Schulroboter gestoppt: New York stoppt Sally-Projekt wegen Datenschutz
Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 04:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die geplante Einführung eines humanoiden Roboters in Klassenzimmern des Salamanca City Central School District im US-Bundesstaat New York ist vorerst gescheitert. Nach massivem Widerstand aus der Bevölkerung und behördlichen Auflagen setzte der Schulbezirk das Projekt am 25. Juli 2026 aus.
Behörden greifen ein
Der Stopp folgte auf ein formelles Einschreiten von New Yorks Bildungsministerin Betty Rosa. Sie hatte dem Bezirk bereits am 24. Juli 2026 in einem Brief ihre Bedenken zur geplanten Technologie-Nutzung mitgeteilt. Ursprünglich sollte der Roboter namens „Sally" ab dem Herbstsemester 2026 in den STEAM-Fächern (Naturwissenschaften, Technik, Ingenieurwesen, Kunst und Mathematik) sowie im Robotik-Unterricht zum Einsatz kommen.
Im Zentrum der aktuellen Verzögerung steht die Frage des Datenschutzes. Der Bezirk will nun mit der New Yorker Bildungsbehörde zusammenarbeiten, um robuste Vereinbarungen zum Schutz der Schülerdaten zu treffen. Erst wenn die Sicherheit aller von der Künstlichen Intelligenz verarbeiteten Informationen gewährleistet ist, darf das Projekt fortgesetzt werden.
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Empörung über Hersteller mit fragwürdiger Vergangenheit
Das 57.590 Dollar teure Pilotprojekt – umgerechnet rund 53.000 Euro – war im Juni 2026 vom Schulrat genehmigt worden. Doch schon kurz nach Bekanntwerden der Pläne regte sich heftiger Widerstand. Lehrer und Anwohner kritisierten vor allem die Wahl des Herstellers Realbotix.
Melinda Person, Präsidentin der New Yorker Lehrergewerkschaft NYSUT, bezeichnete die Partnerschaft als unangemessen für eine Schule. Der Grund: Realbotix, früher als Tokens.com bekannt, hatte 2024 die Muttergesellschaft des bekannten Sexpuppen-Herstellers RealDoll übernommen. Auch indigene Bewohner der Region Salamanca schlossen sich den Protesten an.
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Zukunft des Projekts ungewiss
Bei dem umstrittenen Roboter handelt es sich um eine stationäre humanoide Figur mit Silikonhaut, die von Künstlicher Intelligenz gesteuert wird. Schulrat Mark Beehler betonte, der Roboter sei als ergänzendes Lehrmittel gedacht gewesen – nicht als Ersatz für menschliche Lehrer.
Das Programm sollte Schülern praktische Erfahrungen mit KI und Robotik ermöglichen. Ob die fast 58.000 Dollar schwere Investition jemals zum Einsatz kommt, ist nun fraglich. Der Bezirk muss sich gleich zwei Herausforderungen stellen: dem öffentlichen Unmut und den strengen Auflagen der Bildungsbehörde.
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