Schulbarometer 2026: Verhaltensauffälligkeiten bei Schülern sprunghaft gestiegen
25.06.2026 - 19:05:07 | boerse-global.de
Das zeigt das Schulbarometer 2026 der Robert-Bosch-Stiftung.
Verhaltensauffälligkeiten nehmen zu
Die Befragung von 1.547 Lehrkräften aus November und Dezember 2025 liefert klare Zahlen: 46 Prozent der Pädagogen sehen Verhaltensauffälligkeiten als größte Herausforderung. Im Vorjahr waren es noch 35 Prozent. Erstmals seit der Pandemie steigt die Belastung wieder an.
Trotz allem: 89 Prozent der Lehrkräfte arbeiten gerne an ihrer Schule. Doch 82 Prozent fordern mehr Fortbildungen, um mit den veränderten Anforderungen klarzukommen.
Das Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer bestätigt den Trend. Mehr als die Hälfte der dortigen Lehrkräfte bewertet Gewalt als großes Problem. Fast zwei Drittel beobachten eine Zunahme seit der Pandemie.
Meditation als Lösungsansatz?
Die Berliner Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch prüft einen ungewöhnlichen Vorschlag. Die Christiane Schuhmann Stiftung will Transzendentale Meditation (TM) an Schulen einführen. Über 700 Studien sollen die Wirksamkeit belegen.
Andere setzen auf niedrigschwellige Angebote. Der Verein Kopfsachen e.V. erreichte seit 2020 über 35.000 junge Menschen. Gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse läuft das Projekt „Mental hoch 2“. Eine Kontrollgruppenstudie prüft die Wirksamkeit.
Die neuesten Zahlen des Schulbarometers zeigen: Fast jede zweite Lehrkraft sieht Verhaltensauffälligkeiten als größte Herausforderung. Was bedeutet das für Ihr Kind? In diesem kostenlosen Report erfahren Sie, wie Sie mit Meditation, Schulsozialarbeit und digitalen Tools frühzeitig gegensteuern. Jetzt kostenlosen Report anfordern
Ein neuer Ansatz verbindet Gesundheit mit Klimaschutz. Das digitale Programm „KlimaChecker“ startet im Schuljahr 2026/2027. Es richtet sich an die 5. und 6. Klassen und thematisiert Hitzeeinwirkungen und Luftqualität.
Schulsozialarbeit im Aufwind
Der hessische Wetteraukreis hat den flächendeckenden Ausbau der Schulsozialarbeit abgeschlossen. Seit 2017/18 wuchs das Angebot stetig. Heute stehen an 84 öffentlichen Schulen in zwölf Schulverbünden Sozialpädagogen bereit.
In Nordrhein-Westfalen gibt es seit Juni 2026 einen „Kinderschutzkoffer“ für Kitas. Der Paritätische Wohlfahrtsverband NRW entwickelte das Materialset. Es enthält pädagogische Hilfsmittel wie „Gefühlsmonster“, um die emotionale Kompetenz von Kindern zu stärken.
Der GKV-Spitzenverband fordert einen grundlegenden Kurswechsel. In einem Positionspapier plädiert der Verwaltungsrat für eine Reform der Präventionsstrukturen. Ziel: Maßnahmen gegen psychische Erkrankungen und Einsamkeit in allen Politikfeldern verankern.
Digitale Helfer für den Unterricht
Fast zwei Drittel der Lehrkräfte beobachten eine Zunahme von Gewalt seit der Pandemie. Die gute Nachricht: Es gibt bewährte Methoden, die Ihrem Kind helfen – von einfachen Meditationsübungen bis zur erfolgreichen Beantragung von Schulsozialarbeit. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen den Weg. Familien-Guide jetzt sichern
Die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) empfiehlt einheitliche Tests und Lernverlaufsdiagnostiken. Plattformen wie „alea.schule“ oder das Tool „quop“ sollen Lehrkräfte unterstützen. Auch Künstliche Intelligenz für direktes Feedback und „High-Impact-Tutoring“ gewinnen an Bedeutung.
Die Idee dahinter: Lernrückstände und Stressfaktoren frühzeitig erkennen und abbauen.
