern.
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Forschung und alternative Ansätze zur Glukosemessung
Abseits der kommerziell verfügbaren Smartwatches liefert die Forschung neue Impulse für die nicht-invasive Messung. Ingenieure der UCSD entwickelten Ende Juli 2026 den Prototyp eines Smart-Rings namens CHARM. Dieses Gerät nutzt ein osmotisches Hydrogel, um Biomarker wie Glukose, Ketone, Laktat und Alkohol über den Schweiß zu messen. In ersten Tests erreichten die Glukose-Messungen des Prototyps eine Genauigkeit, die mit kommerziellen CGM-Systemen vergleichbar sei. Der Ring wiegt etwa so viel wie zwei Büroklammern, weist jedoch mit 12 Stunden eine begrenzte Akkulaufzeit auf und befindet sich noch im Forschungsstadium.
Andere Hersteller suchen den Weg über die Analyse bestehender Sensordaten. Huawei nutzt in Modellen wie der Watch GT 6 Pro die PPG-Technologie (Photoplethysmographie), um durch eine mehrtägige Analyse der Pulswellen frühe Diabetes-Indikatoren zu erkennen. Nutzer werden dabei basierend auf einer Tragezeit von drei bis 14 Tagen in verschiedene Risikokategorien eingestuft.
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Im Bereich der Smart-Rings wurde zudem ein neues Modell von Casio bekannt. Der CRW-H001 misst Herzfrequenz, Blutsauerstoff und Körpertemperatur bei einem Gewicht von 19 Gramm. Das Gerät wird in China für 1.990 Yen angeboten, konzentriert sich jedoch auf klassische Vitalparameter ohne spezifische Glukose-Funktionalität.
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