Scan-Zentrum, Hürth

Scan-Zentrum Hürth: 370.000 Seiten täglich für Bonn und NRW

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 23:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Iron Mountain nimmt in Hürth ein neues Scanzentrum in Betrieb und bearbeitet künftig große Aktenmengen für Behörden und Unternehmen.

Iron Mountain eröffnet Digitalisierungszentrum in Hürth
Ein weitläufiges, modernes Industrielager mit hohen Decken und ordentlich aufgereihten Regalsystemen. Illustration mit AI erstellt.

Am 10.09.2026 hat das Unternehmen Iron Mountain ein neues Digitalisierungszentrum auf dem Euronova Campus in Hürth-Kalscheuren offiziell in Betrieb genommen. Die Eröffnung markiert einen signifikanten Ausbau der Kapazitäten für die Verarbeitung und Archivierung physischer Dokumente in der Region. Der neue Standort ist in einem ehemaligen TV-Studio untergebracht und nutzt die dort vorhandene Infrastruktur für industrielle Scan-Prozesse.

Kapazitäten und technische Ausstattung in Hürth

Das neue Zentrum umfasst eine Fläche von 1680 m² und ist speziell auf die Anforderungen der großvolumigen Belegverarbeitung ausgelegt. Derzeit befinden sich rund 20 Scanner im Einsatz, um Dokumente für gewerbliche und öffentliche Auftraggeber zu digitalisieren.

Durch die technische Ausstattung erreicht der Standort eine tägliche Kapazität von bis zu 370.000 Seiten. Auf das Jahr gerechnet entspricht dies einem potenziellen Volumen von über 80 Mio. Seiten.

Um diese Durchlaufmengen bewältigen zu können, plant das Unternehmen eine deutliche Aufstockung des Personals. Bis Ende 2026 soll die Belegschaft an diesem Standort auf insgesamt 200 Beschäftigte anwachsen. Der Betrieb wird dabei in einem Zwei-Schicht-System organisiert, um eine kontinuierliche Bearbeitung der eingehenden Aktenbestände zu gewährleisten.

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Großprojekt mit der Stadt Bonn

Bereits am 09.09.2026 wurde bekannt, dass die Stadt Bonn das Unternehmen Iron Mountain mit einem umfangreichen Projekt zur Aktenverwaltung und Digitalisierung beauftragt hat. Die Kooperation umfasst die Verwaltung von insgesamt 22 km physischer Aktenbestände. Die vollständige Auslagerung dieser Dokumente soll laut den Planungen bis zum Ende des Jahres 2027 abgeschlossen sein.

Im Rahmen der bisherigen Zusammenarbeit wurden bereits circa 4,5 Mio. Blätter digitalisiert. Insgesamt erstreckt sich der aktuelle Auftrag der Stadt auf ein Volumen von 14 km an Dokumenten. Das primäre Ziel der Verwaltung ist die Etablierung medienbruchfreier Prozesse.

Hiervon sollen rund 2.000 Mitarbeitende der Stadtverwaltung profitieren, die künftig auf digitalisierte Akten zugreifen können, was die Effizienz der internen Arbeitsabläufe steigern soll.

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Zertifizierung und Sicherheitsstandards

Für die Bearbeitung sensibler Behördendaten verfügt Iron Mountain über spezifische Zertifizierungen. Das Unternehmen ist nach TR-RESISCAN zertifiziert, einem Standard des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik für das ersetzende Scannen. Diese Zertifizierung umfasst Schutzklassen bis zur Stufe „sehr hoch“, wodurch der Standort in Hürth auch zur Verarbeitung von Dokumenten mit besonders hohen Sicherheitsanforderungen berechtigt ist.

Durch die Kombination aus hoher technischer Kapazität und den entsprechenden Sicherheitsnachweisen positioniert sich das neue Zentrum als zentraler Dienstleister für die digitale Transformation im öffentlichen Sektor und der Privatwirtschaft im Rheinland. Die Ansiedlung auf dem Euronova Campus unterstreicht zudem die Entwicklung des Standorts Hürth-Kalscheuren von einem ehemaligen Medienstandort hin zu einem Zentrum für digitale Dienstleistungen.

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