Samsung, Intelligent

Samsung Intelligent Eyewear: KI-Brille mit 9 Stunden Akku startet

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 09:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Maßgeschneiderte ASICs senken Stromverbrauch und ermöglichen neue Funktionen für Smart Glasses. Samsung, Halliday und IXI präsentieren Innovationen.

KI-Brillen 2026: Spezialchips treiben die Wearable-Revolution an
Nahaufnahme eines spezialisierten ASIC-Chips auf einer Leiterplatte, der die AURORA IIE Eye-Tracking-Technologie repräsentiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Wearable-Branche erlebt Mitte 2026 einen fundamentalen Wandel: Weg von Standardprozessoren, hin zu maßgeschneiderten Spezialchips. Diese sogenannten ASICs (Application-Specific Integrated Circuits) sind der Schlüssel zu smarteren, leichteren und stromsparenden Datenbrillen.

Der Kampf um den Stromverbrauch

Die größte Hürde für den Durchbruch von Smart Glasses ist die Akkulaufzeit. Hardwareentwickler setzen deshalb auf hochspezialisierte Chips, die genau eine Aufgabe perfekt erledigen – und dabei kaum Strom fressen.

Ein chinesischer Hersteller hat einen Power-Management-Chip entwickelt, der inzwischen weltweit ausgeliefert wird. Meta verbaut ihn in seinen neuesten KI-Brillen, ebenso wie die Hersteller XREAL und Emdoor VR. Das Besondere: Der Chip optimiert die Energieverteilung im Gerät so effizient, dass Alltagsnutzung überhaupt erst realistisch wird.

Noch einen Schritt weiter geht die AURORA IIE-Plattform für Eye-Tracking. Ihr EPU2-ASIC verbraucht 75 Prozent weniger Strom als herkömmliche NPU-Lösungen. Mit 120 Hertz Durchsatz und einem eigenen Prozessor samt Sensoren und Infrarot-LEDs ermöglicht das System flüssige Interaktion in VR- und Mixed-Reality-Umgebungen – vorgestellt wurde es bereits auf der CES 2026.

Sicherheit im Miniaturformat

Ein weiterer Meilenstein kommt von Iridium: Das Unternehmen hat heute einen neuen Positions- und Navigationschip auf den Markt gebracht. Das PNT-ASIC misst gerade einmal 8x8 Millimeter und wiegt weniger als 0,2 Gramm. Seine Aufgabe: GPS-Signale vor Manipulation und Störungen schützen. Über 150 Organisationen aus der Schifffahrt und Luftfahrt haben bereits Interesse angemeldet. Der Bedarf an sicherer, winziger Hardware in sensiblen Umgebungen ist enorm.

Anzeige

Die rasante Entwicklung bei KI-Hardware wie den neuen Smart Glasses bringt nicht nur Chancen, sondern auch neue regulatorische Anforderungen für Unternehmen mit sich. Dieser kostenlose Report klärt auf, welche KI-Systeme unter die neue EU-Verordnung fallen und was Verantwortliche jetzt konkret tun müssen. Welche KI-Systeme gelten als Hochrisiko? Jetzt aufklären

Samsung fordert die Platzhirsche heraus

Am Dienstag sorgte Samsung auf dem Galaxy-Unpacked-Event in London für Aufsehen. Der koreanische Elektronikriese präsentierte seine Intelligent Eyewear-Serie – KI-Brillen, entwickelt mit Google und Qualcomm. Sie laufen auf der Android-XR-Plattform und nutzen den Snapdragon-AR1-Prozessor.

Anders als viele Konkurrenten setzen Samsungs Brillen nicht auf komplexe visuelle Displays, sondern auf Audio- und Kamerafunktionen:
- Echtzeit-Übersetzung und Navigation per Google Gemini
- Abfotografieren von Whiteboard-Notizen mit direkter Synchronisation in digitale Anwendungen
- Neun Stunden Akkulaufzeit, das Ladecase ermöglicht sieben weitere Vollladungen
- Modedesigns in Kooperation mit Gentle Monster und Warby Parker

Branchenbeobachter sehen darin eine direkte Kampfansage an die etablierten Marktführer, die 2025 rund 85 Prozent des KI-Brillen-Marktes kontrollierten. Die Auslieferung soll noch 2026 beginnen.

Kameras? Nein danke!

Nicht jeder will gefilmt werden. Halliday bringt mit der G2 eine Smart Glass auf den Markt, die bewusst auf eine Kamera verzichtet. Stattdessen nutzt sie binokulare Mikro-LED-Projektoren und ein Waveguide-Display für Live-Untertitel und Transkripte in über 45 Sprachen.

Das Ziel: sensible Arbeitsumgebungen, in denen Aufnahmen verboten sind. Vorbestellungen sind ab sofort möglich, die Auslieferung startet im September. Der Preis: rund 550 Euro.

Anzeige

Wo neue Technologien und KI-Gesetze aufeinandertreffen, entstehen oft ungeahnte Cyberrisiken für moderne Betriebe. Erfahren Sie im gratis E-Book, wie Sie Sicherheitslücken schließen und gleichzeitig alle aktuellen gesetzlichen Anforderungen rechtssicher erfüllen. IT-Sicherheit ohne teure Investitionen stärken

Medizinische Innovation: Die Brille, die mitdenkt

Am selben Tag präsentierte IXI einen Prototypen, der die Behandlung von Altersweitsichtigkeit revolutionieren könnte. Die Brille wiegt gerade einmal 22 Gramm und nutzt kamerafreies Eye-Tracking in Kombination mit Flüssigkristall-Linsen. Die Gläser passen die Sehstärke automatisch an, je nachdem, wohin der Träger blickt. Die Akkulaufzeit des Prototyps reicht für einen ganzen Tag. Der kommerzielle Start ist für 2027 geplant – sobald die notwendigen medizinischen Zertifizierungen vorliegen.

Die Zukunft: KI im Brillengestell

Auf der Welt-KI-Konferenz (WAIC) zeigte das GPASS-Team von Ant Group am Dienstag ein Referenzdesign, das zeigt, wohin die Reise geht. Die Brille läuft auf dem Ling Device OS und kombiniert LCOS-Displays mit flüssigen Vario-Fokus-Linsen. Die Vision: KI-Assistenten und Bezahlsysteme, die nahtlos in die alltägliche Sehhilfe integriert sind. Kein Smartphone mehr nötig – die Brille wird zum Computer.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69848510 |