Schwangerschaft, Vitamin-D-Mangel

Schwangerschaft: 78% haben Vitamin-D-Mangel trotz Supplements

29.06.2026 - 16:52:58 | boerse-global.de

Studie zeigt: 78 Prozent der Schwangeren haben Vitamin-D-Mangel, viele dosieren Jod und FolsÀure falsch.

Schwangere: Vitamin-D-Mangel trotz NahrungsergÀnzung
Schwangerschaft - Eine schwangere Frau hĂ€lt ihren Bauch, sanft beleuchtet. Im Vordergrund angedeutete NahrungsergĂ€nzungsmittel und ein ErnĂ€hrungsplan. 29.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Trotz hoher Bereitschaft zu NahrungsergĂ€nzungsmitteln klaffen bei Schwangeren große LĂŒcken in der Versorgung mit Vitamin D, Jod und FolsĂ€ure.

Eine aktuelle Studie mit 3.363 Teilnehmerinnen aus Österreich und der Schweiz zeigt: 78 Prozent der Schwangeren haben einen Vitamin-D-Mangel – definiert als Serumwert unter 50 nmol/l. Das Überraschende: 89 Prozent der Frauen gaben an, NahrungsergĂ€nzungsmittel einzunehmen. Die Supplementierung allein reicht offenbar nicht aus.

Immerhin 69 Prozent der Befragten versuchten, ihre Versorgung durch eine bewusste ErnĂ€hrungsumstellung zu verbessern. Doch auch das schließt die LĂŒcke nicht.

Jod und FolsÀure: Dosierungsfehler an der Tagesordnung

Besonders kritisch wird es bei Jod und FolsÀure. Die Studie von 2025 dokumentiert eklatante Fehler in der praktischen Umsetzung:

  • 46 Prozent der Frauen dosierten Jod falsch
  • 37 Prozent lagen bei der FolsĂ€ure daneben

Die grundsĂ€tzliche Bedeutung dieser NĂ€hrstoffe fĂŒr die Entwicklung des Fötus ist den meisten Schwangeren bewusst. Doch die korrekte Menge zu treffen, scheint die eigentliche HĂŒrde zu sein.

Anzeige

78 % der Schwangeren haben trotz Supplementen einen Vitamin-D-Mangel – und 46 % dosieren Jod falsch. Mit diesem kostenlosen Leitfaden finden Sie Ihre optimale Dosierung fĂŒr Vitamin D, Jod & FolsĂ€ure – individuell abgestimmt. Jetzt kostenlosen NĂ€hrstoff-Leitfaden anfordern

Das Problem ist nicht neu

Schon eine Hamburger Studie aus dem Jahr 2016 mit 200 Teilnehmerinnen lieferte alarmierende Zahlen: 98 Prozent der Schwangeren nahmen zu wenig Jod auf. Keine einzige Probandin erreichte damals die empfohlenen Zielwerte fĂŒr FolsĂ€ure, Vitamin D oder Eisen.

Die aktuelle Forschung zeigt: Die Situation hat sich seither kaum verbessert.

Was Experten empfehlen

Fachleute leiten aus den Daten konkrete tĂ€gliche Zufuhrempfehlungen fĂŒr Schwangere ab:

Anzeige

37 % der Schwangeren liegen bei der FolsĂ€ure-Dosierung daneben – und 78 % haben Vitamin-D-Mangel. Statt blind zu supplementieren, zeigt dieser Leitfaden, wie Sie mit einem einfachen Bluttest Ihre persönlichen Zielwerte ermitteln und die richtige Dosis finden. Individuellen Dosierungsplan jetzt sichern

  • FolsĂ€ure: 400 ”g
  • Jod: 100 bis 150 ”g
  • Eisen: 27 mg
  • Vitamin D: 800 bis 2000 IE

Die Botschaft der Studienautoren ist eindeutig: Eine isolierte Supplementierung ohne fachliche Begleitung reicht hĂ€ufig nicht. PrĂ€parate mĂŒssen individuell abgestimmt werden – sonst drohen sowohl Unterversorgung als auch falsche Dosierungen.

de | wissenschaft | 69653867 |