Schockanruf, Schwelm

Schockanruf in Schwelm: Seniorin verliert Gold und Bargeld im fünfstelligen Bereich

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 18:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Mit einer erfundenen Corona-Notlage täuschten Täter eine Seniorin und nahmen Vermögenswerte im mittleren fünfstelligen Bereich mit.

Schwelm: Betrüger erbeuten Gold und Bargeld bei Schockanruf
Eine ruhige Wohnstraße in der Dämmerung mit Häuserfassaden und geschlossenen Fenstern. Illustration mit AI erstellt.

In Schwelm ist es zu einem schwerwiegenden Betrugsfall durch einen sogenannten Schockanruf gekommen. Am 25. September 2026 wurde eine Seniorin in der Straße Köttchen Opfer einer koordinierten Tat, bei der Kriminelle eine medizinische Notlage vortäuschten. Wie aus Polizeiberichten hervorgeht, erbeuteten die Täter dabei Vermögenswerte in beträchtlicher Höhe.

Vorgetäuschte Corona-Erkrankung als Druckmittel

Gegen 14 Uhr am Nachmittag des 25. Septembers nahm das Geschehen seinen Lauf, als die Seniorin einen Telefonanruf erhielt. Am anderen Ende der Leitung meldete sich ein Mann, der sich als ihr Sohn ausgab. Im Rahmen dieses Gesprächs behauptete der Anrufer, schwer an Corona erkrankt zu sein. Um die vermeintliche Lebensgefahr abzuwenden, seien dringend drei spezielle Spritzen erforderlich.

Die psychologische Druckausübung wurde durch die Nennung konkreter Summen verstärkt. Der Betrüger gab an, dass jede dieser medizinischen Anwendungen mehr als 30.000 Euro kosten würde. Durch diese gezielte Täuschung über den Gesundheitszustand des angeblichen Angehörigen wurde die Seniorin dazu bewegt, finanzielle Unterstützung in Aussicht zu stellen.

Übergabe von Gold und Bargeld im fünfstelligen Bereich

Infolge des Telefonats kam es noch am selben Tag zur Übergabe der geforderten Mittel. Die Seniorin händigte sowohl Bargeld als auch Gold an einen Abholer aus. Die Polizei beziffert den Gesamtwert der Beute auf einen Betrag im mittleren fünfstelligen Bereich.

Solche Delikte, die häufig unter dem Begriff „Enkeltrick“ oder „Schockanruf“ zusammengefasst werden, zielen gezielt auf das Vertrauensverhältnis innerhalb von Familien ab. Die Täter nutzen dabei oft aktuelle gesellschaftliche Themen – in diesem Fall eine schwere Erkrankung –, um eine Stresssituation zu erzeugen, die das rationale Handeln der Opfer einschränken soll.

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Fahndung nach dem Abholer „Daniel Koch“

Die Ermittlungsbehörden suchen nun nach einem Tatverdächtigen, der bei der Übergabe unter dem Namen „Daniel Koch“ aufgetreten sein soll. Nach vorliegenden Beschreibungen wird die Person als etwa 50 Jahre alt und circa 165 cm groß beschrieben. Der Mann habe eine korpulente Statur, vermutlich dunkle Haare sowie eine dunklere Hautfarbe.

Zum Zeitpunkt der Tat sprach der Unbekannte Deutsch und war mit einer karierten Jacke bekleidet. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, nachdem der Vorfall offiziell gemeldet wurde.

Dieser Fall unterstreicht erneut die anhaltende Gefahr durch Telefonbetrug, bei dem Täter mit hoher krimineller Energie und schauspielerischem Geschick agieren.

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Ermittler raten in solchen Situationen grundsätzlich dazu, bei Geldforderungen am Telefon misstrauisch zu sein und umgehend den direkten Kontakt zu den betroffenen Angehörigen über bekannte Rufnummern zu suchen oder die Polizei zu verständigen. Im vorliegenden Fall in Schwelm dauern die Nachforschungen zur Identifizierung der Hintermänner und des Abholers weiter an.

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