Samsung-Update, Sicherheitslücken

Samsung-Update: 90 Sicherheitslücken behoben, zwei kritisch

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 17:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Samsung schließt 90 Sicherheitslücken in Galaxy-Geräten, darunter zwei kritische Zero-Click-Fehler, und ändert den Support älterer Modelle.

Samsung veröffentlicht September-Patch mit 90 Sicherheitskorrekturen
Nahaufnahme einer abstrakten Silizium-Wafer-Oberfläche mit komplexen Leiterbahnen und technischer Architektur. Illustration mit AI erstellt.

Der Technologiekonzern Samsung hat das Sicherheitsupdate für September 2026 für seine Galaxy-Gerätefamilie veröffentlicht. Mit der Software-Aktualisierung werden insgesamt 90 Schwachstellen adressiert, die teils erhebliche Risiken für die Gerätesicherheit darstellten.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Behebung von zwei kritischen Fehlern, die eine Remote-Codeausführung ohne jegliche Nutzerinteraktion ermöglichen könnten. Das Patch-Level des Updates wird offiziell mit dem Stand vom 2026-09-05 angegeben.

Umfangreiche Fehlerbehebung in Android und Samsung-Komponenten

Von den insgesamt 90 behobenen Sicherheitslücken entfallen nach Unternehmensangaben 18 auf als kritisch eingestufte sowie 40 auf mit hoher Priorität bewertete Fehler innerhalb des Google-Betriebssystems.

Zusätzlich korrigiert Samsung 31 herstellerspezifische Schwachstellen, die als Samsung Vulnerabilities and Exposures (SVE) geführt werden. Eine weitere Korrektur betrifft den Bereich Samsung Semiconductor und adressiert eine Sicherheitslücke in der Hardware-Architektur.

Besondere Aufmerksamkeit widmeten Sicherheitsberichte zwei kritischen Schwachstellen in den Bild-Decodern für die Formate DNG und JPG. Diese unter den Kennungen SVE-2026-3247 (CVE-2026-21095) und SVE-2026-3282 (CVE-2026-21096) registrierten Fehler beruhen auf sogenannten Heap-Pufferüberläufen.

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Entdeckt wurden diese Lücken von den IT-Sicherheitsexperten des Google Project Zero. Das Gefahrenpotenzial dieser „Zero-Click“-Lücken besteht darin, dass Angreifer durch speziell präparierte Bilddateien Schadcode auf den Geräten ausführen können, ohne dass der Besitzer des Smartphones oder Tablets eine Aktion ausführen muss.

Betroffene Modelle und Rollout-Strategie

Die Verteilung des Updates erfolgt schrittweise und umfasst Geräte, auf denen die Android-Versionen 14 bis 17 installiert sind. Zu den unterstützten Produktreihen zählen die Flaggschiff-Serien Galaxy S23 bis S26 sowie die faltbaren Modelle Galaxy Z Fold und Z Flip der Generationen 4 bis 8. Ebenfalls bedacht werden die Mittelklasse-Smartphones der Serien Galaxy A54 bis A57, die robusten XCover-Modelle sowie die Tablet-Serie Tab S8. Die konkrete Verfügbarkeit des Downloads hänge laut Berichten vom jeweiligen Modell und der jeweiligen Region ab.

Parallel zur allgemeinen Veröffentlichung hat Samsung die Beta-Phase für die neue Benutzeroberfläche One UI 9 (basierend auf Android 17) ausgeweitet. Für die Galaxy S24-Serie sowie das Galaxy A55 steht die Beta-Version bereits zur Verfügung. Das Softwarepaket für das A55 umfasst einen Download von über 2GB und integriert bereits den aktuellen Sicherheitspatch für September 2026.

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Änderungen im Software-Support für ältere Generationen

Im Zuge der aktuellen Update-Welle passt Samsung zudem die Wartungsintervalle für mehrere ältere Modelle an. Die Geräte Galaxy Z Fold 4 und Galaxy Flip 4, die im August 2022 auf den Markt kamen, werden fortan nicht mehr monatlich, sondern nur noch quartalsweise mit Sicherheitsupdates versorgt.

Für diese Modelle markiert Android 16 mit der Benutzeroberfläche One UI 8.0 zudem den Abschluss der großen Versionssprünge. Auch das Galaxy A14, das S21 FE sowie das XCover 5 wurden in den Modus der vierteljährlichen Aktualisierungen herabgestuft.

Für Geräte der Baujahre 2021 endet der Software-Support nach nunmehr fünf Jahren vollständig. Dies betrifft die Modelle Galaxy Z Fold 3 und Galaxy Flip 3, für die keine weiteren Sicherheitspatches mehr bereitgestellt werden. Ebenso hat Samsung die Smartwatch-Modelle Galaxy Watch 4 und Watch 4 Classic aus seinen offiziellen Update-Listen gestrichen, womit auch für diese Wearables keine weiteren Firmware-Aktualisierungen zu erwarten sind.

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