Kleine Hunde mit lÀnglicher Schnauze leben am lÀngsten
02.02.2024 - 06:09:59 | dpa.de
Kleine Hunde mit lĂ€nglicher Schnauze werden einer Studie zufolge am Ă€ltesten. RĂŒden, also mĂ€nnliche Hunde, mittelgroĂer Rassen mit flacher Schnauze haben demnach die geringste Lebenserwartung. Dies ergab eine britische Studie, die in der Fachzeitschrift «Scientific Reports» veröffentlicht wurde.
Das Team um Kirsten M. McMillan von der Organisation Dog Trust in London wertete die Daten von mehr als 580.000 Hunden von ĂŒber 150 Rassen aus. Rund die HĂ€lfte der Hunde war bereits gestorben. Anhand der Vorgaben des Kennel Clubs, dem Dachverband britischer HundezĂŒchter, teilte die Gruppe die reinrassigen Tiere in die Kategorien GröĂe (klein, mittelgroĂ, groĂ) und Kopfform (kurzköpfig, mittellanger Kopf, langer Kopf) ein. Nicht reinrassige Hunde wurden im ersten Studienteil nicht berĂŒcksichtigt. AnschlieĂend wurde die mediane Lebenserwartung der Hunde berechnet. Der Median beschreibt den Wert, der genau in der Mitte einer nach GröĂe geordneten Datenreihe liegt.
Den Experten zufolge hatten kleine reinrassige Hunde mit lÀnglichem SchÀdel wie der Zwergdackel oder Shetland Sheepdog mit 13,3 Jahren die höchste mediane Lebenserwartung. Die beliebte Hunderasse Labrador kam in der Studie auf eine mediane Lebenserwartung von 13,1 Jahren.
Ăberlebensvorteil von Weibchen gegenĂŒber MĂ€nnchen
MittelgroĂe Hunde mit flachem SchĂ€del wie die Englische Bulldogge, hatten demnach mit 9,1 Jahren bei RĂŒden und 9,6 Jahren bei HĂŒndinnen die niedrigste mediane Lebenserwartung. Kurzköpfige, sogenannte brachycephale Rassen, zu denen neben der Bulldogge auch der Mops gehört, sind besonders anfĂ€llig fĂŒr gewisse Gesundheitsrisiken. Die zuchtbedingte VerkĂŒrzung des GesichtsschĂ€dels kann nach Angaben von Tiermedizinern unter anderem zu Atemproblemen fĂŒhren.
Ăbergreifend hatten weibliche Hunde mit 12,7 Jahren im Durchschnitt eine etwas höhere mediane Lebenserwartung als mĂ€nnliche (12,4 Jahre). Die Studie untermauert damit den in der Wissenschaft bereits dokumentierten Ăberlebensvorteil von Weibchen gegenĂŒber MĂ€nnchen bei SĂ€ugetieren. Zudem hatten reinrassige Hunde laut den Auswertungen des britischen Forschungsteams mit 12,7 Jahren eine höhere mediane Lebenserwartung als Mischlinge (12,0 Jahre). Hierbei unterscheiden sich die Ergebnisse von frĂŒheren Erkenntnissen.
Viele Ă€ltere Studien berichteten von einer geringeren Lebenserwartung bei reinrassigen Hunden im Vergleich zu Mischlingshunden. Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass die britische Studie Unterschiede innerhalb der Mischlingsgruppe auĂen vor lĂ€sst. So zĂ€hlen zur Gruppe der Mischlinge sowohl reinrassige Kreuzungen wie der Labradoodle aus Labrador und Pudel, als auch Hunde mit unbekanntem Hintergrund.
Die genutzten Daten stammten aus verschiedenen britischen Quellen, darunter waren TierĂ€rzte, Tierschutzorganisationen und Tierversicherungen. FĂŒr die Studie wurden unter anderem Rasse, Geschlecht, Geburtsdatum und falls zutreffend das Todesdatum erfasst.
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