Sanfu-Tage, TCM-GetrÀnke

Sanfu-Tage: TCM-GetrÀnke gegen Extremhitze und Entgiftung

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 16:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Markt fĂŒr funktionale GetrĂ€nke wĂ€chst rasant. TCM-Rezepturen wie Fu Tea gewinnen an Bedeutung zur Linderung von Hitzebeschwerden.

TCM-Trend: Functional Drinks boomen in der Sanfu-Hitzeperiode
Eine Glaskaraffe mit einem goldenen KrĂ€uteraufguss und frischen Zutaten auf einem Holztisch bei sommerlichem Licht. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die Traditionelle Chinesische Medizin setzt bei extremer Hitze auf spezielle GetrĂ€nke und Suppen. Besonders wĂ€hrend der sogenannten „Sanfu“-Tage – einer am 15. Juli beginnenden, 40-tĂ€gigen Phase der intensivsten Sommerhitze – rĂŒcken Rezepturen zur Entgiftung in den Fokus. Marktanalysen zeigen: Traditionelles Wissen trifft auf moderne Konsumgewohnheiten.

Health-Water-Boom: 35-mal mehr Marktvolumen als 2022

Der Sektor fĂŒr gesundheitsorientierte ErfrischungsgetrĂ€nke erlebt einen massiven Aufschwung. Das Marktvolumen fĂŒr funktionale GetrĂ€nke war 2025 bereits 35-mal grĂ¶ĂŸer als 2022. Branchenbeobachter zĂ€hlten ĂŒber 40 Marken mit mehr als 120 verschiedenen Produkten. Ein fĂŒhrendes Unternehmen erreichte 2025 einen Marktanteil von 50,8 Prozent.

Die Motivation der Verbraucher ist primÀr gesundheitsgetrieben: Rund 60,7 Prozent der KÀufer erwerben diese Produkte wegen ihrer spezifischen Wirkung. Experten prognostizieren bis 2030 ein jÀhrliches Wachstum von 45 Prozent. Der Trend zeigt: GetrÀnke mit therapeutischem Nutzen nach TCM-Prinzipien gewinnen massiv an Bedeutung.

„Fu Tea“: KrĂ€utermischungen gegen die Hitze

Im Zentrum der prĂ€ventiven Maßnahmen stehen Tees und AufgĂŒsse, bekannt als „Fu Tea“. Fachleute empfehlen eine Kombination aus verschiedenen KrĂ€utern, um Hitze auszuleiten und den Geist zu beruhigen. Eine typische Rezeptur umfasst Geißblatt, Prunella, SĂŒĂŸholz, Agastache, Minze und getrocknete Mandarinenschalen.

Auch pflanzliche Extrakte gewinnen an Bedeutung. Die Kombination aus gerösteten schwarzen Bohnen und frischem Zuckerrohrsaft gilt als Mittel zur StĂ€rkung der Nierenfunktion und Entgiftung. Klassiker wie saure Pflaumensuppe (Suanmeitang), Mungbohnensuppe oder BambusblĂ€tter-AufgĂŒsse werden zur Vorbeugung von Hitzeschlag empfohlen.

Drei Arten von Hitzebelastung – unterschiedliche Gegenmittel

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Die TCM unterscheidet bei Sommerhitze zwischen drei BelastungszustĂ€nden: „direkter Hitzschlag“ durch Sonneneinstrahlung, Beschwerden durch ĂŒbermĂ€ĂŸige AbkĂŒhlung und „feuchte Hitze“. Je nach Symptomlage kommen unterschiedliche Nahrungsmittel zum Einsatz:

HiobstrĂ€ne, Wintermelone und Yamswurzel werden in Suppen verwendet, um Feuchtigkeit auszuleiten und die Milz zu stĂ€rken. Die Wintermelone wirkt kĂŒhlend, die Yamswurzel unterstĂŒtzt die Verdauung – in feucht-heißen Perioden oft beeintrĂ€chtigt.

Brasenia (Wasserpflanze) gilt als besonderes Sommerlebensmittel. Mit nur 21 Kilokalorien pro 100 Gramm ist sie energiearm, aber reich an Zink und sauren Polysacchariden – gut fĂŒrs Immunsystem und gegen hitzebedingte Schlafprobleme.

Bitterstoffe wie Bittermelone oder Buchweizen sollen die „Herz-Hitze“ regulieren und die Widerstandskraft gegen feuchte WĂ€rme erhöhen.

Was TCM-Experten raten

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Mediziner warnen vor ĂŒbermĂ€ĂŸig kalten GetrĂ€nken oder Eiscreme wĂ€hrend extremer Hitzephasen. Das könne die Milz- und Magenfunktion schwĂ€chen. Besonders Menschen mit schwacher Konstitution oder Frauen wĂ€hrend der Menstruation sollten kalte Speisen meiden. Empfohlen werden GetrĂ€nke in Zimmertemperatur oder leicht erwĂ€rmt.

ErgĂ€nzend zur ErnĂ€hrung raten TCM-Fachleute zu angepasstem Lebensstil: Raumtemperatur der Klimaanlage nicht unter 26 Grad, ein kurzer Mittagsschlaf zur Regeneration. Auch die Massage von Akupunkturpunkten wie „Quchi“, „Neiguan“ oder „Zusanli“ könne helfen, die Hitzeanpassung zu verbessern.

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