Schaltgetriebe, Manuelles

Schaltgetriebe: Manuelles Fahren aktiviert Gehirn stÀrker als Automatik

05.07.2026 - 00:48:16 | boerse-global.de

Studie zeigt: Manuelles Schalten stimuliert das Gehirn stÀrker als Automatik. Touchscreens im Auto erhöhen zudem Unfallrisiken.

Schaltgetriebe fördert GehirnaktivitÀt: Neue Studie belegt Vorteile
Schaltgetriebe - HĂ€nde halten ein Lenkrad in einem klassischen Autoinnenraum, mit einem Fokus auf die Strasse, die Konzentration und manuelle Steuerung darstellt. 05.07.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Das zeigt eine aktuelle Studie von Professor Ryuta Kawashima von der Tohoku University. Der Forscher, bekannt durch Gehirntrainingsprogramme, wies am 3. Juli 2026 nach: Das Fahren mit Schaltgetriebe stimuliert den prÀfrontalen Kortex deutlich mehr als die Nutzung eines Automatikgetriebes.

Der Grund: Autofahrer mĂŒssen beim manuellen Schalten stĂ€ndig die Straßenbeschaffenheit bewerten, den passenden Gang wĂ€hlen und die Kupplung bedienen. Laut den Studienergebnissen könnte diese gesteigerte neuronale AktivitĂ€t den kognitiven Abbau im Alter verlangsamen. Ein paradoxer Befund – denn in MĂ€rkten wie den USA und Japan machen Fahrzeuge mit manuellem Getriebe nur noch ein bis zwei Prozent der NeuwagenverkĂ€ufe aus.

Touchscreens gefÀhrden die Verkehrssicherheit

Nicht nur die Getriebeart beeinflusst die kognitive LeistungsfÀhigkeit. Auch die Gestaltung des Innenraums wird zunehmend als Sicherheitsfaktor bewertet. Eine Studie der Washington University (UIST '25), ebenfalls Anfang Juli 2026 veröffentlicht, untersuchte die kognitive Belastung bei der Touchscreen-Bedienung.

Die Ergebnisse aus Simulator-Tests mit 16 Probanden sind alarmierend: Bildschirmnutzung wĂ€hrend der Fahrt erhöht die Fahrspurabweichung um 12,6 Prozent. Die Reaktionszeit der Teilnehmer stieg um 576 Millisekunden auf durchschnittlich 1140 Millisekunden an. Besonders komplexe Aufgaben fĂŒhrten zu verstĂ€rkter Blindbedienung. Der Schluss der Wissenschaftler: Physische Tasten erhöhen die Sicherheit.

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Die Politik reagiert bereits. Die PrĂŒforganisation E-NCAP plant, ab 2026 physische Bedienelemente fĂŒr eine Bestbewertung vorauszusetzen. Auch in China gibt es EntwĂŒrfe fĂŒr nationale Normen, die haptische Schalter fĂŒr sicherheitsrelevante Funktionen wie Licht, Hupe oder Scheibenwischer fordern.

Wenn das Navi ausfÀllt: Orientierung ohne GPS

Die AbhĂ€ngigkeit von Navigationssystemen wird durch externe Störfaktoren zunehmend kritisch hinterfragt. Seit 2019 werden in Europa verstĂ€rkt GPS-Störungen beobachtet. Softwareentwickler passen ihre Anwendungen an – der Anbieter Yandex fĂŒhrte in Version 29 seiner Navigations-App einen speziellen Modus ein. Dieser ermöglicht bei Signalausfall eine schrittweise FĂŒhrung basierend auf der berechneten Route.

Die Botschaft ist klar: Autofahrer mĂŒssen sich auch ohne kontinuierliche GPS-Positionsdaten im Raum orientieren können. Professor Wolfram Remlinger von der UniversitĂ€t Stuttgart betont in aktuellen Analysen: Die RĂŒckkehr zu haptischen Bedienelementen und eine intuitivere Gestaltung des Fahrzeug-Interieurs sind entscheidende Faktoren fĂŒr Sicherheit und WettbewerbsfĂ€higkeit.

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Bewegung hÀlt das Gehirn jung

ErgĂ€nzend zu den fahrzeugspezifischen Daten unterstreichen medizinische Studien die Bedeutung von AktivitĂ€t fĂŒr die kognitive Resilienz. Eine in der Fachzeitschrift „Neurology“ veröffentlichte Untersuchung vom 3. Juli 2026 zeigt: Senioren ĂŒber 80 Jahre, die eine höhere Gehgeschwindigkeit beibehalten, haben ein um bis zu 50 Prozent geringeres Risiko fĂŒr den RĂŒckgang von Gehirnfunktionen.

Gleichzeitig weisen Forscher der UniversitĂ€t Hamburg in einer Studie in „Science Advances“ darauf hin, dass akuter Stress die GedĂ€chtnisintegration behindert. In Tests mit 121 Freiwilligen speicherten gestresste Personen eher isolierte Fakten, statt ZusammenhĂ€nge und VerknĂŒpfungen im Hippocampus zu bilden. Die Botschaft fĂŒr Autofahrer: Eine stressarme und konzentrationsfördernde Umgebung ist nicht nur Komfort – sie ist Gesundheitsschutz.

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