Schulleistung: Social Media kostet Schüler 6 Monate in Mathe
Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 00:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Anforderungen an Fach- und Führungskräfte wandeln sich rasant. Digitalisierung, neue Bildungsbiografien und gesellschaftliche Veränderungen setzen Unternehmen unter Druck – doch die Weichen für künftige Leistungsträger werden viel früher gestellt.
Social Media kostet Lernzeit
Eine Studie mit über 5.000 italienischen Schülern zeigt: Wer ab 11 oder 12 Jahren Social-Media-Plattformen nutzt, hinkt in Mathematik und Landessprache sechs Monate hinterher. Im Fach Englisch fanden die Forscher dagegen keinen Effekt. Ein klarer Auftrag an Eltern und Schulen, die Nutzung früh zu begleiten.
Integration als Chance
Es gibt aber auch gute Nachrichten: Kinder mit Migrationshintergrund holen Bildungsrückstände erstaunlich schnell auf. Eine Untersuchung im Journal of Population Economics wertete Daten von 27.000 Eltern und 43.000 Kindern aus. Das Ergebnis: 50 bis 60 Prozent der Rückstände in Sprache und Mathematik verschwinden pro Generation. Bei Mathematik sind es sogar 70 Prozent, wenn man den sozioökonomischen Hintergrund der Großeltern berücksichtigt.
Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt
Trotz dieser Fortschritte klagen Betriebe über Nachwuchsmangel. Im Landkreis Göttingen stieg die Zahl der neuen Ausbildungsverträge Anfang August zwar um 9,6 Prozent – trotzdem blieb ein erheblicher Teil der Stellen unbesetzt. Nur etwas mehr als die Hälfte der Betriebe konnte laut IHK-Umfrage alle Plätze vergeben.
Die Gründe? Defizite bei Bewerbern in Mathematik, Belastbarkeit und mentaler Leistungsfähigkeit. Berufsberater raten deshalb zu einem pragmatischen Ansatz: weniger theoretisches Grübeln, mehr praktisches Ausprobieren.
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