Schmeckfestival, Streetfood

Schmeckfestival 24.-27. September: Streetfood und Weinfest

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 12:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Streetfood-Feste, Weinveranstaltungen und neue Erzeugerlabels zeigen, wie regionale Anbieter Gastronomie, Tourismus und Direktverkauf verknüpfen.

Regionale Genussfeste verbinden Streetfood, Wein und Direktvermarktung
Rustikaler Holztisch mit frischen regionalen Lebensmitteln und Keramikgeschirr in einem ländlichen Garten. Illustration mit AI erstellt.

Das regionale Streetfood-Festival in Brandis im Amt Schradenland verdeutlicht den anhaltenden Trend zu erlebnisorientierten kulinarischen Formaten im ländlichen Raum. Auf dem Gelände von Hannis Hof im Schönewalder Ortsteil Brandis werden von 11 bis 18 Uhr Konzepte präsentiert, die den Fokus auf lokale Erzeugnisse und gastronomische Vielfalt legen.

Die Veranstaltung, für die Karten über ein Online-Portal vertrieben werden, steht exemplarisch für eine Reihe von Vermarktungsinitiativen, die derzeit die Verbindung von Handwerk, Gastronomie und Tourismus suchen.

Streetfood-Konzepte und handwerkliche Märkte

Neben dem Festival in Brandis zeigen auch andere Formate die wirtschaftliche Bedeutung solcher Veranstaltungen. Ein Bauern- und Kunsthandwerkermarkt in Frankenthal zog rund 40 Beschicker an, darunter 20 Aussteller aus dem kunsthandwerklichen Bereich. Kulinarische Angebote wie Lammburger, Dampfnudeln und Saumagen unterstreichen hierbei die regionale Ausrichtung.

Für den Herbst zeichnen sich bereits weitere Großveranstaltungen ab. Der 13. Rhöner Wurstmarkt in Ostheim vor der Rhön, der alle zwei Jahre stattfindet, wird für den 10. und 11. Oktober 2026 vorbereitet.

Die Organisatoren erwarten rund 20.000 Besucher zu der Eröffnung durch Bundesminister Alois Rainer. Auch das „Schmeckfestival“ in Neusäß plant für den Zeitraum vom 24. bis 27. September 2026 eine Kombination aus Streetfood-Areal, Weinfest und Picknickwiese auf dem dortigen Volksfestplatz.

Weinwirtschaft und regionale Festkultur

Die Weinwirtschaft nutzt diese Veranstaltungsformate intensiv zur Kundenbindung. Beim Weinfest in Bad Oeynhausen zählten die Verantwortlichen trotz ungünstiger Witterungsbedingungen etwa 8.000 Besucher.

Neun Winzer aus den Anbaugebieten Nahe und Rheinhessen präsentierten ihre Erzeugnisse, wobei insbesondere der Grauburgunder des Jahrgangs 2025 auf reges Interesse stieß. Für das Jahr 2027 ist bereits eine Erweiterung der 36. Ausgabe um einen zusätzlichen Veranstaltungsabend geplant.

Anzeige

Der Kakaopreis hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt und macht nun bis zu 80 Prozent der Herstellungskosten aus – das spüren Sie auch an der Kasse. Damit Sie weiterhin hochwertige Schokolade genießen können, ohne mehr zu bezahlen, haben wir die wichtigsten Tipps und Strategien zusammengestellt. Jetzt kostenlosen Report anfordern

In Saarburg fand vom 5. bis 7. September 2026 das Saarweinfest statt, bei dem Weingüter wie Saarkind, Peter Burens und Johann Koch vertreten waren. Das Programm umfasste neben der Krönung der Weinhoheiten auch einen Festumzug.

Ähnliche Konzepte der „offenen Höfe“ verfolgte das Winzerdorf Sommerach am 5. und 6. September 2026 mit 25 Erlebnis-Stationen. In Bad Langensalza ist für den 12. September die Premiere des Formats „Weingeflüster“ auf dem Neumarkt angekündigt, das fünf Weingüter an einer zentralen Festtafel zusammenführt.

Strategien in Erzeugung und Gastronomie

Parallel zu den Festveranstaltungen entwickeln Erzeuger neue Strategien zur Direktvermarktung. Der Schweizer Berufsfischerverband lancierte ein neues Label mit der Bezeichnung „Schweizer Wildfisch“. Damit soll die Herkunft aus heimischen Seen und der Fang durch lizenzierte Berufsfischer garantiert werden.

Ziel ist es, auch weniger bekannte Arten wie Wels, Rotauge oder Karpfen stärker im Direktverkauf zu etablieren, während der Supermarktsektor vorerst ausgespart bleibt.

In der gehobenen Gastronomie gewinnen Kooperationen zwischen Erzeugern und Köchen an Gewicht. In Freiburg-St. Georgen kultiviert der Gemüsebauer Sebastian Wolf auf 2.500 Quadratmetern Produkte für das Restaurant „Hawara“, das im Jahr 2025 mit einem roten und einem grünen Michelin-Stern ausgezeichnet wurde. Diese Form der Zusammenarbeit besteht bereits seit dem Jahr 2020.

Auch die Süßwarenindustrie passt sich veränderten Rahmenbedingungen an. Der Geschäftsführer von Villars Maître Chocolatier, Nicolas Forget, verwies auf die massiv gestiegenen Rohstoffkosten. Der Kakaopreis habe sich innerhalb eines Jahres verdoppelt und mache nun bis zu 80 Prozent der Herstellungskosten aus.

Anzeige

Sorgen Sie sich, dass Ihre Lieblingsschokolade bald unbezahlbar wird? Angesichts der explodierenden Kakaopreise müssen Sie nicht auf Genuss verzichten. Entdecken Sie clevere Alternativen und Spartricks, die Ihren Geldbeutel schonen. Kostenlosen Leitfaden jetzt sichern

Trotz dieses Drucks halte das Unternehmen an der Produktion am Standort Freiburg fest und plane keine Reduktion des Kakaoanteils, um die internationale Bekanntheit in über 60 Exportländern weiter auszubauen.

Abgerundet wird die aktuelle Entwicklung durch gastronomische Neueröffnungen wie das Restaurant „Rosi“ in Rostock, das am 4. September den Betrieb aufnahm. Mit einer saisonalen Küche und einer nach Stilrichtungen sortierten Auswahl von über 80 Weinen setzt der Betrieb auf moderne Gastronomiekonzepte in urbanen Lagen.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70062860 |