Schulessen-Studie: Nur 57% der Qualitätskriterien erfüllt
Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 04:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das belegen Daten des Robert Koch-Instituts. Die Qualität der Schul- und Kitaverpflegung rückt damit stärker in den Fokus – und die Politik muss handeln.
Schulessen fällt durch: Studie zeigt große Qualitätslücken
Eine Untersuchung des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) hat die Mittagsverpflegung in Bremen unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Die Qualitätskriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) werden nur teilweise erfüllt.
Das vegetarische Angebot erreicht gerade mal 62 Prozent der Häufigkeitsempfehlungen. Bei der Mischkost sind es nur 57 Prozent. Besonders schlecht schneiden Vollkornprodukte, Nüsse und fettreicher Fisch ab.
Ein krasses Gefälle zeigt sich beim Bio-Anteil: Bremen kommt auf 65 Prozent, Bremerhaven auf magere 7 Prozent. Da die entsprechenden Aktionspläne 2025 ausliefen, steht die Zukunft dieser Standards auf der Kippe.
Gemüse selbst anbauen: Projekte machen Schule
Viele Bildungseinrichtungen setzen deshalb auf praktische Ernährungsbildung. Die „GemüseAckerdemie“ ist ein etabliertes Modell – etwa in Visp, wo Kinder seit 2024 Mais, Kürbis und Tomaten anbauen.
Auch andere Regionen ziehen nach:
- In Linz kultivierten 250 Kinder zwei Jahre lang Gemüse in Lärchenholz-Kisten.
- In Xanten pflegen Grundschüler gemeinsam mit Senioren Hochbeete.
- In Zug und Ampfing bereiteten Kinder im Juli regionale Zutaten zu.
Im Bereich der Ferienbetreuung tut sich ebenfalls was: In Neuruppin startete ein Projekt für gesundes Frühstück – gefördert mit 1.500 Euro für das Schuljahr 2026/2027. In Singen betreibt ein Energieversorger eine Müslibar mit frischem Obst in einer Kita.
Eine einseitige Ernährung mit zu viel Zucker und verarbeiteten Lebensmitteln kann langfristig zu chronischer Erschöpfung und Entzündungsprozessen im Körper führen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie mit 12 natürlichen Lebensmitteln gegensteuern und Ihr Wohlbefinden steigern können. Jetzt kostenlosen Ratgeber zur antientzündlichen Ernährung sichern
Kostenloses Schulessen: Berlin streitet um die Finanzierung
Die Kostenfrage bleibt ein politischer Dauerbrenner. In Berlin tobt der Streit ums kostenlose Schulessen. Die CDU will einen Beitrag von bis zu zwei Euro pro Mahlzeit einführen. Das würde jährlich rund 92 Millionen Euro sparen. Familien mit geringem Einkommen sollen ausgenommen bleiben.
SPD-Fraktionschef Raed Saleh hält dagegen: Er pocht auf die Beibehaltung der Kostenfreiheit.
Zuckersteuer kommt: Herstellerabgabe ab 2027
Auf Bundesebene zeichnet sich eine harte Linie ab. Das Kassen-Beitragsspargesetz schafft die Grundlage für eine Herstellerabgabe auf zuckerhaltige Softdrinks. Ab dem 1. Januar 2027 soll sie greifen. Im ersten Jahr erwartet der Staat Einnahmen von 650 Millionen Euro.
Die Reaktionen der Branche sind gespalten. Aldi Süd fordert die Abgabe ausdrücklich. Edeka lehnt sie ab, Rewe zeigt sich zurückhaltend. Ernährungsminister Rainer (CSU) stellt sich gegen die Steuer.
Ob versteckter Zucker in Erfrischungsgetränken oder Fertiggerichten – die täglichen Zuckerfallen belasten den Stoffwechsel und fördern Entzündungen sowie Müdigkeit. Erfahren Sie in diesem Experten-Leitfaden, wie Sie Ihren Körper durch die richtige Lebensmittelwahl effektiv entlasten. Kostenlosen Guide gegen stille Entzündungen herunterladen
Energydrinks für Kinder: Foodwatch fordert Altersgrenze
Parallel dazu verlangt Foodwatch strengere Regeln für koffeinhaltige Getränke. Testkäufe in Wien im Juli 2026 zeigen: Kinder zwischen 8 und 14 Jahren kaufen problemlos Energydrinks mit hohem Koffeingehalt. Die Organisation fordert eine gesetzliche Altersgrenze von 18 Jahren.
Eine Expertin der Universitätsklinik Bochum bringt es auf den Punkt: Bei der Kinderernährung müsse Qualität vor Quantität stehen. Gerade beim Frühstück seien gesunde Alternativen wie Obst und Wasser wichtig – ohne Zwang.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
